Januar 2014

Vereinsbote - Januar 2014 - 27. Jahrg. - Nr. 105

Inhaltsverzeichnis:
Bericht: Vereinsinterne Auktion 29.11.2013
Samstag, 11.01.2014 – Jahresessen
Unbekannte Plattenfehler (62)
Neues vom MICHEL
DPs
Herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag
Interessante Tauschtage (Auswahl)
Deutsche Post: Porto 2014 und Response (?!)
Internationale Ausstellungen
Wir trauern um ...
 

VB1401a

Soll man die alten 55 Ct-Marken nun mit 3 und 2 Ct-Ergänzungsmarken (naßklebend, selbstklebend oder gerollt) ergänzen oder besser mit 5 Ct Rollenmarke oder doch einer 5 Ct-Automatenmarke – oder erst die nächste Portoerhöhung abwarten. Es ist – noch – ein Gerücht, dass MICHEL einen Ergänzungsmarken-Spezial-Katalog herausgibt. Einen Vorteil hat das 60 Ct-Briefporto: Es lassen sich sowohl die alten 3 Ct- als auch die neuen 2 Ct-Marken ohne Mischfrankatur dafür verwenden, obwohl auch diese gemischt schöne Muster mit unattraktiven Marken ergeben können. Nächstes Jahr müsste es eigentlich dann eine 1 Ct-Marke geben (Vorschlag: Blassblau mit Violett!)
 

Bericht: Vereinsinterne Auktion 29.11.2013
 

VB1401b

Die vereinsinterne Versteigerung war diesmal nicht nur recht gut besucht, es wurde auch überraschend viel angeboten. Von 166 eingelieferten Artikeln wurde fast die Hälfte dann auch ersteigert. Dem Vernehmen nach waren auch alle Anwesenden zufrieden.

Samstag, 11.01.2014 – Jahresessen

Unser Jahresessen findet, nachdem viele und wirklich nicht ganz unberechtigt mit der Qualität des Essens im Sportwirt nicht zufrieden waren, im

Wirtshaus „Burkart“, Danziger Str. 16, 82110 Germering,
am Samstag, den 11.01.2014, Beginn 19:00 Uhr, Einlass 18:30 Uhr,

statt. Wie bisher sind Angehörige unserer Mitglieder herzlich eingeladen. Wir freuen uns auf eine zahlreiche Teilnahme, liegt doch der Termin außerhalb der stressigen Vor­weihnachtszeit. Bitte geben Sie uns baldmöglichst bekannt, mit wie vielen Personen Sie teilnehmen wollen, denn wir haben ein kleines Problem: Es stehen uns nur 50 Plätze zur Verfügung. 37 haben sich schon angemeldet. Es wird also langsam Zeit! Anmeldungen werden in der Reihenfolge des Eingangs berücksichtigt. Es wäre aller­dings schön, wenn alle, die sich anmelden, auch kämen. Letztes Jahr haben sich ca. 40 angemeldet, von denen fast ein Drittel nicht erschienen. Trotzdem waren wir dann fast 50 Personen.

Unbekannte Plattenfehler (62)

Originalmarke:

MICHEL®-Nr.
Plattenfehler:

19 / 27 / 34
Kleiner weißer Punkt zwischen K und E

VB1401c

Neues vom MICHEL®

VB1401d

Obwohl bereits in der letzten Ausgabe vorge­stellt, wollen wir nochmals darauf zurückkommen:

100. Ausgabe des MICHEL-Deutschland-Katalogs 2013/2014 (in Farbe) inkl. CD und Sonderheft – ISBN 978-3-95402-054-6 – Umfang ca. 1086 Seiten – mit ca. 10 000 farbigen Abbildungen und über 60 400 Preisnotierungen, noch mehr Inhalt!

46,- € (Preis unverbindlich!)

Das ca. 60-seitigem Sonderheft mit einem Fachbeitrag „Gegen Fälscher und Betrüger“ von Christian E. Geigle, Präsident des Bundes Philatelistischer Prüfer, zu dieser 100. Ausgabe soll einen Einblick gewähren in die Welt der Briefmarkenfälschungen und Fälschungsbekämpfung.

Was wird geboten: gefälschte Stempel, falsche Stempel, spätverwendete Marken, missbräuchlich verwendete Stempel, nachgezähnte Marken zur „Fehlerbehebung“, zur Höherstellung des Prüfzeichens, zur Ausgleichung eines verkürzten Zahnes, Nachzähnung eines ungezähnten Bogens (Linien- statt Kammzähnung), reparierte Ecke mit nachgezeichnetem Stempel, Aufdruck-Fälschung, Prüfzeichenfälschung.

Ein Großteil dieser Fälschungen ist, verwendet man einen Scanner, der 2400 dpi oder besser auflöst, leicht zu erkennen. Gefälschte Stempeln können tatsächlich zumindest als fragwürdig erkannt werde. Ein Stempel aus einer Verwendung nach Gültigkeit der Marke, der Abdruck eines missbräuchlich verwendeten gestohlenen Stempels oder Aufdruckfälschungen setzten Spezialwissen voraus, das jeden Laien überfordert. Dass auch ein „Laie“ Kenntnisse der Stellung von Prüfzeichen haben soll, ist aber ein unabdingbares Muss! Genau erklärt sind auch die verschiedenen Arten einer Prüfung: Prüfzeichen, Fotokurzbefund, Fotobefund, Fotoattest. Wer 14.000 € für ein Vineta-Provisorium auf Drucksachenschleife mit ausländischen Attest, Aufdruck gemalt, untypische Markenfarbe, Stempel gemalt, untypische Tinte, alles selbst unter einer Lupe erkennbar, ausgibt, sollte sich vielleicht lieber auf Abonnementware beschränken. Zumindest sollte man sich bei diesen Summen auch eine Prüfung leisten können.

Chr. Geigle rät zu Anzeigen wenn man Fälschungen erhalten hat, auch wenn die Staatsanwaltschaften meist die Ermittlungen einstellen. So schmerzlich auch der Schaden aus dem Vineta-Provisorium für den Betroffenen sein mag sind diese Beträge heute Peanuts, die keine nachhaltige Verfolgung erlauben. Er hat aber sicher damit recht, dass eine Vielzahl von Anzeigen gegen eine Person letztlich zu sehr intensiven Ermittlungen führen, da dann auch bei Mehrfachtätern zu empfindlichen Strafen führen. Ich selbst habe einmal vorsichtshalber mit anwaltlicher Hilfe die Polizei über ein schwereres Delikt informiert aber nicht angezeigt, und musste feststellen, dass ich damit sehr gut beraten war.

Samuel Fleischhacker

DPs

Es kommt öfter vor, dass sich in einer Hinterlassenschaft Reste eines größeren Briefmarkenbestandes findet, der ungültig geworden ist, aber dennoch nicht weggeworfen wurde. Was aber, wenn sich darin ein echter Dachbodenfund befindet, eine große Schachtel unbekannter Briefmarken, mit denen man zunächst absolut nicht anfangen kann? Sie haben eine kyrillische Beschriftung, aber die Frankatur lautet auf Mark oder Dollar. Hier drei Marken die christliche Motive zeigen, aus einem Satz von sechs, die es gezähnt und geschnitten, mit verschiedenen Aufdrucken und Wasserzeichen gab.

Spannend wird es erst, wenn sich darunter auch zwei Aktendeckel mit Schriftstücken befinden, die nicht nur mehr Aufschluss über die Art der Marken, sondern auch über ihre Entstehung und Verwendung geben. Plötzlich hält man ein Stück Münchener Nachkriegsgeschichte, eine Geschichte russischer Displaced Persons, einen Einblick in das Schicksal sowjetischer Gefangener und Emigranten in Händen – ein Zeitdokument.

1947 geboren, ist das Kriegsende eine Zeit, die mir unbekannt ist. Mein Wissen beruht auf Erzählungen, Geschichtsunterricht, Filmen, Bücher. Für die Münchener Bevölke­rung war es sicher in erster Linie ein mehr oder weniger herbeigesehntes Ende der Gefahr und Zerstörung, aber auch ein Hoffen auf bessere Zeiten. Schnell stellte man sich auf die neue Zeit ein und wollte vor allem mit der Vergangenheit nichts mehr zu tun haben und vor allem auch nichts davon gewusst haben.

Das Lesen der „Dachauer Hefte“ machte mir schnell klar, dass es noch andere Überlebende des Krieges gab, die Juden. Sie wollten überwiegend nur weg und träumten von ארץ ישראל‎, ihrem Verheißenen Land, das im Verlauf des II. Weltkrieges längst anderen versprochen war.

Und es gab Kriegsgefangene und Zwangsarbeiter, die vom Hauptquartier der alliierten Streitkräfte (SHAEF) unterzubringen, zu versorgen und zu verwalten waren. Das SHAEF verstand unter DPs „alle Zivilisten außerhalb der Grenzen ihrer Heimatstaaten“, die zu ihrem Aufenthalt in der Fremde durch Kriegseinwirkung im weitesten Sinn gekommen waren und die alliierte Hilfe brauchten um heimzukehren oder sich in einem anderen Land ansässig zu machen. Grob unterteilt wurden sie in

  • Staatsbürger der in den Vereinten Nationen zusammengeschlossenen Staaten (UNDPs)
     
  • ex-enemy DPs (Italiener, Finnen, Rumänen, Bulgaren und Ungarn)
     
  • Staatenlose bzw. Personen, die ihre behauptete Nationalität nicht nachweisen konnten

Bis September 1945 konnten alle bis auf ungefähr 1,2 Millionen Dps, darunter 32.000 Russen, repatriiert werden.

Im Winter 1945/1946 kam die Repatriierung der DPs fast vollständig zum Erliegen. Die verbliebenen DPs wurden großteils als nicht repatriierbar bezeichnet.

Sowjetische DPs nahmen eine Sonderstellung gemäß den Vereinbarungen der Konferenz von Jalta ein. Dort unterzeichneten die westlichen Regierungen am 11. Februar 1945 ein Abkommen mit der Sowjetunion in dem festgelegt wurde, welcher Personenkreis zwangsweise zu repatriieren war. Ein Kriterium von fünf möglichen musste erfüllt sein:

  1. Wohnsitz auf sowjetischem Territorium am 1. September 1939,
  2. nach der Konferenz von Jalta in westalliierte Hand geraten,
  3. am 22. Juni 1941 oder später dienstpflichtig in der Roten Armee,
  4. Gefangennahme in einer deutschen Uniform,
  5. Nachweis für Kollaboration.

1.836.000 sowjetische Kriegsgefangene kehrten in die Sowjetunion zurück. Da von Stalin die Gefangennahme als Fahnenflucht und Zwangsarbeit als Kollaboration angesehen wurde, war ein Teil dieser Rückkehrer massiven Repressionen ausgesetzt. So wurden 16 - 17 Prozent von ihnen in Strafbataillone eingegliedert und weitere 16 – 17 Prozent in den Lagern des Gulag inhaftiert. Etwa zwei Drittel der ehemaligen Kriegsgefangenen wurden zwar nicht bestraft, hatten jedoch Schwierigkeiten bei der Arbeitsplatzsuche oder wurde aus der Kommunistischen Partei mit weitreichenden Folgen ausgeschlossen.

In Deutschland ständig lebende Russen gab es schon vor den ersten Weltkrieg, darunter viele Künstler, denken wir nur an Wassily Kadinsky.

Zu den ersten russischen Emigranten in Bayern gehörte eine kleine Anzahl revolutio­närer Russen, die im ersten Jahrzehnt des 20. Jahrhunderts eine mehr oder weniger kurze Zeitspanne in München verbrachte, darunter auch Wladimir Iljitsch Lenin (1870-1924) und Leo Trotzkij (1879-1940). Revolutionäre russischer Herkunft wie Eugen Leviné (1883-1919), Max Levien (1885-1937) oder Tovia Akselrod (1887-1938) spiel­ten dann in der Münchner Räterepublik des Jahres 1919 eine herausragende Rolle. In der Roten Armee der Räterepublik kämpfte auch eine etwa 80 Mann starke Einheit aus russischen Kriegsgefangenen.

Die erste große Welle russischer Emigranten nach Bayern und Deutschland wurde durch die Oktoberrevolution ausgelöst. Nur ein geringer Teil von ihnen kam Anfang der 1920er Jahre nach Bayern, vor allem nach München. Nach dem gescheiterten Kapp-Putsch entwickelte sich die bayerische Landeshauptstadt zu einem Auffangbecken nicht nur eines Teils der deutschen, sondern auch der russischen rechten Szene.

Die russische Kolonie in Bayern mit Zentrum in München blieb immer klein und konnte sich nie mit den Hauptstädten der Emigration Berlin oder Paris vergleichen. Ihr fehlte die kulturelle und politische Vielfalt, die diese Städte zu lebendigen Zentren russischen Lebens im Ausland machte. Im Jahr 1921 waren 1.105 russische Staatsbürger in Bayern offiziell registriert, hinzu kam eine schwer bestimmbare Anzahl vorübergehender oder illegal im Freistaat lebender Russen. Laut Schätzungen der Berliner Emigranten belief sich deren Anzahl in München auf etwa 500. Die Hochphase der russischen Emigration war auf eine kurze Zeitspanne beschränkt: Nach 1923/24 nahm ihre Zahl in München und Bayern deutlich ab.

Die Münchner Kolonie bestand fast ausschließlich aus Vertretern des Ancien Régime, Generälen, Offizieren und Adligen, die etwa im „Verband Russischer in Bayern leben­der Grundbesitzer“ zusammengeschlossen waren. Die offizielle Interessenvertretung der russischen Emigranten nach außen übernahm das "Russische Komitee" (Komitet po delam russkich bezencev). Eine nicht zu unterschätzende Bedeutung für den Zusammenhalt der Kolonie hatte vor allem die im Jahr 1922 gegründete und bis heute bestehende russisch-orthodoxe Gemeinde.

Größere Nachwirkungen als die Flügelkämpfe innerhalb der russischen Emigration hatten die seit 1920 geknüpften Kontakte zwischen monarchistischer Emigration und der deutschen national-völkischen Rechten in München, darunter auch der NSDAP. Über die Vermittlung der Deutschbalten Max-Erwin von Scheubner-Richter (1884-1923) und Alfred Rosenberg (1893-1946) kam es zur Kontaktaufnahme und zum zeitweiligen Bündnis zwischen beiden Seiten. Einigend wirkte der gemeinsame Antibolschewismus, Antisemitismus und Antiparlamentarismus.

Knotenpunkt dieses Bündnisses war die "deutsch-russische Wirtschaftliche Aufbau-Vereinigung". Die Forderung nach einem Bündnis mit den antibolschewistischen Rus­sen färbte auf die nationalsozialistische Konzeption ab: Bis 1922/23 war für Adolf Hitler (1889-1945) die Zusammenarbeit mit einem nationalen Russland eine wichtige außenpolitische Option. Ansprechpartner auf russischer Seite war der politische Kopf der Münchner Emigration, General Vasilij Biskupskij (1878-1945).
Politisch spielte die Münchner Kolonie innerhalb der zersplitterten Emigrationslandschaft durch ihre relative Geschlossenheit eine besondere Rolle. Politischer Grundkonsens der Münchener Russen war ein strikt konterrevolutionärer und teils extrem antisemitischer Monarchismus.

Die Русская освободительная армия, Russische Befreiungsarmee (ROA), nach ihrem ersten Kommandeur auch Wlassow-Armee genannt, war ein russischer Freiwilligen­verband, der auf der deutschen Seite im II. Weltkrieg kämpfte, nachdem der Reichsführer-SS und Oberbefehlshaber des Ersatzheeres Heinrich Himmler den zunächst zöger­lichen Adolf Hitler von deren Aufstellung überzeugte. Unter den Freiwilligen waren Kriegsgefangene, Zwangsarbeiter und russische Emigranten. Die ROA erhielt den Status der Armee eines verbündeten Staates und war der Wehrmacht in operativen Fragen unterstellt. In Moskau wurden Wlassow und neun seiner Generäle am 1. August 1946 nach einem kurzen Prozess hingerichtet. Andere Angehörige der ROA, denen man schwerwiegende Taten vorwarf, wurden in Zwangsarbeitslager (Gulag) deportiert. Alle anderen Soldaten wurden für sechs Jahre in die Verbannung geschickt. Bis Januar 1953 war der größte Teil von ihnen aus der Verbannung zurückgekehrt. Sicher waren aber einige von ihnen der Zwangsrepatriierung entkommen.
 

VB1401e

Von allen Vorkriegsorganisationen russischer Emigranten blieben nach dem II. Weltkrieg nur die ukrainische Bandera-Organisation und die russi­sche Organisation NTS (Nacional’no-Trudovoj Sojuz – Nationale Arbeitsunion), deren Mitglieder sich auch Solidaristen nannten. In den DP-Lagern entstanden die ersten Veteranenorganisationen der Russischen Befreiungsarmee (ROA), von denen sich jede in der Nachfolge General Wlassows sah, und eine Vielzahl anderer, die unterschiedliche politische Positionen einnahmen. Die in München verbliebene

Gruppe Russen hatte weder Vertrauen in die Deutschen, noch in die Alliierten. Einige der „Russischen Komitees“, die zur Organisation der DP-Lager eingerichtet waren, stellten sich wie in Bad Aibling als sowjetische Repatriierungsstellen heraus. So gewann unter Leitung der NTS die 1909 von dem Offizier Oleg I. Pantjuchov ins Leben gerufene militärisch organisierte Pfadfinderbewegung Bedeutung, die in einzelnen Gruppen, „Družina“ genannt (deutsch soviel wie „Gefolgschaft“, „Mannen“ oder „Kommando“), agierte und auch eine eigene Lagerpost mit Briefmarken (Pfadfinder-Lagermarken) aufrecht erhielt.

Alle hatten Angst, dass mit dem Versand der Post über Sammelstellen der Lagerver­waltungen ihre Pläne, Verfügungen oder Vorbereitungen eingesehen werden konnten. Um ihre eigenen Nachrichten zu schützen, organisierte dann der ПАТРИОТИЧЕСКИЙ ФОНД Р.О.Н.Д.Д., der Patriotischer Fond RONDD (Российское Общенациональное Народно Державное Движение, Unabhängige national-russische Bewegung), einen Postdienst, offiziell als „Verbindungsdienst der RONDD“, zwischen ihrem Hauptquartier in München und ihren örtlichen Stellen in den Lagern und anderen Ortschaften durch eigene Kuriere.
1948 wurde auf Anregung der International Refugee Organization (IRO) die Zentrale Vertretung der russischen Emigration e.V. (ZVRE) gegründet, einer Art russischer Exilregierung unter Vorsitz von Dr. Serge Jurjew, dem ehemaligen Vertreter der russischen Emigranten beim Genfer Völkerbund. In ihr bildete sich rasch eine Front der rechtsgerichteten und national-christlichen Organisationen, bei der die RONDD eine führende politische Rolle spielte. So wurde Mitte 1948 der „Verbindungsdienst der RONDD“ zur Emigranten-Lagerpost, der sich eine Reihe von Organisationen bediente.Am 30.7.1948 erschienen auch die ersten Briefmarken mit dem Aufdruck      
ПОЧТА – ПАТРИОТИЧЕСКИЙ ФОНД Р.О.Н.Д.Д.
das man heute mit einem Übersetzungsprogramm wie http://translate.google.de  schnell als
POST – Patriotischer Fond RONDD
übersetzen kann. Als Postein- und -auslieferungsstellen fungierten die Quartiere der einzelnen Organisationen. Nach deren Übernahme mit der absoluten Stimmenmehrheit der RONDD in der ZVRE waren es die Nationalkomitees in den Lagern und Siedlungen als örtliche Vertretungen der ZVRE. In München befand sich die zentrale Postsammelstelle der RONDD. Die örtlichen RONDD-Vertretungen fungierten weiterhin als zentrale Postsammelstellen in anderen Orten Westdeutschlands und im Ausland waren es, wo vorhanden, die Generalvertretungen der RONDD.

Schon am 20.7.1948 nach Freigabe des Verbindungsdienstes der RONDD für die Benutzung durch andere Organisationen bestellte eine befreundete Organisation, die SAF, die Sammelorganisation der Wlassow-Armee, eine Auslieferung von ca. 1000 Stück für die zu einem Trauergottesdienst für den hingerichteten Genaral Wlassow benötigten Einladungen. Die RONDD-Leitung beschloss zu diesem Anlass einen vom Maler Nikolai E. Koltypin gestalteten Trauerblock von vier Marken mit den Abbildungen von Лавр Георгиевич Корнилов (Lawr Georgijewitsch Kornilow, General der russischen Armee, der vor allem durch seinen angeblichen Putschversuch gegen die provisorische Regierung unter Kerenski im Jahre 1917 bekannt wurde), Александр Васильевич Колчак (Alexander Wassiljewitsch Koltschak, Admiral der russischen Marine und Monarchist), Пётр Николаевич Врангель (Pjotr Nikolajewitsch Wrangel, Generalleutnant der antikommunistischen Weißen Armee im Russischen Bürgerkrieg) und Андрей Андреевич Власов (Andrei Andrejewitsch Wlassow, Generalleutnant. In deutscher Gefangenschaft wechselte er die Seiten und baute die Russische Befreiungs­armee – Russkaja Oswoboditelnaja Armija, ROA, auch Wlassow-Armee genannt – auf, die auf der Seite des Deutschen Reiches gegen die Sowjetunion kämpfte) heraus­zugeben. Am 30.7.1948 erschien diese erste Ausgabe der RONDD-Briefmarken in einer Auflage von 1500 Blocks, von denen 987 auf die vorgenannten Einladungen angebracht wurden, die dann durch Radfahrer der NORS (National Organisation of Russian Scouts, Nationale Organisation der Russischen Pfadfinder) in München und Umgebung zugestellt wurden. Verwendet wurde ein Stempel mit Aufschrift СЛУЖБА СВЯЗИ РОНДД Nº 1 ЗД РУБЕЖОМ (Kommunikations-Service RONDD im Ausland).
 

VB1401f

(Die Anschrift - eine Münchener Adresse in kyrillischen Buchstaben - wurde unkenntlich gemacht.)

Mit dieser Einlage:

 

VB1401g

Der Block ist oben mit
КРОВЬ ПОГИБШИХ ЗОВЕТ НАС НА ПОДВИГ
(Das Blut der Toten ruft uns auf zur Aufgabe),
unten mit
БЕЛАЯ БОРЬБА – ОСВОБОДИТЕЛЬНОЕ ДВИЖЕНИЕ
(Befreiungsbewegung Weißer Kampf)
beschriftet.
Die Einzelmarken tragen neben Sterbejahr und Namen der Abgebildeten die Aufschriften:
ПОЧТА (POST)
ПАТРИОТИЧЕСКИЙ ФОНД Р.О.Н.Д.Д. (Patriotischer Fond RONDD)
und den Frankierwert 50 (=0,50 Mark)
 

VB1401h

Bei den danach für den nationalen Postverkehr in Mark und den internationalen in Dollar ausgegebenen Marken diente für die

0,10 M / 0,05 $ - Marke das St. Wladimir-Denkmal in Kiew (Wladimir I. Swjatoslawitsch, russisch Владимир Святославич; ukrainisch Володимир Святославич, genannt Wladimir der Heilige, der Große oder der Apostelgleiche, war von 980 bis 1015 Knjas von Kiew. Das wichtigste Ereignis der Regierungszeit Wladimirs war die Christianisierung der Kiewer Rus im Jahre 988 anlässlich seiner Vermählung mit Prinzessin Anna von Byzanz, Tochter des byzantinischen Kaisers Romanos II.. Dafür erhielt er auch den Beinamen der Heilige und wurde nach seinem Tod in den Stand eines Heiligen der orthodoxen Kirche erhoben.),

0,20 M / 0,10 $ - Marke das Ermak-Denkmal in Novocherkassk (Ермак Тимофеевич, Jermak Timofejewitsch, ein russischer Kosaken-Ataman),

0,30 M / 0,15 $ - Marke das Minin- und Poscharski-Denkmal in Moskau (Минину и Пожарскому , Bürger Minin und Fürst Poscharski, die Anführer des Volksaufstandes gegen die polnische Intervention 1611 und ihren Sieg über die Polen 1612),

0,40 M / 0,20 $ - Marke das Bohdan Chmelnyzkyj-Denkmal in Kiew (ukrainisch: Богдан Хмельницький, Bohdan Chmelnyzkyj, ukrainischer Kosakenhetman und der Gründer des ersten Kosakenstaates. Er ist bekannt für einen erbitterten Kampf gegen die Herrschaft Polen-Litauens und den Anschluss seines Staates an das Zarentum Russland.),

1.00 M / 0,50 $ - Marke der russischen kaiserlichen Adler mit drei Kronen, darüber der Moskauer Kreml und die St. Andreas-Flagge (Im Verlauf des Nordischen Krieges, 1700 – 1721, wurde sie Kriegsflagge der Armee, später – und auch heute noch, Flagge der Marine) vor einer aufsteigenden Sonne, und für die

2,00 M / 1,00 $ - Marke der russischen kaiserlichen Adler mit drei Kronen, darüber St. Georg, der Drachentöter
 

VB1401i

 














Die 0,30 M - Marke gibt es auch als 21. Marke (li. u.) im Bogen der 0,40 M-Marke mit dem Wertaufdruck 0,40 M.
 

Zu bestimmten Anlässen erhielten Marken einen Überdruck:
 

VB1401j

      4.11.1948                                                               8.1.1949:
      GOTT SEGNE RUSSLAND !                              1939 – 1949
      Tag der Unvereinbarkeit                                       10 Jahre Idee des
      7-XI (25-X) 1948                                                    russischen Volksstaates
      mit Wertüberdruck $ 0,50 / 1,00 M                      mit Wertüberdruck 0,25
      auf der 0,05 $ / 0,10 M – Marke                           auf der 1,00 $ - Marke

Passend dazu ein Brief – wieder an doe gleiche Münchener Adresse –, allerdings am 5.11.1948 mit dem üblicherweise verwendeten Stempel abgestempelt:
 

VB1401k

(Die Anschrift wurde unkenntlich gemacht.)

Zu dieser Marke gab es dann einen Stempel mit der Beschriftung:
ДЕНЬ НЕПРИМИРИМОСТИ РОССИЙСКОГО НАРОДА ККОММУНИЗМУ
Tag der Unvereinbarkeit des russischen Volkes mit dem Kommunismus
СЛУЖБА СВЯЗИ РОНДД 7-XI (25-X) 1948 Nº 2 ЗД РУБЕЖОМ
(Kommunikations-Service RONDD im Ausland).
Ende November muss es auch schon einen Katalog dieser Marken gegeben haben:
 

VB1401l

In diesem Katalog hat es als letzten Eintrag zum 7.11.1948 einen vierseitigen Gedenk­block mit allen sechs ausgegebenen M – Marken gegeben:
 

VB1401m

Darüber hinaus enthielt der Markenposten Archivmaterial aus der Entstehungszeit dieser Marken mit einem Testament eines Herrn, der dies alles der St. Georgs Bruderschaft, München, vermachte. Diese muss den gesamten Markenrest an einem Briefmarkenhändler russischer Marken in München verkauft haben, der damit 1972 für einen Kredit bei der KKB bürgte.

Samuel Fleischhacker

Herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag:

Herrn Herbert Renner zum 90. Geburtstag
und fünf weitere, die aber nicht genannt werden wollen.

Interessante Tauschtage (Auswahl):
 

06.01.2014

Traunreuth

Traunreuther Briefmarken- und Münzsammlerverein e.V.

12.01.2014

München

ARGE Münchener Briefmarkenvereine e.V.

19.01.2014

Landshut

Briefmarkenverein Landshut e.V.

02.02.2014

München

Postwertzeichen-Sammlerverein Siemens München e.V.

09.02.2014

Rosenheim

Philatelistenverein Rosenheim e.V.

16.02.2014

Rotthalmünster

Sammlergemeinschaft Rotthalmünster e.V.

23.02.2014

Germering

Germeringer Briefmarkenfreunde e.V.

06.03. -
08.03.2014

München

16. Internationale Briefmarken-Börse München

09.03.2014

Roth

Briefmarkensammler-Verein Roth und Umgebung e.V.

09.03.2014

Wasserburg

Briefmarkenfreunde Wasserburg a. Inn e.V.

15.03.2014

Kempten

Kemptener Philatelisten-Klub e.V.

16.03.2014

Regensburg

Philatelistenvereinigung Regensburg e.V.

30.03.2014

Freising

Philatelisten- und Numismatiker-Club Freising e.V.

06.04.2014

München

Briefmarken- und Münzsammlerverein Neuperlach e.V.

06.04.2014

Poing

Briefmarken- und Münzsammlerverein Poing e.V.

27.04.2014

Ottobrunn

Briefmarken- und Münzsammlerverein Ottobrunn e.V.

04.05.2014

Holzkirchen

Briefmarkenfreunde Hausham-Bad Tölz e.V.

29.05.2014

Dingolfing

Briefmarken- und Münzsammlerverein Dingolfing e.V.

Deutsche Post: Porto 2014 und Response (?!)

Ich möchte mich bei einigen gleich wieder entschuldigen, aber wenn man sich schon dafür interessiert, wie viel nun die Deutsche Post für das Porto ab 2014 verlangt –––  schaut man halt nun einmal unter:

https://www.deutschepost.de/de/a/aenderungen-2014.html

Es ist nun mal halt so, für was hat man ihn denn, den PC?

Und die erhaltene Antwort:

Standardbrief 20 grvon0,58 € auf0,60 €,
Einschreibenvon2,05 € auf2,15 €,
Einschreiben Einwurfvon1,60 € auf1,80 €,

die man schon längst weiß. Aber:

E-Postbrief, Werbeantwort, Responseplus, Nachsendeservice, Premiumadress und internationaler Versand wird auch teurer. Wieviel?

E-Postbrief: Die Deutsche Post E-POST Solutions GmbH wird ihre Preise analog zum Brief Bereich, falls genehmigt, moderat erhöhen.

Bei Werbeantwort kann man komfortabel auf „Weitere Informationen“ klicken und kommt ----- da hin, wo man vorher gerade war. Dann kann man das gleiche Spielchen nochmal machen. Kommt aber auch nicht weiter.
 

VB1401n

Wikipedia: Response bedeutet im Direktmarketing das Verhältnis zwischen erhaltenen Reaktionen (Bestellungen, Anfragen) und ausgesendeten Exemplaren einer Werbemaß­nahme. Dabei müssen Reaktionen abgezogen werden, die zwar durch die Werbemaß­nahme ausgelöst wurden, die sich aber nicht auf das beworbene Produkt, sondern z.B. auf ein anderes Produkt, eine Nachfrage zu einem getätigten Kauf oder sonstige reakti­onsfremde Aktionen beziehen. Die Response ist ein früher, aber nicht endgültiger Indi­kator für den Erfolg einer Aktion.

Die Deutsche Post sollte mal die Response ihrer Webseite in Erfahrung bringen. In Schulnoten ausgedrückt von 1 bis 6 eine glatte 99!

Beim Nachsendeservice bestehen weitere Informationen aus:
 

VB1401o

Bei Premiumadress gibt es noch kein neues Jahr und keine weiteren Informationen.

Aber nur bei Premiumadress erfährt man, wenn man erst mal darauf kommt, „Leistungen & Preise“ und dann die alten und neuen Preise anzuklicken, dass die Anschriftenkorrektur bei Mängeln in der Anschrift und Unzustellbar, weil nicht zu ermitteln / Annahme verweigert / nicht abgeholt von 0,22 € auf 0,25 Euro (** entgeltfrei für die Sendungsart Brief in Verbindung mit Basis oder Report) und bei Umzugsadresse bzw. - Information (bei Umzug mit NSA – was hier hoffentlich nur Nachsendeauftrag heißt! – ) von 0,50 € auf 1,04 € steigt. (Und uns sicher alle interessiert, denn verstanden hab ich das ganze eh nicht ganz.)

Um zu dieser Erkenntnis zu gelangen, muss man sich das Ganze ausdrucken, um es überhaupt vergleichen zu können. Danke, liebe Post.

Bei Brief International nur ein rotes Wapperl, dass es neue Preise geben wird.

Fazit: Nach langer Recherche weiß man genau das, was man über jede Nachrichtensendung schon längst weiß. Kleinere Tücken, wie beim letzten Mal keine Erhöhung der Büchersendungen, nur die zwei kleineren Portostufen entfallen, merkt man dann schon, wenn es auf einmal 1,00 € statt 0,60 € kostet.
 

VB1401p

Irrt man dann mit der Maus bei Brief International über die Webseite, besser gesagt das rote Wapperl, taucht plötzlich „Geplante Preisänderung 2014“ auf, was jedem Eingeweihten sagt, da kann man klicken! Klicken! Und dann kommen tatsächlich die neuen Preise. So stellt man fest, dass es besser gewesen wäre, immer auf das rote Wapperl „Neue Preise zum 1.1.2014“ zu klicken – IQ-Test bestanden! – Sorry, doch nicht, denn das funktioniert nur hier! Alle anderen roten Wapperl funktionieren so nicht! Also doch wieder doof geblieben.

Aber etwas schlauer ist man doch: Beim Brief international steigt nur das Porto für den Maxibrief und der Büchersendung Priority 1000 – 2000 gr von 16,90 € auf 17,00 €, Infopost Stück Priority von 0,45 auf 0,48 € und Economy von 0,43 € auf 0,45 €, kg bleibt, bei Presse und Buch – Kilotarife steigt nur das Economy-Porto bei Stück von 0,55 € auf 0,60 € und kg von 4,50 € auf 5,00 €. Zusatzleistungen International: Einschreiben (auch der Einschreibeanteil beim Wertbrief) ebenfalls von 2,05 € auf 2,15 €, Nachnahme International von 5,95 € auf 7,14 €.

Response: Wenn man bei der Suche, wo findet man was, einen Preis gewinnen könnte, wäre das ganze für lange Winterabende ohne Fernsehkrimi nicht schlecht. Aber wo steckt der Hauptgewinn. Er scheint zu fehlen – oder liegt's am IQ? Oder doch alle Wapperl anklicken, nicht nur die roten ...

Samuel Fleischhacker

Internationale Ausstellungen

Hierfür dürfte der Artikel „Ein neuer FEPA-Vorstand will die Probleme europäischer Sammlerverbände bewältigen!“ in der philatelie Dezember 2013, S. 19, interessant sein. Vizepräsident Morolli sieht ein deutliches Potenzial für die über 5000 Vereine und 216.608 Sammler, ihre Strukturen – auch im Bereich der Kommunikation – zu verbessern, neue Ausstellungsmodelle zu entwickeln, Ausstellungsklassen zu reduzieren bzw. zusammenzulegen, das Jurywesen mit digitaler Unterstützung weiterzubilden und die Zusammenarbeit der Verbände zu intensivieren.

Beim FEPA-Kongress 2013 in Madrid gab es in den Diskussionen den interessanten Vorschlag, schnell und intensiv über eine europäische Aussteller-/Ausstellungs-versicherung nachzudenken, die optimale Angebote im Rahmen einer sog. Verbundversicherung für Interessenten aus allen Ländern bietet. Auch gemeinsame Transporte – ausgehend von einem europäischen Land – seien vorstellbar (Thema war hier die BRASILIANA). So entscheidet die Wahl der Versicherung, ob wertvolle Exponate im Flugzeug als normales Gepäck mitgenommen werden können oder sie als ausgesprochen teuere, umständlich und aufwändig zu versichernde Air Cargo Wertfracht speditiert werden müssen. Auch sind Luftfrachttransporte nicht wesentlich teurer, wenn nur die Fracht an sich mehr wird, was für Sammeltransporte spricht. Internationale Aus­stellungen sehen sich hier zunehmend weniger in der Pflicht.

Nach Ansicht der FIP sei all dies allein die Angelegenheit der Aussteller oder der teilnehmenden Länder. Bei der nächstjährigen Ausstellung in Seoul wurde einfach – bei enorm hohen Rahmengebühren – im Reglement festgelegt, dass Luftfrachttransporte nicht akzeptiert werden, nur noch Kommissare und Aussteller, die ihr Exponat selbst mit sich führen. Von den dabei entstehenden und kaum akzeptablen Prozeduren bei Speditionen und Zoll ist nicht die Rede, auch nicht, dass man Fachkenntnisse braucht, um letztlich sein Exponat wieder glücklich in die Heimat zurückzuführen. Einfuhr ist leichter als Wiederausfuhr!

Zusammenarbeit geht letztlich auch ohne Dachverbände, liebe FIP! Der Artikel „Von der Multilateralen in Haldersleben zur Partner-Nartionalen nach London 2014“ in der gleichen philatelie, S. 18, wird informiert, dass zur STAMPEX 2014 im Rang 1 Absprachen zwischen der Royal Philatelic Society und dem BDPh stattfanden mit dem Ergebnis, dass die Rahmenkosten für die deutschen Aussteller auf 16 € festgelegt wurden (incl. Wechselkursrisiko und PayPal-Gebühr), der Transport der Exponate aus­schließlich als zu versichender Sammel-Begleittransport des BDPh vorgesehen ist und der Eigenaufbau der Exponate ausgeschlossen ist (sicher wegen der Versicherung). Es stehen 16-Blatt-Rahmen (englische Norm!) zur Verfügung. Alle Ausstellungsklassen sind zugelassen, auch Literatur, aber nur englischsprachige. 1-Rahmen-Exponate werden in allen Klassen akzeptiert, selbst in sogenannten Nicht-FIP-Klassen wie „Werbemarken“ (Cinderella Class) oder „Ansichtskarten“ (Picture Postcard Class).

Auch die Einladung für die Gegenausstellung zu einer Bilaterale Deutschland – England 2015 in Gotha wurde schon ausgesprochen.

Ist hier auch bei uns ein plötzlicher Gesinnungswandel hin zur Idee, dass Dachverbände auch Dienstleister sein können, festzustellen? Dienstleister für das, was für den Einzelnen eine oft unüberwindbare Hürde ist. Am vorgenannten Beispiel zeigt sich, dass selbst gegenseitige Unterstützung zwischen nur zwei Partnern erhebliche Vorteile bringen kann. Vielleicht erkennt die FIP, dass sie mit ihrer Meinung bereits kräftig am eigenen Ast sägt, was aber auch andere erkennen sollten.

Samuel Fleischhacker

 

Wir trauern um ...
 

VB1401q