Oktober 2013

Vereinsbote - Oktober 2013 - 26. Jahrg. - Nr. 104

Inhaltsverzeichnis:
Auszeichnung für unseren Vereinsboten
29.11.2013 – Vereinsinterne Auktion!
Samstag, 11.01.2014 – Jahresessen
113. Deutscher Philatelistentag 2013 (BDPh)
http://www.philaseiten.de/
U-Bahn trifft Briefmarken
MISSENT TO KOREA
Kennwort: Falsch (31)
Unbekannte Plattenfehler (61)
Neues vom MICHEL
Herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag:
Interessante Tauschtage (Auswahl):
Neuer FEPA-Vorstand in Madrid gewählt!
BRD: Geplante Sondermarken-Themen 2014
Deutsche Post: Porto 2014
 

Auszeichnung für unseren Vereinsboten

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Zur Ausstellung zur LIPOSTA 2013 vom 13.-15.9.2013 in Lichtenfels lieferte unser 3. Vorsitzender Hr. Werner Wirges unseren Vereinsboten als 1-Rahmen-Exponat in der Kategorie „Philatelistische Literatur“ ein und kam mit der Auszeichnung „Silber“ zurück. Danken wir ihm also für diesen Versuch! Er war es wert.

Wie ist Silber zu beurteilen? Unser Vereinsbote, der im Wesentlichen zur internen Information unserer Mitglieder dient und über BDPh, Landesverband, Aktuelles zu Katalogen und den einen oder anderen Hinweis oder Tipp für Sammler bringt als phil­atelistische Literatur zu bezeichnen, würde ich mich nicht unbedingt trauen, vergleicht man, was andere Vereine oder Arbeitsgemeinschaften gerade zur philatelistischen For­schung oder an Erläuterungen zu verschiedenen Sammelgebieten hervorbringen.

Im Gespräch mit dem zuständigen Juror Herrn Binner erläuterte er mir, dass höher bewertete Literatur profunde Fachartikel erfordern, ohne die unser Vereinsbote nicht besser als Silber bewertet werden kann. Jetzige Gestaltung und Inhalt würden aber die erhaltene Bewertung durchaus verdienen.

Trotzdem hier der Aufruf: Wer unseren Vereinsboten mit interessanten philatelistischen Artikeln erweitern kann, wertet ihn auf. Fangen wir's an.

Samuel Fleischhacker
 

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29.11.2013 – Vereinsinterne Auktion!

Bringen Sie das, was andere noch brauchen können oder sogar dringend suchen mit zu unserer Versteigerung. Oder nutzen Sie die Gelegenheit und ersteigern sie die einmaligen Schnäppchen, welche die anderen mitbringen. Denken Sie daran: Frühzeitig einliefern, denn um 19:00 Uhr geht die Versteigerung bereits los.

Samstag, 11.01.2014 – Jahresessen

Unser Jahresessen findet, nachdem viele und wirklich nicht ganz unberechtigt mit der Qualität des Essens im Sportwirt nicht zufrieden waren, im

Wirtshaus „Burkart“,
Danziger Str. 16, 82110 Germering,
am Samstag, den 11.01.2014, Beginn 19:00 Uhr, Einlass 18:30 Uhr,

statt. Wie bisher sind Angehörige unserer Mitglieder herzlich eingeladen. Wir freuen uns auf eine zahlreiche Teilnahme, liegt doch der Termin außerhalb der stressigen Vorweihnachtszeit. Bitte geben Sie uns baldmöglichst bekannt, mit wie vielen Personen Sie teilnehmen wollen, denn wir haben ein kleines Problem: Es stehen uns nur 50 Plätze zur Verfügung. Anmeldungen werden in der Reihenfolge des Eingangs berücksichtigt. Es wäre allerdings schön, wenn alle, die sich anmelden, auch kämen. Letztes Jahr haben sich ca. 40 angemeldet, von denen fast ein Drittel nicht erschienen. Trotzdem waren wir dann fast 50 Personen.

113. Deutscher Philatelistentag 2013 (BDPh)

Am 12. Oktober 2013 fand in Heidenheim im Rahmen des Deutschen Philatelistentages die Wahl des BDPh-Vorstands statt. Angetreten waren zwei Teams: Zum einen der Vorsitzende des Verwaltungsrates, Dr. Bergmann mit seinem „Kompetenzteam“, zum anderen der Vorsitzende des Landesverbandes Südwest, Uwe Decker mit seinem Team. Im Einzelnen wurden gewählt:

Präsident: Uwe Decker, Bisingen
Vizepräsident: Alfred Schmidt, Haldensleben
Schatzmeister: Michael Fukarek, Bernau
Beisitzerin: Helma Janssen, Moormerland
Beisitzer: Thomas Höpfner, Forstinning

Damit ergab sich in der Führung des BDPh ein Generationswechsel, denn das Team um Uwe Decker, mit einem für die Philatelie jungen Durchschnittsalter von 51 Jahren, wurde mit großer Mehrheit in geheimer Wahl und Einzelabstimmung gewählt. Letzteres auf Antrag des bisherigen Beisitzers Herbert Kroog, der sich damit wohl letzte Chancen versprach, wieder als Beisitzer gewählt zu werden, und dadurch den Wahlvorgangs bis in den späten Nachmittag verzögerte.

Uwe Decker erhielt ca. 85% der Stimmen, seine Mitstreiter erzielten teilweise noch bessere Ergebnisse. Das konkurrierende Team Bergmann unterlag gravierend.

Bei der Entlastung der bisherigen Vorstandsmitglieder Präsident Dieter Hartig und seinem Vize Franz-Karl Lindner versagte der Landesverband Bayerischer Philatelisten-Vereine seine Stimme, was Wolfgang Maasen in der philatelie als 'Peanats' kritisierte. Trotzdem wurde aber Dieter Hartig die Ehrenpräsidentschaft einstimmig zuerkannt. Von den weiteren 11 Anträgen konnten vier nicht zugelassen werden – was nicht unbedingt für die Antragsteller spricht – die verbleibenden wurden abgelehnt. Selbstkritisch meint Herr Maasen, dass es nicht von Vorteil sei, wenn man bei der Behandlung der eigenen bzw. der Anträge seiner Frau selbst nicht mehr anwesend ist. Geändert hätte das sicher nichts, denn es sehnte wohl jeder das Ende der Veranstaltung herbei. Lediglich der Antrag auf UV-Schutz für die Ausstellungsrahmen schaffte es, zumindest an den neuen Bundesvorstand verwiesen zu werden.

Samuel Fleischhacker

http://www.philaseiten.de

Auf die Frage hin, was es denn an aktuellen Themen zur Philatelie gibt, wurde ich schon öfter auf das Forum von www.philaseiten.de hingewiesen. Ich gebe zu, dass ich allgemein Foren weitgehend meide, da ich dort meistens recht abenteuerliche Meinungen zu diversen Problemen finde, es aber an konkreten und vor allem richtigen Lösungen extrem mangelt. Sicher ist z. B. für Probleme mit einem Windows-PC support.microsoft.com gewöhnungsbedürftig, aber die richtigen Lösungen finden sich halt eher bei den Fachleuten. Selbst im BDPh-Forum diskreditieren viele Einträge eher den Verfasser anstatt Sinnvolles zu vermitteln.

Das vorgenannte Thema BDPh-Wahlen hatte auch das Forum von www.philaseiten.de aufgenommen: „Thema: Zehn Fragen an die Vorstandskandidaten des BDPh“. Das Team Decker hat auf die Fragen gemeinsam geantwortet, das Team Bergmann verspätet und je einzeln. Neue Erkenntnisse waren daraus nicht zu gewinnen.

Ein Fundstück finde ich interessant, die Antwort des Teams Decker zu dieser Frage:
„Wie wichtig sind für Sie die Neuen Medien, wie Internetforen oder Facebook, und welche Bedeutung werden sie für die künftige Ausrichtung des BDPh haben?“

Team Decker: „Diese Themen sind sehr wichtig und in unserem Team wird dazu ein EDV-Profi, Michael Lenke, als Bundesstellenleiter aufgenommen. In dieser Funktion ist er befreit von den klassischen Vorstandstätigkeiten und kann sich den Dingen widmen, die er aufgrund seines Berufes exzellent beherrscht und in den Verband einbringen möchte. Der BDPh wird sich schrittweise diesen Themen annehmen. Schrittweise deswegen, weil zuerst eine gewisse Anzahl von Mitgliedern mit diesen Medien vertraut sein müssen. Internet und Foren sind jetzt nicht mehr so neu und haben die entsprechende Verbreitung. Der Umgang mit Apps und iPads dürfte gerade im Bereich des Möglichen sein, während der BDPh bei Facebook erst 143 Freunde hat. Es gilt hier differenziert entsprechend dem Aufwand und Nutzen vorzugehen.“

Während viele Firmen bei Facebook das Verhältnis von Aufwand zum Nutzen als sehr kritisch sehen und sich eher wieder zurückziehen, sah der letzte BDPh-Vorstand dies als ideale Werbeplattform, obwohl er bisher, hätte er eine Einladung zu einer Feier gepostet, bei diesem riesigen „Freundeskreis“ wohl keinen Polizeieinsatz provoziert.

Michael Lenke, den beide Teams für kompetent in diesen Fragen halten, meint dazu ganz knapp: „Bei Facebook werden Sie mich persönlich aus Datenschutzgründen nicht finden.“ Da hat er wohl nicht unrecht!

Samuel Fleischhacker

U-Bahn trifft Briefmarken

Motivphilatelie – ein Exkurs

Freunde der Motivphilatelie haben es nicht leicht. Hört man doch zu oft Argumente der Ländersammler das sei Kinderkram, postgeschichtlich nicht relevant und einem echten Philatelisten nicht würdig. Das ist natürlich subjektiv und jedem selbst überlassen, aber es gibt genug Themen, da ist für jeden etwas dabei, man muss nur wollen und es braucht ein Konzept um sich nicht zu verzetteln.

Warum gerade U-Bahnen?

Es gibt sehr viele Motivthemen, manche sind sehr beliebt und andere wiederum exotisch. Die Häufigkeit der gesuchten Motive bestimmt natürlich auch den Aufwand für einen Motivsammler. Häufige Themen wie Bauwerke, Fahrzeuge, Eisenbahn, Pflanzen usw. ergeben eine schier unübersichtliche Vielfalt an erhältlicher Ware, inkl. diverser Publikationen wie Spezialkataloge und mitunter gut sortierte Themenbereiche bei den Händlern. Aber eben auch viele Interessenten und damit viel Konkurrenz bei Auktionen und Messen.

Ein exotisches Thema dagegen ist viel aufwändiger zu bearbeiten, denn es gibt selten unterstützendes Material, das Angebot an sich ist dafür überschaubar und intensives Suchen gehört zum Programm.

Und genau da lag der Reiz – ein Unterthema der Eisenbahnphilatelie. Da mich das Thema U-Bahn auch von der technischen Seite sehr interessiert, liegt es nahe hier zwei Interessensgebiete miteinander zu verbinden. Nur ein Grund abseits der Ländersammlungen mal was anderes zu probieren.

Das Motto lautet daher: U-Bahn trifft Briefmarke oder besser Tube meets stamp?

Definition des Motivs – was ist eine U-Bahn?

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Hier steht und fällt die Auswahl an Material – quasi ein Stellrad um den Umfang der zu erstrebenden Sammlung von vornherein zu bestimmen. Der Begriff U-Bahn ist klar definiert, wird jedoch oft falsch angewendet. Das „U“ steht im Übrigen nicht für Untergrund – sondern für Unterpflaster… sprich die ersten U-Bahnen waren eigentlich „Unter dem Pflaster fahrende Bahnen“. In London, der ältesten U-Bahn der Welt, waren es Dampfzüge die unter das Kopfsteinpflaster der stetig wachsenden Stadt verlegt wurden. Und nicht jede Stadtbahn oder Tram die einen Tunnel hat ist eine U-Bahn. Nein, sie muss absolut kreuzungsfrei zum restlichen Individualverkehr angelegt sein, den Großteil der Strecken im Unterirdischen haben inklusive Tunnelbahnhöfen und separates Fahrzeugmaterial.

Abgrenzung des Sammelgebietes

Da es bei den Motivthemen selten ein vorgegebenes System gibt, gilt es sich vorab Gedanken zu machen was eigentlich das Ziel der Motivsammlung sein soll. Als Erstes gilt es, sich einen Marktüberblick zu beschaffen was denn überhaupt an Material erhältlich ist. Was nützt es denn, wenn ich die Entwicklung der Münchner U-Bahn dokumentieren will, wenn Deutschland gerade mal eine einzige U-Bahn-Marke herausgegeben hat (BRD, 100 Jahre Berliner U-Bahn, 2002), rechnet man Berlin als Sammelgebiet dazu, sind es gar zwei Ausgaben (1971, Berliner U-Bahnzug). Hier bieten sich dann eher die vielen erhältlichen Belege an. Anhand der vielen Sonderstempel und Dokumentationen einschlägiger Vereine lässt sich da schon etwas aufbauen.

Nehmen wir das Beispiel Wien. Bei den Wiener Linien gab es bis vor ein paar Jahren eine eigene philatelistische Abteilung, die es sich auf die Fahnen schrieb, die Entwick­lung der Wiener U-Bahn ausführlich zu dokumentieren. Deren Arbeit ist heute das Rückgrat meiner Sammlung. Obwohl es in Österreich nur eine einzige offizielle U-Bahn-Marke gab (1978, Wiener U-Bahnzug) ist die Vielfalt an optisch sehr schönen Belegen mit Sonderstempeln und passenden Cachets unübertroffen.

Die U-Bahnen von München, Nürnberg und Berlin sind ebenfalls von unterschiedlichen Institutionen ausreichend mit Dokumentationsmaterial am Markt zu finden. In München zum Bsp. war es das Baureferat Abteilung U-Bahn-Bau die hier agiert haben, um die Sammlerwelt zu bereichern.

Ein weiterer Aspekt ist die Kunst in den Metrostationen, allen voran die russischen Städte, aber auch in Südamerika finden sich zahlreiche Kunstobjekte in den Bahnhöfen als Verzierung und Teil der Architektur. In Nordeuropa ist hier Stockholm besonders zu erwähnen. Was die Moderne Kunst anbelangt hat München in letzter Zeit einiges an exotisch anmutender Bahnhofskunst vorzuweisen.

Ebenfalls wichtig ist die Unterscheidung und Abgrenzung der technisch verwandten Systeme U-Bahn und LRT/MRT, den sogenannten Nahverkehrsnetzen mit leichten Triebwagen, Monorailsystemen und diverser Stadtbahnen, die auch in Teilen in Tunneln geführt werden.

Ein interessanter Ansatz kann ein einzelnes Liniennetz sein mit allen länderübergreifend verfügbaren Motiven hierzu (hier bietet sich allen voran London an).

Motivbezug zum Herausgeberland

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Nehmen wir doch mal Großbritannien – dem Geburtsland der Briefmarke. Die in London so geliebte U-Bahn musste erst 150 Jahre alt werden, damit auch die Briten seit 2013 ihre geliebte Tube auf Briefmarken made in UK umfassend huldigen können. Mit Ausnahme einer stilistischen Abbildung des Netzplanes im Jahr 2009 war bis dahin nichts dergleichen zu finden. Und das,  obwohl beides seit 1863 parallel existiert.

Anders in der alten Sowjetunion. Die haben bereits ab 1935 immer wieder ihre Metrostationen und die eingesetzten Züge auf Briefmarken verewigt und so bereits früh philatelistisch die Entwicklung des Moskauer Metronetzes gewürdigt.
Es gibt aber auch Länder, die überhaupt kein U-Bahnsystem vorweisen können und trotzdem reichlich Motive zum Thema auf ihren Länderausgaben präsentieren, nicht zuletzt aus Gründen der Devisenbeschaffung. (Sao Tome e Principe, die Comoren, Cuba u.v.a.)
Länder mit U-Bahnsystemen ohne passende Motive auf den Briefmarken gibt es ebenfalls, Italien (Rom), um mal ein Bsp. zu nennen.

Die Briefmarken-Ausgaben

Die meisten der derzeit gut 300 verschiedenen Briefmarken im Motivbereich U-Bahn zeigen die eingesetzten Fahrzeuge auf den Netzen, die teils recht prunkvollen Bahnhöfe (Moskau, St. Petersburg) oder Teile des eröffneten Liniennetzes (Ägypten). Ausgabeanlass ist meist eine Neueröffnung von Bahnhöfen oder ergänzenden Streckenabschnitten, neue Linien oder Jubiläen wie jetzt zu 150 Jahre Londoner Tube.

Neben einzelnen Briefmarken gibt es zahlreiche Blockausgaben und Kleinbogen, dazu passend die FDC-Ausgaben und speziell in der Sowjetunion gab es eine Vielzahl an Ganzsachen mit aufwändig gestalteten Metromotiven.

Ein paar Fakten: Die meisten Einzelmarken und Ganzsachen kommen im Übrigen aus der Sowjetunion, die meisten Blocks aus St. Vincent & The Grenadines, und Österreich hat die höchste Vielfalt an Belegen, gefolgt von München.

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Der größte am Stück verwendbare Kleinbogen stammt aus Argentinien (ein Wandrelief aus Kacheln, Subway arts) und die kleinste U-Bahnmarke kommt aus Chile (48x30mm).
Spezialitäten

Auch in der Motivphilatelie kommt es immer wieder zu interessanten Ereignissen, die es ermöglichen, etwas Besonderes in die Sammlung zu bekommen. So gab es in Wien 1991 eine Veranstaltung mit Sonderpostbeförderung durch die U3, mit passendem SST und offiziellem Zudruck.

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Auch eine Ballonfahrt wurde mit einem U-Bahn-Beleg schon dokumentiert. Schwarzdrucke, Farbprobedrucke und zahnlose Gesellen finden sich auf dem Markt, um die Sammlung etwas anzureichern. Auch die in Österreich erhältlichen personalisierten Marken haben schon so manchen hübschen Beleg entstehen lassen, passend zur Marke, gemäß dem Anlass.

Wie sammelt man Motive?

Hier gibt es vielerlei Ansätze, um seine Schätze angemessen zu präsentieren. Da beim Thema U-Bahn eine überschaubare Anzahl von Einzelmarken und Blocks zu verzeichnen sind, dazu noch einige Hundert Belege inklusive der Schmuck-FDC und der russischen Ganzsachen, bietet es sich an, die Sammlung rein optisch nach Ausstellungskriterien aufzuziehen.

Dabei müssen die zu gestaltenden Blätter längst nicht den offiziellen Kriterien entsprechen. Erlaubt ist, was Spaß macht. Die heutige Technik eröffnet einem hier unzählige Möglichkeiten. Die Ausstellung findet quasi nur im eigenen Wohnzimmer oder auch online statt. Die Vielfalt der Gestaltungsmöglichkeiten steht hier im Vordergrund. Auf einer offenen Werbeausstellung kann man dann auch mal seine Werke der breiten Öffentlichkeit präsentieren.

Literatur

Wer sich auf die Bühne der motivlichen Nischenthemen wagt, hat meist ein großes Handicap – es gibt keine passende philatelistische Literatur, die einem beim Aufbau der Sammlung weiter hilft. Hier ist Kreativität gefragt und die Frage nach dem „Wie“ stellt sich erneut. Es gibt jedoch zum Thema U-Bahn sehr viel begleitende Fachbücher, um das Drumherum zu recherchieren und so seine Sammlung auf der Basis von Fakten zu erstellen, in Bezug auf Chronologie der Netzentwicklung, um nur ein Beispiel zu nennen. Den notwendigen Katalog zur Orientierung habe ich anhand umfangreicher Recherchen selbst erstellt.

Marktüberblick

Neben den bekannten Quellen bei einschlägigen Vereinen mit Bezug zum Thema Eisenbahn und U-Bahn ist der Markt verhältnismäßig übersichtlich und gut beherrsch­bar, vor allem auch aus der finanziellen Sicht. Wenn man von einem etwas teureren Satz der Metro Moskau mal absieht, sind die Ausgaben mit Bezug zur U-Bahn allesamt taschengeldfreundlich und damit auch für jüngere Sammler interessant.

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Das Internet ermöglicht hier, gut die Preise speziell bei Neuausgaben zu vergleichen und der Bezug auch exotischer Länder wird über diverse Auktionsplattformen erleichtert. Der Gang zum örtlichen Händler wird bei Geduld auch von Erfolg gekrönt, denn viele Sammler haben mitunter interessante Belege in der veräußerten Sammlung, nur eben ohne wissentlichen Bezug zum Thema.

Weiterführende Informationen

Eine Übersicht der gesamten Markenvielfalt finden sich auf der Homepage des Autors: http://www.metrophila.de Die Seite wird Zug um Zug ausgebaut. Zu jedem Land gibt es ergänzende Informationen über das U-Bahnnetz. Bei Interesse sprechen Sie mich einfach an.

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Martin Praml

MISSENT TO KOREA
 

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Postalisch gesehen hat Südafrika mit einer Lotterie gemein, dass ohne Glück nichts geht. Selbst ein Einschreiben ist doch recht oft einfach eine Niete. Mit Wertbriefen ist die Aussicht auf einen Gewinn, heißt ordnungsgemäße Ablage im Postfach, recht sicher.

Nachdem nun der länger währende Poststreik, nach dessen Ende oft die liegengebliebene Post einfach verbrannt wird, schon seit einiger Zeit beendet ist, sollte so ein Wertbrief nach drei Wochen doch zugestellt worden sein. Aber ein Blick in die Sendungsverfolgung lies nichts Gutes vermuten. Dahin sollte er wahrhaftig nicht gelangen.
Aber wie kam das?
 

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Der Einlieferungsbeleg brachte die Lösung: SD heißt Sudan, ZA wäre die Lösung gewesen. Zumindest auf der Webseite der Schweizer Post erfährt man, dass die Post­anstalten wohl die Ländercodes nach ISO 3166 verwenden. Da hat sich die freundliche Dame im Penny-Postshop die Suche im Computer etwas zu leicht gemacht.

Zwei Tage nach Abgabe des Nachforschungsauftrags endlich die Nachricht, dass die Sendung in Südafrika eingetroffen war. Merkwürdig war nur der Stempelaufdruck: „MISSENT TO KOREA“.

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Zusammen mit der Nachricht, dass die Sendung eingetroffen wäre, stellte ich der Deutschen Post die Frage, wie sie es geschafft hat, die Sendung nach Korea zu schicken. Das konnten sie sich zwar auch nicht erklären, aber sie entschuldigten sich und überreichten 10 x 58 Ct-Marken zum Trost.

Samuel Fleischhacker

Kennwort: Falsch (31)
 
Informationen und Warnmeldungen des
Bundes Deutscher Philatelisten e. V.
 
Burgen und Schlösser
Markenheftchen - Rollenenden

Markenheftchen (MH) - 22d mit überbreitem Ausgleichzahn (AZ) wurde zum MH 22d mit spitzem AZ nachgezähnt.

Heftchenblätter mit spitzem AZ von billigen MH-Serien wurden und werden in Deckel von MH 22d eingeklebt. Mit Fingerspitzengefühl sind dadurch Unebenheiten auf dem Kleberand spürbar.

5stellige zu breit und zu gut gedruckte Randziffern mit AZ oben sind immer falsch!
Rote Zählbalken und Steuerstriche auf den Deckelvarianten sind manchmal „Heimarbeit",

„Saftgrüne" Rollenenden können von billigen Sorten der „Unfall-Dauerserie" stammen.

Es könnte das .saftige" Ende Ihrer Rolle als Philatelist sein, wenn Sie falsche Ausgleichszähne in falschen MH-Deckeln kaufen!

Unbekannte Plattenfehler (61)

Originalmarke:
MICHEL®-Nr. 26 / 33

Plattenfehler:
Die rechte Randecke oben ist offen und dadurch der obere Querbalken des „E“ mit dem Rand verbunden.

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Neues vom MICHEL
 

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100. Ausgabe des MICHEL-Deutschland-Katalogs 2013/2014 (in Farbe) inkl. CD und Sonderheft – ISBN 978-3-95402-054-6 – Umfang ca. 1086 Seiten – mit ca. 10 000 far­bigen Abbildungen und über 60 400 Preisnotierungen, noch mehr Inhalt!
Mit MICHELsoft easy, bekannt aus der Computerbild!

Zu dieser 100. Ausgabe mit ca. 60-seitigem Sonderheft mit einem Fachbeitrag, in dem Christian E. Geigle, Präsident des Bundes Philatelistischer Prüfer, Einblick gewährt in die Welt der Briefmarkenfälschungen und Fälschungsbekämpfung.
46,- €

Im Set: Schweiz-Spezial-Katalog 2013/2014 & MICHEL-LBK-Liechtenstein-Katalog 2013/2014 – ISBN 978-3-95402-049-2 – Umfang etwa 980 Seiten mit etwa 7 000 far­bigen Abbildungen und rund 72 000 Preisnotierungen
Zusammenarbeit mit dem LBK-Katalog/ Liechtensteinische Post
zusammen 68,- €
 

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MICHEL-Prifix Luxemburg 2013/2014 – ISBN 978-3-95402-071-3 – 3. Aufl., in Farbe – ca. 192 Seiten – in Zusammenarbeit des deutschen MICHEL-Katalogs mit dem luxemburgischen Prifix-Katalog

  • Zweisprachig: Deutsch und Französisch
  • Inhalt: Briefmarkenausgaben Luxemburgs von 1852 bis 2013 einschließlich der deutschen Besetzungsausgaben im Zweiten Weltkrieg
  • Katalogisierung folgt dem bekannten MICHEL-Schema: Kopftext, Farbabbildung, ausführliche Bildbeschreibung, MiNr. usw.
  • Ergänzung sehr vieler Auflagezahlen
  • Neue hochauflösende Farbabbildungen
  • Handliches Format mit übersichtlichem modernen Layout
  • Inklusive „Schatzkästchen“ mit internationalen Auktionsergebnissen
  • Rund 1100 Abbildungen und über 5500 Preisnotierungen
  • Neuheiten-Katalogisierung bis MiR 6/2013

25,- €

Rollenmarken-Katalog Deutschland 2013 – lieferbar ab 21.8.2013 –
ISBN 978-3-95402-021-8 – Umfang ca. 480 Seiten mit rund 28 000 Preisnotierungen für postfrische und gestempelte Rollenmarken sowie für die selbstklebenden Markenausgaben

Neuauflage nach 7-jähriger Pause

  • Änderungen und Korrekturen in allen Gebieten
  • Besonders ausführliche Darstellung der Serie "Sehenswürdigkeiten“
  • Ausgaben bis Ende 2012 enthalten
  • Zusätzliche Katalogisierung von sogenannten „Versuchsmarken“

Rollen-Einzelmarken (mit gerader, mit ungerader bzw. ohne Nummer) bei gleichzeiti­ger Angabe der Rollengrößen, 3er-Striefen, 5er-Streifen, 6er-Streifen, 11er-Streifen, Rollenenden mit Leerfeldern (diese bei Vorkommen nach Farbe sowie mit bzw. ohne rotem Adlerstempel unterteilt), Rollenanfang, Paare mit Ausgleichszähnung, amtliche Flickstellen, unterschiedliche Gummierung, Banderolen, Verschlussteller werden hier ausführlich beschrieben. Zusätzliche Katalogisierung von sog. "Versuchsmarken".
Inhalt: Deutsches Reich, Besetzungsausgabe Ostland, Berlin, Deutsche Demokratische Republik, Bundesrepublik Deutschland.
54,- €

Handbuch - Blocks und Kleinbogen Deutschland – ISBN 978-3-95402-035-5 – Umfang: ca. 302 Seiten, etwa 1000 farbige Abbildungen und rund 9000 Preisnotierungen
Erstmalig aufgelegt

  • Umfangreiche Informationen über Block und Kleinbogenausgaben der deutschen Sammelgebiete
  • Katalogisierung der Zusammendrucke von Blockmarken
  • Ausführliche Darstellung von Abarten und Besonderheiten

Inhalt: Deutsches Reich, Freie Stadt Danzig, Böhmen und Mähren, Generalgouvernement, Sudetenland, Deutsche Besetzungsausgaben 1939/1945, Propagandafälschungen, Lokalausgaben, Alliierte Besetzung - Gemeinschaftsausgaben, Sowjetische Zone, DDR, Berlin, Saarland, Franz. Zone, Amerik. und Brit. Zone, BRD
69,80 €

Gerade die erstmals genannten Preise für Zusammendrucke aus Blockmarken sind gerade für Verkäufer interessant: So war bisher ein Block 5 Berlin mit Falz am Bogenrand mit 500.- € notiert, Jetzt sind aber nur die drei Marken Nr. 68, 69 und 70 aus Block 5 zusammenhängend postfrisch immerhin mit 750.- € notiert. Auch gibt es Ergänzungen zu einigen Blöcken, wie z.B. bei BRD Bl. 3 Notierungen für Verschnitt durch Bogenumschlag oder verschobenem Schwarzdruck, die im Deutschland Spezial fehlen. Damit kostet dann „Deutschland-Spezial“ in 2 + 1 = drei Bänden knapp 230.- €.

Besonders interessant im neuen MICHEL-Katalogangebot ist die nun gelungene Kooperation des Schwaneberger Verlags mit ausländischen Kataloganbietern. Ob sich Stanley-Gibbons oder Scott auch dazu herablässt?

Preisangaben ohne Gewähr!

Samuel Fleischhacker

Herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag:

Zwei Geburtstagskinder hätten wir, diese wollen im Vereinsboten und auf unserer Internetseite aber nicht genannt werden.

Interessante Tauschtage (Auswahl):
 

17.11.2013

Regensburg

Philatelisten-Vereinigung Regensburg e.V.

23.11.2013

Kempten

Briefmarkensammler-Verein Kempten e.V.

24.11.2013

München

Ansichtskarten-Sammlerbörse München

01.12.2013

Erding

Briefmarken- und Münzensammlerverein Erding e.V.

08.12.2013

Ottobrunn

Briefmarken- und Münzensammlerverein Ottobrunn e.V.

06.01.2014

Traunreuth

Traunreuther Briefmarken- und Münzsammlerverein e.V.

12.01.2014

München

ARGE Münchener Briefmarkenvereine e.V.

02.02.2014

München

Postwertzeichen-Sammlerverein Siemens München e.V.

09.02.2014

Rosenheim

Philatelistenverein Rosenheim e.V.

16.02.2014

Rotthalmünster

Sammlergemeinschaft Rotthalmünster e.V.

23.02.2014

Germering

Germeringer Briefmarkenfreunde e.V.


Neuer FEPA-Vorstand in Madrid gewählt!

Nach zwölf Jahren trat der bisherige Präsident Jörgen Jörgensen aus Dänemark nicht mehr an. Als sein Nachfolger wurde einstimmig José Ramon Moreno aus Spanien gewählt, sein Stellverteter und Vizepräsident ist der bisherige Direktor Dr. Giancarlo Morolli aus Italien, Schatzmeister ist künftig Alfred Kunz aus Österreich und als Sekretär / Geschäftsführer steht Bojan Bracic aus Slowenien weiter zur Verfügung. Deren einstimmiger Wahl standen fünf Kandidaten für die ebenfalls zu wählenden Direktorenposten gegenüber. Das Rennen machten Birthe King aus Großbritannien - die erste Frau im FEPA-Vorstand - sowie Nicos Rangos aus Zypern.

Samuel Fleischhacker

BRD: Geplante Sondermarken-Themen 2014

Stand: 6. November 2012 (noch ohne Ausgabetage und Wertstufen):

Sondermarken:
1250 Jahre Kloster Lorsch
600 Jahre Konstanzer Konzil (mit Gedenkmünze)
300. Geburtstag Christoph Willibald Gluck
300 Jahre Einführung der Fahrenheit-Skala (mit Gedenkmünze)
300 Jahre externe Finanzkontrolle
250. Geburtstag Johann Gottfried Schadow (mit Gedenkmünze)
200. Geburtstag Julius Robert Mayer
175 Jahre erste deutsche Ferneisenbahn
150. Geburtstag Max Weber
150. Geburtstag Ricarda Huch
150. Geburtstag Richard Strauss (mit Gedenkmünze)
100 Jahre Fagus-Werk
100 Jahre Schachtschleuse Minden
50 Jahre Aktion Mensch
Der kleine Prinz
Evangelische Posaunenchöre
„Frieden“ (Arbeitstitel für Gedenken 1914)
Motive von Peter Gaymann (2Marken)
UNESCO Buchenwälder
Wiederansiedlung der Fischarten Lachs, Meeresforelle und Aal
Winterstimmung / Weihnachtsgrüße

Serien:
Serie „Aktuelles Thema“ (2 Marken)
Serie „Burgen und Schlösser“:
Stolzenfels am Rhein und Albrechtsburg Meißen (2 Marken)
Serie „Deutschlands schönste Panoramen“:
Bremen Marktplatz und Dresden Elbpanorama (4 Marken)
Serie „Europa“: Musikinstrumente
Serie „Leuchttürme“: Buk und Pellworm (2 Marken)
Serie „Schätze aus deutschen Museen“: Erschaffung der Tiere (Meister Bertram),
Heimsuchung (Rogier van der Weiden) (2 Marken)
Serie „Tag der Briefmarke“
Serie „Tierkinder“ (2Marken)
Serie „Wildes Deutschland“: Pfälzer Wald und Odertal (2 Marken)

Gemeinschaftsmarke:
Lindauer Bote (Gemeinschaftsmarke mit Österreich,
Schweiz, Italien und Liechtenstein)

Plusmarken / Zuschlagsmarken:
Serie „Für den Sport“: Motive von Uli Stein (3 Marken)
Serie „Für den Umweltschutz“: Wasser ist Leben
Serie „Für die Jugend“: Motive aus Werken von Michael Ende (3 Marken)
Serie „Für die Wohlfahrtspflege“ Wohlfahrtsmarken 2014:
Grimms Märchen – Hänsel und Gretel (mit Gedenkmünze) (3 Marken)
Serie „Weihnachten“

Deutsche Post: Porto 2014

Die Verbraucher in Deutschland müssen in den nächsten fünf Jahren mit steigenden Briefpreisen rechnen. Hintergrund ist ein Vorschlag der Bundesnetzagentur, der der Deutschen Post für die kommenden fünf Jahre mehr Spielraum für Portoerhöhungen gibt als bisher.

Die Bundesnetzagentur steckt als Regulierungsbehörde für den Briefmarkt den Rahmen ab, in dem sich Erhöhungen der Briefporti der Deutschen Post ab 2014 bewegen können. Leitplanken sollen nach dem aktuellen Vorschlag die Inflationsrate sowie Produktivitätsfortschritte der Post sein, die die Bundesnetzagentur mit 0,2 Prozent veranschlagt - und damit niedriger ansetzt als in den vergangenen Jahren. Damit könnte der Spielraum für Portoerhöhungen steigen: Das nun über fünf Jahre festgeschriebene Pro­duktivitätsplus wird von der Bundesnetzagentur von der Inflationsrate abgezogen. Für 2014 erwarten die Wirtschaftsforschungsinstitute eine Inflationsrate von 1,9 Prozent für die Bundesrepublik.