Oktober 2012

Vereinsbote - Oktober 2012 - 25. Jahrg. - Nr. 100

Inhaltsverzeichnis:
Portoerhöhung zum 1.1.2013
100. Ausgabe des Vereinsboten
Mitgliederbefragung
Herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag
16.11.2012 – Vereinsinterne Auktion!
100 Jahre Bayerische Postgeschichte (52)
Was man so alles über Briefmarken findet
Interessante Tauschtage (Auswahl):
Kennwort: Falsch (27)
MICHEL Übersee-Katalog 7/1, 7/2
Unbekannte Plattenfehler (57)

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Portoerhöhung zum 1.1.2013

Der Deutschen Post wurde von der Bundesnetzagentur erstmals seit 15 Jahren eine moderate Portoerhöhung zum 1. Januar 2013 zugestanden.

Der Standardbrief 20 gr erhöht sich von -,55 € auf -,58 €, der Maxibrief 1000 gr von 2,20 € auf 2,40 €, Kompaktbriefe 50 gr ins Ausland von 1,45 € auf 1,50 €. Auch die Kilotarife International, Presse und Buch International und die Zusatzleistungen Eil - und Nachnahme International steigen.

Aufgrund einer Entscheidung der Regulierungsbehörde dürfen inhaltsgleiche Rechnungen nicht mehr als Infobrief versandt werden. Zusammen mit der Umsatzsteuerpflicht für Infobriefe (Infobrief-Groß 1,61 € zu Großbrief 1,45 €) sieht die Deutsche Post die Rahmenbedingungen so stark geändert, dass sie das Produkt Infobrief (auch International) zum 31.12.2012 einstellt. Sie schlägt ein Ausweichen auf Infopost (mit verringerter Einlieferungsmenge) oder ihre Basisprodukte vor. Inhaltsgleiche Rechnungen dürfen ab 1.1.2013 aber auch nicht mehr mit Infopost verschickt werden!

Was uns als Verein treffen wird ist, dass die Büchersendung Standard (-,45 €) und Kompakt (-,60 €), wie auch die Warensendung Standard, weil kaum nachgefragt, entfallen. Die verbleibende Büchersendung Groß (-,85 € unverändert) als Alternative erhöht unsere Portokosten zukünftig um fast 42 %.

Schon jetzt jammern Firmen massiv, dass sich 2013 auch die Porti für die besonders von ihnen genutzten Express-Sendungen um im Schnitt 4,9 % erhöhen und Portostufen für leichtere Sendungen entfallen sollen. Bleibt nur als Trost, dass auch die Mitwettbewerber der Deutschen Post ähnlich erhöhen wollen.

Unbestritten ist, dass Email und SMS das Briefaufkommen immer mehr verringern. Nicht übersehen werden darf dabei aber, dass durch den boomenden Online-Handel das Paketaufkommen der Deutschen Post wächst, das in Deutschland Teil der Briefsparte ist.
Laut http://www.deutschepost.de/dpag?xmlFile=1024682 gibt es ab 2.11.2012 58-Cent-Marken und 3-Cent-Ergänzungsmarken, letztere naßklebend in Rolle oder als selbstklebendes 20er Markenset mit dem schlichten Motiv der Ziffer 3 und den Inschriften Deutschland und 3 Cent.

S. Fleischhacker

100. Ausgabe des Vereinsboten

Im Februar 1988 gab es die Nummer 1 des Vereinsboten, eine Ergänzung zu unseren Vereinsabenden, als Informationsblatt mit Tipps und Anregungen rund um unser Hobby, damit alle über das Vereinsgeschehen auf dem Laufenden gehalten werden.

Über was wurde damals berichtet?

Er begann mit einer Vorschau auf das Jahr und dem Hinweis auf den Großtauschtag mit Werbeschau am Sonntag, den 28. Februar 1988, in den Räumen der Kirchenschule und der Jugendwoche der Gemeinde Germering mit einer kleinen Ausstellung. Zum Großtauschtag gab es auf Seite 3 noch einen eigenen Artikel, in welchem dringend Helfer zum Aufbau und Aussteller von Exponaten ('… muss ja nicht gleich ein Rang-1-Exponat sein') gesucht wurden.

Weiter waren die Briefmarken-Neuerscheinungen 1988 der Deutschen Bundespost und der Deutschen Bundespost Berlin wichtig, vereinsintern waren es die Termine der Tauschabende und der Jahreshauptversammlung.

Ein uns allen bekannter Herr – Erwin Götzinger – bat dringend, den Mitgliedsbeitrag von 28,- DM bis spätestens 31. März 1988 zu überweisen. Erfreulich, dass der Mitgliedsbeitrag auch jetzt noch in gleicher Höhe fällig ist – nur: Aus den DM wurden mittlerweile €. Man verzeihe mir diesen Spaß.

Gesucht wurde mit einem Wettbewerb ein Vereinszeichen, Wappen, Emblem oder wie man es nennen möchte. Offensichtlich war er erfolgreich. Wir haben eines!

In der Rubrik '… Aus aller Welt …' gab es Neuigkeiten aus der Bundesrepublik Deutschland (Katalog der deutschen Firmenlochungen), der Bundesrepublik Deutschland (Literatur-Nachrichten Band 48), der Bundesrepublik Deutschland (Angebote von Literatur in deutschen Auktionskatalogen), der Bundesrepublik Deutschland (Druckwerkeverzeichnis der DBP) und den USA (Zwei Gemeinschaftsausgaben und bild­gleiche Marken mit Australien, Schweden und Finnland). Die Welt war damals wohl noch etwas kleiner und die Bundesrepublik wohl das Hauptsammelgebiet.

Dass sich jeder für das eine mehr interessiert und für das andere weniger, war damals schon Thema. Die Spezialisierung wird mittlerweile erheblich zugenommen, die Sammelgebiete sich ausgeweitet haben. Auktionen und Online-Käufe haben die Vereine und ihre Tauschzirkel als fast alleinige Bezugsquelle längst abgelöst. Ihre Berechtigung als Informationsquelle und Beratungsinstitution hat dadurch eher zugenommen.

Unverändert bis heute blieben die Wünsche, sich am Vereinsboten mit Vorschlägen und Artikeln zu beteiligen und häufiger die Vereinsabende zu besuchen.

Zur Ausgabe des jetzigen Vereinsboten gibt es eine Werbe-MarkeIndividuell der Germeringer Briefmarkenfreunde e.V., die jedes Vereinsmitglied zum Obulus von 2,- € erwerben kann, solange der Vorrat reicht.

S. Fleischhacker

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Mitgliederbefragung

Erwin Götzinger hat unsere Mitgliederbefragung ausgewertet.

Die Teilnahme mit 22 ausgefüllten Fragebogen ( = 25 %) war nicht gerade überwältigend. Grund für einen Betritt zu unserem Verein waren Fachkompetenz, Geselligkeit und das Angebot preiswerter Marken. Das spiegelt sich auch in der Erwartungshaltung gegenüber dem Verein: Fachkenntnisse, Beratung und – danke sehr! – unser Vereinsbote. Vorträge und Ehrungen hatten einige Befürworter, aber fast gleich viele legen darauf keinen Wert.

An den Vereinsabenden sollen Sammler ihr Sammelgebiet vorstellen und über Sammlertrends und Marktbeobachtungen informiert werden. Nur von einem Mitglied wurde ein zweiter Großtauschtag angeregt und Lautsprecherdurchsagen sollten möglich sein. Bei den Vereinsauktionen solle besseres Material eingeliefert werden. Ein Vereinsausflug wurde nur einmal gewünscht, oder man sollte zusammen eine Besichtigung vornehmen.

Zuwenig Zeit, zu beschwerlich, weil er zu spät – vor allem im Winter – beginnt, weil Freitag ungünstig ist, es zu wenig zu tauschen und zu kaufen gibt, das hindert einige, zu den Vereinsabenden zu kommen.

2/3 der Antwortenden besuchen unsere Internetseite. Mehr Information und Berichte - auch - über unsere Vereinsabende werden gewünscht.

Die Mehrheit will mehr Reklame für den Verein. Da etliche der Vorschläge mit Kosten verbunden sind, andere – z.B. die Neubürgerversammlung und das Stadtfest, die beide erfolglos waren – Freiwillige erfordern, die trotzdem motiviert mitmachen, sei dies ein Thema für die nächste Mitgliederversammlung.

Erstaunlich war, dass zur neuen „Jahres-Anfangs-Feier“ und zu unserer Vereinsbibliothek (Fachliteratur und Kataloge) keine Fragen oder Anregungen kamen. Hoffen wir also, dass alle damit zufrieden sind.

Im zweiten Fragebogen zur Veröffentlichung von Glückwünschen bzw. leider auch mal Trauermitteilungen im Vereinsboten gaben nur 20, zur Veröffentlichung auch im Internet nur 12 Mitglieder ihre Erlaubnis. Deshalb können wir nun nachträglich vier von 26 alles Gute wünschen:

Herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag:

Herrn Erwin Rossmanith zum 86. Geburtstag
Herrn Eckart Jahn zum 70. Geburtstag
Herrn Karl Bäumer zum 83. Geburtstag
Herrn Lothar Hollrieder zum 81. Geburtstag

16.11.2012 – Vereinsinterne Auktion!

Brauchen Sie für die vielen Weihnachtsgeschenke Platz? Bringen Sie das, was andere noch brauchen können oder sogar dringend suchen mit zu unserer Versteigerung. Oder nutzen Sie die Gelegenheit und ersteigern sie die einmaligen Schnäppchen, welche die anderen mitbringen. Denken Sie daran: Frühzeitig einliefern, denn um 19 Uhr geht die Versteigerung bereits los.

100 Jahre Bayerische Postgeschichte (52)
(Zeitraum 1. März 1808 bis 31. Dezember 1908)
Sonstiger Dienstbereich

Markenverschleißstellen

Postwertzeichen-Automaten

(nur im Vereinsboten zu lesen)

Was man so alles über Briefmarken findet

1850 gab die Schweiz 2 1/2 Rappen-Marken in französischer (POSTE LOCALE) und deutscher (ORTS POST) Beschriftung auf gesonderten Bogen heraus. Die italienisch- und rätoromanischsprachigen Gebiete wurden nicht miteinbezogen. In der Folge wurde das Sprachenproblem mit der Inschrift FRANCO und dem lateinischen Landesnamen HELVETIA oder CONFOEDERATIO HELVETICA gelöst. Jedoch wurden 1939 die beiden Ausgaben zur Schweizerischen Landes ausstellung in Zürich jeweils mit deutschen, französischen und italienischen Inschriften ausgegeben.

Am 7.  Januar  1956 gibt die Oberpostdirektion Berlin das erste speziell für Sammler hergestellte Ersttagsblatt aus, aber nicht mit einer Berliner Marke, sondern der Stephan-Gedenkmarke der Deutschen Bundespost. Die folgenden Ersttagsblätter gab es dann mit Berliner Marken. Die Ersttagsblätter wurden 1959 eingestellt und erst 1975 erneut wieder aufgelegt.

Schon 1840 wurden in Großbritannien die ersten Dienstmarken gedruckt, Penny Black mit den Buchstaben VR anstelle von Sternchen in den oberen Ecken. Bis auf 21 Bogen wurden 1843 alle vernichtet, denn die Regierungsstellen verwende ten gewöhnliche Marken, die man später mit einer Krone und den Initialen der Ministerien perforierte. Zwischen 1882 und 1904 gab es überdruckte Marken für den Dienstgebrauch. Eine Sixpenny-Dienstmarke für das Erziehungsministerium wurde vorbereitet, kurz bevor man 1904 alle Dienstmarken aus dem Verkehr zog. Sie wurde nie ausgegeben. Es sollen jedoch 6  Specimen davon existieren.

Nach den ersten Versuchen mit rotierenden Schneiden und Lanzettenklingen 1847, mit einem nicht recht funktionierenden Kammperforator 1848 und weiteren erfolg reicheren Versuchen 1853 mit Penny-Marken wurden 1854 erstmals offiziell gezähnte Marken, wie wir sie heute kennen, eingeführt. Eigentlich müsste doch dann die Zäh nung in Löcher pro inch gemessen werden und nicht auf 2  cm Länge? Aber es war Dr. Jacques Amable Legrand, der 1866 in Paris einen Maßstab für den Perforationsabstand erfunden hat, das die Anzahl von Lochungen innerhalb von 2 cm Länge bestimmte und das seither allgemein von allen Philatelisten verwendet wird.

Interessante Tauschtage (Auswahl):

 13.10.2012 - 14.10.2012 Fürstenfeldbruck Briefmarken-Werbe-Ausstellung
                                            Sammlergilde St. Gabriel e.V., ArGe Christliche Motive
14.10.2012 Fürstenfeld-bruck Philatelistenverein Fürstenfeldbruck e.V.
14.10.2012 München TAUMA Tauschverbindung Münchener Briefmarkensammler e. V.
21.10.2012 Landsberg am Lech Briefmarkenverein Landsberg am Lech
21.10.2012 Kufstein Verein der Briefmarken- Münz- und 
                                            Ansichtskartensammler Kufstein
28.10.2012 Moosburg Briefmarken- und Münzensammlerclub Moosburg e.V.
03.11.2012 München Briefmarken- und Münzsammlerverein Neuperlach e. V.
04.11.2012 Freilassing Briefmarkensammelverein Tutmondo u.a.
04.11.2012 Kirchseeon Briefmarkensammler-Verein Grafing-Ebersberg e.V.
11.11.2012 Roth Briefmarkensammler-Verein Roth und Umgebung e.V.
11.11.2012 Rosenheim Briefmarkenschau Philatelistenverein Rosenheim e.V.
25.11.2012 Regensburg Philatelisten-Vereinigung Regensburg e.V.
02.12.2012 Erding Briefmarken- und Münzensammlerverein Erding
02.12.2012 Ausfall! Ottobrunn Briefmarken- und Münzsammlerverein Ottobrunn
                                            (Wurde auf den 30.09.2012 vorverlegt!)
 

Kennwort: Falsch (27)

Informationen und Warnmeldungen des
Bundes Deutscher Philatelisten e. V.

Block auf Brief – FDC-Maximumkarte

Schon immer konnte man gestempelte Blöcke nachträglich auf eine Unterlage kleben. Auch haben immer wieder „Marktlücken“ diesen „Aufklebern“ zur philatelistischen Pseudo-Seltenheit verholfen.

Fehlt der über den Rand gehende Stempel oder der zusätzliche gleiche Stempel beim FDC oder andere übliche Echtheitsmerkmale, kann der Beleg verfälscht sein.

Maximumkarten sind erst seit kurzem in unseren Sammlerkreisen so beliebt. Jetzt „macht“ man es möglich oder es ist in Vorbereitung – Alte Blöcke auf 1982er Papierunterlagen. Finden Sie das witzig?

Guter Wein baut Qualität durch Altern bei guter Lagerung in der Flasche aus. Alte Blöcke auf neugedruckter Unterlage verstoßen nicht gegen das Weingesetz.

Anmerkung:

Hier merkt man, dass diese Warnmeldungen schon einige Jahrzehnte – wie guter alter Wein – auf dem Buckel haben. Grundsätzlich richtig sind sie schon noch, aber die Wertschätzung von Ersttagsbriefen, Ersttagsblättern und Maximumkarten, von Ausnahmen abgesehen, hat sich mittlerweile arg relativiert.

MICHEL Übersee-Katalog 7/1, 7/2

Der neue MICHEL-Briefmarken-Katalog Übersee 7/1 Australien / Ozeanien / Antarktis (A–M) 2012/2013 (79,- €) umfasst die Gebiete Aitutaki, Australien, Australische Gebiete in der Antarktis, Britische Gebiete in der Antarktis, Cook-Inseln, Falklandinseln (mit Süd-Georgien und Süd-Sandwich-Inseln), Fidschi-Inseln, Französische Gebiete in der Antarktis, Französisch-Polynesien, Kiribati, Kokos-Inseln, Marshall-Inseln (Republik) und Mikronesien. Mit den Gilbert-Inseln, bisher als Anhang nach den Gilbert- und Elice-Inseln, beginnt nun Kiribati – ohne Änderung der MICHEL-Nummern.

Der im Oktober 2012 erscheinende MICHEL-Briefmarken-Katalog Übersee 7/2 Australien / Ozeanien / Antarktis (N–Z) 2012/2013 (79,- €) die Gebiete Nauru, Neukaledonien, Neuseeland, Niuafo’ou-Insel, Niue, Norfolk-Insel, Palau-Inseln, Papua Neuguinea, Penrhyn, Pitcairn, Ross-Gebiet, Salomoninseln, Samoa, Tokelau-Inseln, Tonga, Tuvalu, Vanuatu, Wallis und Futuna und Weihnachts-Insel.

Enthalten sind nun auch die deutschen Südseekolonien Karolinen, Marianen und Marshall-Inseln. Eine je nach Einteilung des Bücherschranks mehr oder weniger bedeutende Änderung ist die 2,5 cm größere Höhe des Katalogs. Aber wer sich regelmäßig alle MICHEL-Kataloge kauft, für den ist der Preis eines neuen Schranks eh nur marginal.

S. Fleischhacker

Unbekannte Plattenfehler (57)

Originalmarke:
Bayern Dienstmarke Nr. 24 / 29 / 42 / 43

Plattenfehler:
Am linken Fuß des rechten Löwen befindet sich etwa bei der Schwanzwurzel ein Farbdreieck.

VB1204b