Juli 2008

Vereinsbote - Juli 2008 - 21. Jahrg. - Nr. 83
 

Volksfesteinzug
Vereinsausflug nach Weiden geplant
60 Jahre Landesverband Bayerischer Philatelisten-Vereine e.V. - Landesverbandstag
Aus dem Strafgesetzbuch
Lexikon: Cancelled / Kantonalmarken
100 Jahre Bayerische Postgeschichte (39)
Tauschtage in der Umgebung
Unbekannte Plattenfehler
Briefmarkensammeln 1947
Postfilialen gehen in fremde Hände
Wenn die Mutter die Tochter erwischt
Urlaubsgrüße
Kennwort: Falsch (15)
 

Volksfesteinzug mit den Briefmarkenfreunden

Am Samstag, 12. Juli 2008, findet der traditionelle Einzug zum Volksfest in Germering statt. Nach dem Erfolg des letzten Jahres wäre es für uns eine weitere Bestätigung unseres Vereinslebens, wenn sich wieder viele Mitglieder zu diesem Umzug einfinden würden.
 
Treffpunkt zur Aufstellung für den Festzug ist wie immer auf dem Marktplatz vor der Stadthalle um 14 Uhr und der Abmarsch zum Volksfest ist dann um zirka 14.30 Uhr. Der Festzug verläuft wie üblich auf der Route Marktplatz - Untere Bahnhofstraße / Unterführung Kleiner Stachus - Kleinfeldstraße - Volksfestplatz.

Vereinsausflug nach Weiden geplant

Der diesjährige Vereinsausflug findet am Samstag 4. Oktober 2008 nach Weiden in der Oberpfalz zum

109. Deutschen Philatelistentag

statt. Auch für die Mitglieder der Vereine aus Fürstenfeldbruck und Dachau besteht wieder die Möglichkeit, mitzufahren. Aktuelles siehe unter dem Menüpunkt ‘Neuigkeiten’.

60 Jahre Landesverband Bayerischer Philatelisten-Vereine e.V.
 

Der Vorsitzende der Briefmarkensammler-Gemeinschaft Marktbreit, Hr. Stefan MIoschin, begrüßte die Mitgliederversammlung, insbesondere Hr. Franz Karl Lindner, Vizepräsident des BDPh, Hr. Michael Adler, Ehrenvorsitzender des BDPh und Ehrenmitglied des LV, die Ehrenmitglieder Hr. Benno Groß und Hr. Jörg Maier, den Bürgermeister von Marktbreit, Hr. Erich Hegwein und übergab dem 1. Vorsitzenden des LV, Hr. Ludwig Gambert im Auftrag der Vizepräsidentin des Bayerischen Landtags, Frau Barbara Stamm, dessen Ehrengabe zum 6Ojährigen Bestehen des Landesverbands Bayerischer Philatelisten-Vereine e.V.
 
Nach dem Grußwort des Bürgermeisters und dem Gedenken an die im letzten Jahr verstorbenen Mitglieder, besonders hervorgehoben Hr. Max Kiesel und Hr. Jörg Otto als bedeutende Philatelisten, hielt Hr. Walter Gabriel, Verein für Briefmarkenkunde v. 1880 e. V., die Festrede zum 60. Geburtstag des LV.
 

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In einer 50minütigen detaillierten Schilderung der Geschichte des LV und aller größeren Ereignisse der letzten 10 Jahre verurteilte er noch die Austritte aus der Philatelie, die gegenseitigen Vorwürfe innerhalb des Vorstands und sah die kommende neue Satzung als hoffnungsvollen Aufbruch in die Zukunft. In den zahlreichen Vereins- und Mitgliederaustritten sah er ein deutliches Nord-Südgefälle und befürchtete ein erneutes Aufkommen einer Spaltung Nord-Süd. Er schloss mit dem Aufruf: "Briefmarkensammeln sollte ein friedvolles Hobby sein".

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Nie eng mittlerweile die Vereine von Dachau, Fürstenfeldbruck, St. Ottilen und Germering zusammenarbeiten zeigt sich schon darin, dass sie - auch aus Kostengründen - in einer Fahrgemeinschaft angereist sind. Übrigens: Hr. Lippoldes prüft hier nicht seine mitgebrachte Keule, nein, er freut sich nur über sein Salzstangerl zum verspäteten Frühstück. Einigkeit herrschte auch bei der Wahl des Mittagessens, einem vorzüglichen Schweinebraten. Hier der Dank an die Briefmarkensammler-Gemeinschaft Marktbreit, die sich aufopfernd um die Organisation und das Wohl der Teilnehmer gekümmert hat.

Im Grußwort des Vizepräsidenten des BDPH, Herrn Franz-Karl Lindner, gab dieser eine knappe, aber dennoch ausführliche Darstellung der Leistungen des BDPh, die als Argumentationshilfe wertvoll ist und von ihm per Mail jederzeit abgefordert werden kann.

Um über den Jahresbericht des 1. Vorsitzenden Hr. Ludwig Gambert kürzer zu berichten: In langer - bekannter - Aufzählung die sicher berechtigten Vorwürfe über die mangelnde Zu- und Zusammenarbeit mit den Vereinen, wodurch die Belastung der ehrenamtlich tätigen Vorstandsmitglieder zu hoch ist. Er berichtete aber auch über Querelen zwischen LV und BDPh, auch entstanden mit dem Thema Hr. Lutz, über das der BDPh sehr verärgert war ohne zu bemerken, dass dieser nur noch Mitglied des BDPh, aber nicht mehr Mitglied in einem LV-Verein ist. Belastet ist das Verhältnis zum BDPh auch mit dem Thema nichtgemeldete Mitglieder. Eine Strafanzeige gegen LV-Vorstandsmitglieder wegen angeblicher Unregelmäßigkeiten wurde wie erwartet abgewiesen. Ein Zeitungsartikel hierzu war dem Vorstand bisher noch nicht bekannt.

Wichtig auch seine Erklärung, dass er nächstes Jahr nicht mehr zur Vorstandswahl antreten wird. Damit dürfte wohl ein spannender Wahlkampf beginnen.

Ergänzend zum Bericht des 2. Vorsitzenden wurde von Hr. Gambert seine Enthaltung bei der Entlastung des Bundesvorstands beim Bundesphilatelistentag in Wolfsburg erläutert.

Zu den Berichten der Fachstellen wurde auf die positive Resonanz der neu eingeführten Einführungsgespräche zu den Rang-Ausstellungen hingewiesen Ein Auftritt des LV zusammen mit dem Händlerverband auf der Senioren-Messe brachte nicht den erhofften Mitgliederzuwachs Dafür fanden sich aber viele Erben ein, die Briefmarkennachlässe an den Mann bringen wollten.

Zum Bericht der Beiräte wurde ergänzt, dass sich beim Tauschtag in Moosburg der LV-Vorstand vertreten lassen wollte, dies aber irgendwie nicht klappte. Zur schon länger verwaisten Beiratsstelle Region Oberbayern wurde erläutert, dass Hr. Schmadtke erst Ende Dezember die Niederlegung seines Amtes erklärte und auch begründete.

Warum dies uns erst auf der IBB München über die LV-Nachrichten offengelegt wurde, kam nicht zur Sprache. Da am Rande zu erfahren war, dass sich gegen unseren Beiratskandidaten Albert Kramhöller angeblich einige ostoberbayerische Vereine ausgesprochen hätten, sind die Vereine Dachau, Fürstenfeldbruck und Germering hoch erfreut, dass im neuverteilten LV-Handbuch der frühere Bereich Oberbayern-West wiedererstanden ist - hoffentlich nicht versehentlich. Auf der Heimfahrt haben sich die drei Vereine geeinigt, ihn als Beirat für unseren Bereich vorzuschlagen. Der vierte 'Verein' SSC - besser wohl die Bezeichnung Einzelmitglieder - sollten sich zunächst in geeigneter Form konstituieren. Als Beirat für Oberbayern-Ost wird sich sicherlich unter den Widersachern ein geeigneter Kandidat finden.

Herr Adler äußerte sich sehr lobend über die nun sehr aktive Philatelistische Akademie. Eine sehr kritische Aussage machte er zur Jugendarbeit. Es macht Sinn, in Kindern den Samen des Sammelns zu legen - Sinn als Zielgruppe für Neueintritte machen aber nicht Kinder, sondern vor allem 40- bis 50jährige Erwachsene. Als Ehrenvorsitzender des BDPh rief er die Mitgliederversammlung auf, mit dem BDPh zusammenzuarbeiten, und nicht gegeneinander.

Zum Bericht des Kassiers wurde darauf hingewiesen, dass die Tätigkeit des früheren Kassiers nicht - vor allem nicht strafrechtlich - zu beanstanden sei. Es gab zwar Unstimmigkeiten hinsichtlich einiger Buchungen, die jedoch keine weiteren Auswirkungen hätten.

Der Bericht der Kassenprüfer - von dem zunächst vermutet wurde, er sei bereits schriftlich verteilt - wurde nach einer kleinen Pause von Hr. Geier vorgetragen.

Die bereits vorgelegten Stimmzahlen wurden aktualisiert: Es ergaben sich 398 Stimmen, die vorgelegten Wahlscheine ergaben 90 Vereine mit 254 Stimmen.

Die Entlastung des Vorstands ergab folgendes:

1. Vorsitzender Ludwig Gambert 126 ja, 113 nein, 4 Enthaltungen
2. Vorsitzender Erhard Ansorge 182 ja, 47 nein, 12 Enthaltungen
Schatzmeister Roland Gleißner 241 ja, 0 nein, 0 Enthaltungen
Auch wir gratulieren Herrn Gleißner für dieses phantastische Ergebnis.

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War bis dahin die Versammlung relativ geordnet abgelaufen, traten durch unseren Antrag auf Änderung des Satzungsentwurfs erhebliche Probleme, zeitweilig fast Tumulte auf. Wir hatten ja bereit letztes Jahr einen diesbezüglichen Antrag gestellt, mussten aber, weil die Satzungsänderung letztes Jahr nicht behandelt wurde, einen neuen stellen. Allerdings mit geändertem Inhalt, da mittlerweile durch die verstrichene Zeit einige Passagen anzupassen waren und sich durch Rückfragen einige Änderungswünsche des letzten Jahres geklärt hatten. Wohl durch Kommunikationsschwierigkeiten innerhalb des Vorstands wurde unser Antrag nicht der Mitgliederversammlung zur Kenntnis gegeben. Auch die Anträge anderer Vereine vom Vorjahr wurden von diesen moniert. Letztlich konnte selbst nach stundenlanger Diskussion - wobei viele den zu dieser Versammlung nicht mehr verteilten Satzungsentwurf nicht mehr dabei und in Erinnerung hatten - nicht einmal mehr Einigung über den weiteren Ablauf dieser Abstimmung erzielt werden. Als endlich die Frage aufkam, warum denn nicht eine Gegenüberstellung alte Satzung - neue Satzung erstellt wurde, musste mitgeteilt werden, dass diese von Herrn Maier und unserem Vereinsmitglied Herrn Fleischhacker bereits Mitte Januar 2008 erstellt worden war und die eingebrachten Änderungsvorschläge vom Vorstand behandelt werden sollten. Der Vorstand nahm sich diesen Fragen aber erst bei seiner Vorstandssitzung auf der IBB im März an und schob sie unberücksichtigt beiseite. Auch das bestehende Angebot, eine geänderte Gegenüberstellung zeitnah zu erstellen, wurde nicht genutzt. Wären wir boshaft, könnten wir nun sagen, dass unter diesen Voraussetzungen auch die immer wieder eingeforderte Mitarbeit wohl nichts vorwärts bringt. Besonders erfreut waren wir, dass einige Vereinsvorsitzende ihn für seine Mitarbeit auch noch als Querulanten betitelten. Das motiviert sicher zu weiterer eifriger Mitarbeit. Zu guter Letzt sprach Hr. Gambert ein Machtwort und setzte unter Missachtung aller Änderungsvorschläge eine Abstimmung über den im letzten Jahr vorgelegten ungeänderten Entwurf durch. Die Fraktion der Befürworter konnte sich zwar durchsetzen und erzielte mit 120 ja- und 113 nein-Stimmen die Mehrheit. Dabei hatten sie aber wohl übersehen, dass unter diesen Voraussetzungen die erforderliche 2/3 Mehrheit- es handelt sich ja um eine Satzungsänderung - niemals zu erzielen war. Damit steht das Thema nächstes Jahr wieder an.

Nicht unerwähnt bleiben sollte, dass eine Definition des Begriffs 'Verein' in der Satzung notwendig ist und sicher zu Problemen mit dem BDPh führen wird. Es wurde bestätigt, dass in großen Vereinen - es handelt sich dabei meist um von Großfirmen geförderte Betriebsvereine - nur für die Gruppe der Briefmarkensammler Beiträge entrichtet werden können. Trotzdem erklärte Herr Lindner, BDPh, dass dieser am - man sollte wohl sagen - Dogma festhält, dass für jedes Mitglied Beiträge abzuführen sind. Auch der Hinweis, dass sehr viele Numismatiker zusammen mit Philatelisten in einem Verein organisiert sind, verdiente keine Beachtung und zeigt, wie weltfremd sich dieser Dachverband mittlerweile gibt.

S. Fleischhacker

Aus dem Strafgesetzbuch

Aus Anlass eines Richterspruchs wegen Zurschaustellung und Werbung mit Briefmarken des Dritten Reiches (Hakenkreuz) bringen wir hier einen Auszug aus dem Strafgesetzbuch zu diesem Thema.

Strafgesetzbuch - Besonderer Teil (SS 80 - 358)
3. Titel - Gefährdung des demokratischen Rechtsstaates (§§ 84 - 91)

§ 86 - Verbreiten von Propagandamitteln verfassungswidriger Organisationen

(1) Wer Propagandamittel
 

1.

einer vom Bundesverfassungsgericht für verfassungswidrig erklärten Partei oder einer Partei oder Vereinigung, von der unanfechtbar festgestellt ist. daß sie Ersatzorganisation einer solchen Partei ist.
 

2.

einer Vereinigung, die unanfechtbar verboten ist, weil sie sich gegen die verfassungsmäßige Ordnung oder gegen den Gedanken der Völkerverständigung richtet, oder von der unanfechtbar festgestellt ist, daß sie Ersatzorganisation einer solchen verbotenen Vereinigung ist,
 

3.

einer Regierung. Vereinigung oder Einrichtung außerhalb des räumlichen Geltungsbereichs dieses Gesetzes, die für die Zwecke einer der in den Nummern 1 und 2 bezeichneten Parteien oder Vereinigungen tätig ist,
oder

4.

Propagandamittel, die nach ihrem Inhalt dazu bestimmt sind, Bestrebungen einer ehemaligen nationalsozialistischen Organisation fortzusetzen,

im Inland verbreitet oder zur Verbreitung im Inland oder Ausland herstellt, vorrätig hält, einführt oder ausführt oder in Datenspeichern öffentlich zugänglich macht, wird mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.

(2) Propagandamittel im Sinne des Absatzes 1 sind nur solche Schriften (§ 11 Abs. 3), deren Inhalt gegen die freiheitliche demokratische Grundordnung oder den Gedanken der Völkerverständigung gerichtet ist.

(3) Absatz 1 gilt nicht, wenn das Propagandamittel oder die Handlung der staatsbürgerlichen Aufklärung, der Abwehr verfassungswidriger Bestrebungen, der Kunst oder der Wissenschaft, der Forschung oder der Lehre, der Berichterstattung über Vorgänge des Zeitgeschehens oder der Geschichte oder ähnlichen Zwecken dient.

(4) Ist die Schuld gering, so kann das Gericht von einer Bestrafung nach dieser Vorschrift absehen.

§ 86a - Verwenden von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen

(1) Mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder mit Geldstrafe wird bestraft, wer
 

1.

im Inland Kennzeichen einer der in § 86 Abs. 1 Nr. 1, 2 und 4 bezeichneten Parteien oder Vereinigungen verbreitet oder öffentlich, in einer Versammlung oder in von ihm verbreiteten Schriften (§ 1_[ Abs. 3) verwendet
oder
 

2.

Gegenstände, die derartige Kennzeichen darstellen oder enthalten, zur Verbreitung oder Verwendung im Inland oder Ausland in der in Nummer 1 bezeichneten Art und Weise herstellt, vorrätig hält. einführt oder ausführt.
 

(2) Kennzeichen im Sinne des Absatzes 1 sind namentlich Fahnen, Abzeichen, Uniformstücke. Parolen und Grußfonnen Den in Satz 1 genannten Kennzeichen stehen solche gleich, die ihnen zum Verwechseln ähnlich sind.

(3) § 86 Abs. 3 und 4 gilt entsprechend.

„Wir wollen einfach keine Hakenkreuze oder Schnauzer von Hitler mehr sehen", sagte Richter Tomas Denz vom Landgericht München zu Rolf Müller, einem bekannten Münchener Philatelisten und Briefmarkenhändler, der es nach Begleichung von 1600 Euro Geldauflage zur Verfahrenseinstellung - im Januar war er noch zu 40 Tagessätzen ä 80 Euro verurteilt worden - nun besser weiß. Auch dass er zumindest die Hakenkreuze im Schaufenster mit ganz schmalen schwarzen Balken abgedeckt hatte und selbst mehr der Philatelie als rechter Gesinnung zugeneigt ist, half ihm nichts Denn die höchstrichterliche Rechtsprechung ist eindeutig und konsequent: Bereits in Jahre 1972 hatte der Bundesgerichtshof festgestellt, dass Nazi-Kennzeichen „aus dem Bild des politischen Lebens zu verbannen" seien. Die Kommunalwahlergebnisse der NPD in Sachsen zeigen, dass dies wohl immer noch dringend notwendig ist.

Wer mit Briefmarken handelt oder tauscht, tut also gut daran, sich gerade § 86a (1) Satz 2 einzuprägen, auch das Unkenntlichmachen der Symbole schützt also offensichtlich nicht vor Strafe und selbst eine Absicht zum Verkauf oder Tausch genügt bereits, denn dies dient nicht der staatsbürgerlichen Aufklärung, der Abwehr verfassungswidriger Bestrebungen, der Kunst oder der Wissenschaft, der Forschung oder der Lehre, der Berichterstattung über Vorgänge des Zeitgeschehens oder der Geschichte oder ähnlichen Zwecken, sondern - seien wir ehrlich - lediglich wirtschaftlichen oder zumindest eigennützigen, also ganz anderen Absichten.

S. Fleischhacker

Lexikon

Cancelled - vorkommender Aufdruck auf älteren Marken aus dem britischen Weltreich (bedeutet: ungültig gemacht, entwertet), statt Specimen,

Kantonalmarken - Bezeichnung aus der Sammlersprache für Marken der schweizerischen Kantonalpost. Sie sind alle unter einem eigenen Namen zum Begriff geworden
(Basler Taube, Doppelgenf, Zürich 4 und 6).

100 Jahre Bayerische Postgeschichte (39)
 
Postkurswesen
Auf Landstraßen (Forts.)

 
(nur im Vereinsboten zu lesen)

Tauschtage in der Umgebung
 

13.07.

München

ARGE Münchener Briefmarkenvereine e.V.,
Bürgersaal Fürstenried-Ost, Züricher Str. 35, 9-15 Uhr.
 

07.09.

Nürnberg

Briefmarkenklub Gartenstadt Nürnberg e.V.,
Sportgaststätte Flügelrad, Finkenbrunn 145, 9-15 Uhr.
 

13.09.

Peißenberg

Sammlerfreunde Peiting und Umgebung e.V.,
Tiefstollenhalle, Tiefstollen 5, 9-18 Uhr.
 

14.09.

Pocking

Briefmarken- und Münzsammlerclub Pocking e.V.,
Stadthalle Pocking, 9-14 Uhr.
 

21.09.

Lindau

AK und Briefmarkensammlerverein Lindau e.V.,
Inselhalle, Zwanzigerstr. 10, 9-16 Uhr.
 

05.10.

Cham

Verein der Briefmarkenfreunde Cham und Umgebung e.V.,
Stadthalle, Further Str 11,9-14 Uhr.

Unbekannte Plattenfehler (44)

Die hier vorgestellten Plattenfehler sind offiziell anerkannt, aber im Katalog bisher nicht alle erwähnt. Für diese Rubrik bitten wir um Ihre Mithilfe: Wer hat Marken mit Plattenfehlern (auch aus dem Ausland) und kann sie uns zur Abbildung leihen? Bitte melden Sie sich bei der Vorstandschaft oder der Redaktion des Vereinsboten.
 

Heute:

 

Originalmarke:

Bayern "Dienstmarke", MICHEL-Nr. 21 / 36
(25 Pfg. grau).

Plattenfehler:

Der untere Bogen der rechten 5 ist nach unten gezogen.

 

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Briefmarkensammeln 1947
 

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http://philatelie.deutschepost.de/philatelie/, auf 'Aktuelle Neuausgaben' klicken, alle Marken Juni 2008 bestellen 5,35 Euro, 'In den Warenkorb' anklicken ...

Oder ganz einfach ein Abonnement mit Komplett-Garantie bestellen - auch über's Internet möglich wie fast alles.

Aber wie war das gleich nach dem Krieg vor über 60 Jahren? Da ging man einfach zum Postamt und kaufte die neuen Marken. Oder?
 

Da zeigte uns unser Mitglied Herr de Gonzague ein Bündel Briefe, die nicht nur, weil keine Marken darauf kleben, sehenswert sind:
 
Dieser  Schriftverkehr stammt vom Oktober 1947 und bezeugt, dass sich der brave Sammler schon  damals  seine heißgeliebten Sammlerstücke sehr bequem fast ans Album bringen lassen konnte.

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Auch besonders begehrte rationierte Messe-Marken und Messe-Gedenkblätter konnten direkt vom Messeamt bezogen werden, das aber für den nicht stattgefundenen Messebesuch eine Spende verlangte.

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Das merkwürdig zusammengeklebte Kuvert oben der Sammlerstelle bei der Oberpostdirektion erklärt sich sofort, wenn man diese Nachricht an die Sammler liest:

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Es gab einfach keine Kuverts. Diese musste der Sammler der Post zur Verfügung stellen. Erst ab Anfang 1949 tauchen die ersten speziellen Dienstkuverts der Versandstelle für Sammlermarken auf.

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Abonnent konnte man mindestens schon seit August 1947 sein:

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Interessant wäre nur noch, wie viele damals schon derart intensiv sich dem Briefmarkensammeln widmen konnten. Vermutlich hatte ein großer Teil der Bevölkerung ganz andere Sorgen.

Postfilialen gehen in fremde Hände

Die Deutsche Post will auch die letzten 750 von ihr betriebenen Filialen in fremde Hände geben. In Bayern sind 105 Postämter davon betroffen. Zu Filialstreichungen soll es aber nicht kommen.

In Deutschland gibt es rund 13.500 Postfilialen Die wenigsten davon betreibt die Post selbst. Bis 2011 will die Deutsche Post auch die restlichen in fremde Hände geben, z.B. an den Einzelhandel, an Tankstellen und vorzugsweise an Stellen, wo Dinge des täglichen Bedarfs erledigt werden können

In Bayern sind den Angaben zufolge 105 Filialen von der Umstellung betroffen, zehn davon allein in München. In Oberbayern sind folgende Filialen davon betroffen:

Bad Wiessee (Sanktjohanserstr.), Bruckmühl (Sonnenwiechser Str.), Deisenhofen (Bahnhofstr.), Dorfen (Marienplatz), Ebersberg (Eichthalstr), Eching (Bahnhofstr.), Erding (Flughafen), Freising (Obere Hauptstr), Gauting (Bahnhofplatz), Geretsried (Egerlandstr.), Gilching (Römerstr.), Hallbergmoos (Mathildenstr), Herrsching (Bahnhofstr.), Ismaning (Dr.-Schmitt-Str.), Kiefersfelden (Bahnhofstr.). Kolbermoor (Rosenheimer Str.), Kirchheim (Pf.-C.-Mayr-Platz), Maisach (Hauptstr,), Markt Schwaben (Bahnhofstr.), Miesbach (Rathausplatz), Mittenwald (Bahnhofplatz), München (Arnulfstr., Bad-Schachener-Str., H.-Mayer-Ring, Kochelseestr., Kreillerstr.. J.-Seifried-Str, M.-Probst-Str., Pollinger Str., Theresienstr., Thierschstr.), Murnau (Bahnhofstr.), Neubiberg (Hauptstr.), Oberammergau (Rottenbucher Str.), Olching (Hauptstr), Ottobrunn (Rosenheimer Landstr.), Penzberg (Philippstr.), Puchheim (Adenauerstr.), Pullach (Gartenstr.). Rosenheim (Ludwigsplatz), Rottach-Egern   (Nördl.   Hauptstr.),  Trostberg  (Dr.-Alb.-Frank-Str.),   Unterföhring (Bahnhofstr.), Unterhaching (Bahnhofsweg), Wasserburg (Bahnhofplatz), Wolfratshausen (Bahnhofstr.), Zorneding (Bahnhofstr.).

Wenn die Mutter die Tochter erwischt...

Wenn die Mutter, die Deutsche Post, ihre Tochter, das "Siegfried-Vögele-lnstitut" - pfui - nein - nicht dabei! - sondern, ohne was davon zu sagen, beim Druck von "Briefmarken" bei einer Druckerei nebenan auf einfachem Etikettenpapier und schlechter Druckqualität und unzureichender Fluoreszenz erwischt, dann ist das schon eine Stellungnahme des Geschäftsbereichs Philatelie der deutschen Post wert, dass diese Marken bewusst philatelistisch nicht gestempelt werden dürfen.

Dabei war die Verteilung während der Rennwochenenden der von der Deutschen Post gesponserten Deutschen Tourenwagen Masters (DTM) an einige Geschäftskunden - angesichts der derzeitigen Benzinpreise - doch eine ausgesprochen mildtätige Geste. Auch wir erwarten als Autofahrer nun ähnliche Gaben der Deutschen Post - aber bitte diesmal brauchbare Postwertzeichen!!

Portocards mit vier selbstklebenden „Briefmarken" der Serie "Post"
(Briefzustellung in Deutschland) aus dem Jahr 2005
(DPAG, Zentrale. Z 1T2. 53250 Bonn)

Der Geschäftsbereich Philatelie der Deutschen Post nimmt hierzu wie folgt Stellung:

Während der Rennwochenenden der durch die Deutsche Post gesponserten Deutschen Tourenwagen Masters (DTM) wurden an einige Geschäftskunden Portocards mit dem o. g. Inhalt verteilt.

Die in der DTM-Portocard enthaltenen „Briefmarken" sind keine amtlichen Postwertzeichen. Es handelt sich vielmehr um den Nachdruck amtlicher PWz zu Werbezwecken durch eine Tochtergesellschaft der Deutschen Post bei einer für den PWz-Druck nicht authorisierten Druckerei.

Das Produkt wurde weder angekündigt noch war es öffentlich zugänglich oder gar käuflich zu erwerben. Auch die technische Umsetzung, angefangen beim verwendeten Papier über die ungenügende Fluoreszenzausstattung bis hin zur graphischen Qualität zeigt deutlich, dass hier die für die PWz-Produktion bindend vorgeschriebenen Standards nicht eingehalten wurden.

Kernfakten im Oberblick:

  • Herstellung durch das nicht zur Herstellung von PWz legitimierte "Siegfried-Vögele-lnstitut" (Posttochter) bei einer nicht zum PWz-Druck authorisierten Druckerei
  • keine Veröffentlichung
  • kein Verkauf, sondern lediglich Verteilung an bestimmte Besucher von DTM-Rennen
  • Druck nicht auf PWz-Papier, sondern auf aufgehelltem Etikettenpapier ohne Fluoreszenzausrüstung
  • in den Motivdruck integrierter Fluoreszenzaufdruck in deutlich zu geringer Intensität (nicht einmal 50 % des für die automatische Erkennung erforderlichen Wertes)
  • von den gummierten Briefmarken deutlich abweichendes Erscheinungsbild

Details:

  • Auflage: 5.000 Stück
  • erste Verteilung: 11. April 2008, DTM-Rennen in Hockenheim
  • Motiv der Vorderseite: DTM- und DP-Logo sowie Darstellung der aktuellen Audi- und Mercedes-Tourenwagen
  • Motiv der Rückseite: Portocard-Logo sowie Abbildung der o. g. Tourenwagen
     

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In einem konstruktiven und offenen Gespräch zwischen den Verantwortlichen im Siegfried-Vögele-lnstitut und der Postphilatelie wurde beschlossen, die noch vorhandenen Bestände der DTM-Portocard zur Vernichtung zurückzurufen. Zukünftig wird es keine Portocards mit selbstklebenden PWz mehr geben. Eine bewusste, philatelistische Stempelung der Marken unterbleibt gemäß AGB St PWz, Abschnitt 1, Absatz 2.

Allen Vereinsmitgliedern und deren Angehörigen wünschen wir einen

schönen Sommer und erholsamen Urlaub.

Wir würden uns sehr freuen, wenn sie dann aus Ihrem Urlaubsort oder von einer Reise noch Zeit finden würden, eine Ansichtskarte an den Verein zu schicken. Der Umfang unserer Ansichtskartensammlung kann noch beliebig erweitert werden. Senden Sie also Ihre Urlaubsgrüße an den Verein oder an die Redaktion (siehe Impressum).

Sie können natürlich auch das ganze Jahr über eine Karte an den Verein senden, ganz egal woher.

Die Vorstandschaft

Kennwort: Falsch (15)
Informationen und Warnmeldungen des Bundes Deutscher Philatelisten e.V.

Vergleichssammlung
für Gumniierung /  Gummiriffelung

Sammler der „Neuzeit" haben der Gummierung eine ihr nicht zustehende Bedeutung gegeben. Wir müssen damit leben.

Echte Vergleichsstücke (mit Falz oder reparaturbedürftig) sollten - mehr oder weniger - je nach Sammelgebiet zur Verfügung stehen!

1) Geringe Auflagen mit nur einer Gummiart - ein Vergleichsstück

2) Langzeit-Dauerserien
 

 

a) Normalzeiten - alle Änderungen während der Laufzeit zum Vergleich
 

 

b) Notzeiten - zusätzliche Belege aus ausgelagerten verschiedenen Druckereien
 

Gummierungen werden nach Art und Farbe, glatt oder geriffelt und vom alten Leim bis zum Planatol unterschieden (siehe Kataloge und Fachliteratur).

Ringen Sie der Philatelie neue Einsichten ab, so werden Sie im schräg einfallenden Licht manches in anderem „Licht" sehen.