Januar 2008

Vereinsbote - Januar 2008 - 21. Jahrg. - Nr. 81
 

Inhaltsverzeichnis:
Jahresabschlussfeier
Kurze Übersicht über Aktivitäten 2007
Briefpreise bleiben stabil
Einladung zur Jahreshauptversammlung 2008
Vaterstetten - Tag der Briefmarke
Mythos Farbe
Tauschtage in der Umgebung
Einladung zum Großtauschtag
Mitgliedsbeiträge für 2008
Neue Michel-Kataloge
Todesanzeigen
Neujahrswünsche der Redaktion
Kennwort: Falsch

Jahresabschlussfeier der Germeringer Briefmarkenfreunde
am 15. Dezember 2007

Zu unserer Jahresabschlussfeier kamen 40 Vereinsmitglieder und Angehörige. Das sind zwar weniger als im vergangenen Jahr, aber am Wetter kann es nicht gelegen haben, denn es war schnee- und eisfrei. Die Anwesenden waren trotzdem am Ende mit der Veranstaltung sehr zufrieden.

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Die Ansprache mit einem kurzen Überblick über das Vereinsgeschehen des Jahres und einem Gedenken an die verstorbenen Mitglieder hielt diesmal unser Schatzmeister Erwin Götzinger; der auch durch den Abend führte. Er vertrat den 1. Vorsitzenden Heinrich Lünz, der zur Zeit im Krankenhaus liegt. Wir wünschen ihm baldige Genesung und hoffen, ihn im Jahr 2008 wieder in unserer Mitte zu haben.

Für die musikalische Unterhaltung sorgte die „Deininger Tanzimusi", die von Liane Kramhöller, der Gattin unseres 2. Vorsitzenden, engagiert wurde. Mal was anderes, und dass es allen gefallen hat, zeigte der Applaus nach jedem Stück.

Schon eine Tradition ist die Ehrung der Vereinsjubilare, von denen leider nicht alle anwesend waren. Gedankt wurde auch den Mitgliedern. die sich das ganze Jahr über für den Verein besonders engagiert haben, sei es mit dem Vereinsboten, der Vereinsbibliothek, dem Internet, der Gruppe Gröbenzell, der jährlichen Weihnachtsgeschichte oder dem Kassenwesen.

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Ein Hauptpunkt des Abends war natürlich wie immer der Verkauf und die Überreichung der Gewinne, die sich sehen lassen konnten. Dass die Jahresabschlussfeier gut ankam, konnte man daran sehen, dass viele sich erst sehr spät am Abend auf den Heimweg machten.

Kurze Übersicht über Aktivitäten der
Germeringer Briefmarkenfreunde im Jahre 2007

  • Großtauschtag im Februar
  • Jahreshauptversammlung im März
  • Teilnahme am LV-Tag im Mai in Farchant
  • 22 Vereinsabende, davon 2 mit vereinsinterner Auktion im April und November
  • Volksfesteinzug im Juli
  • Jahresabschlussfeier im Dezember

Gemeinsame Unternehmungen von Vereinsmitgliedern:

  • Vereinsausflug im Juni zur REGENIA 2007 nach Regen zusammen mit Mitgliedern der Briefmarkenvereine aus Dachau und Fürstenfeldbruck
  • Besuch der Internationalen Briefmarkenbörse in München im Mai
  • Besuch der 25. Internationalen Briefmarkenbörse in Sindelfingen im Oktober
  • Teilnahme an verschiedenen Tauschtagen im Großraum München, aber auch in Innsbruck, Braunau, Garmisch, Simbach , Roth usw., alles mit sehr guter Germeringer Beteiligung

Fazit: Neben den bestehenden guten Kontakten zu den Vereinen in Dachau und Fürstenfeldbruck wurden Kontakte zu St. Ottilien und der ArGe Münchner Philatelistenvereine geknüpft. Damit hat sich die Präsenz der Germeringer Briefmarkenfreunde weiter verstärkt.

Briefpreise bleiben stabil

Wie die DPAG im November mitteilte, bleiben die Entgelte für Briefe und Karten im In- und Auslandsdienst auch 2008 unverändert. Das Markenprogramm für 2008 kann also ohne Hindernisse ausgeführt werden. Auch die Wohlfahrtsmarken vom 27.12.2007 unterliegen damit keinem Wechsel in der Nominale.

Einladung zur Jahreshauptversammlung

Liebe Mitglieder,
 
wieder ist ein Jahr vergangen und die satzungsgemäße Jahreshauptversammlung steht an. Wir möchten Sie herzlich dazu einladen. Sie findet statt am:

Freitag, den 7. März 2008
Beginn und 19:00 Uhr
Lena-Christ-Saal, Stadthalle Germering
 
Tagesordnung:

  1. Begrüßung durch den 1. Vorsitzenden
     
  2. Jahresberichte
    a) 1. Vorsitzender
    b) Schatzmeister
    c) Kassenprüfer
     
  3. Genehmigung der Jahresberichte und
    Entlastung der Vorstandsschaft
     
  4. Besprechung der Anträge
     
  5. Verschiedenes

Da unser Vorsitzender, Herr Heinrich Lünz, erkrankt ist, sind heuer alle Anträge zur Tagesordnung bis spätestens 8. Februar 2008 schriftlich bei unserem 2. Vorsitzenden, Herrn Albert Kramhöller, Hans-Huber-Str. 22, 82110 Germering, einzureichen. Wir bitten um Ihr Verständnis.

Samuel Fleishchacker, Schriftführer

Vaterstetten – Tag der Briefmarke 2007
 
Ein Interview mit Benno Groß,
Mitglied der Forschungsgemeinschaft 'Tag der Briefmarke',
Vorsitzender des Briefmarkensammler-Vereins Grafing – Ebersberg e.V.
und Mitglied der Briefmarkensammler Vaterstetten e. V.
 

Samuel Fleischhacker: Nicht nur, dass auf der Ausstellung der Briefmarkensammler Vaterstetten e.V. zum Thema „Tag der Briefmarke“ ausgestellt haben, Sie gelten in unseren Vereinen als Mentor und Ansprechpartner zum Thema „Tag der Briefmarke“. Woher kommt Ihr Interesse.

Benno Groß: Ursprünglich sollte es der „Tag des Sammlers“ sein und auch der Anstoß hierzu kam von den organisierten Sammlern.

S.F.: Wie ist er denn entstanden?

B.G.: Beim 11. Bundestag des Bundes deutscher Philatelistischer Verbände 1934 in Danzig wurde von Hans von Rudolphi (Pressechef IPOSTA 1930) gefordert, jährlich und weltweit den „Tag des Sammlers“ zu begehen. Im folgenden Jahr wurden am 17.August 1935 vom 12. Bundestag bereits Richtlinien zur Durchführung vorgeschlagen „Zu Ehren des Geburtstages des Generalpostmeisters Heinrich von Stephan“.

S.F.: Beschränkte sich damit die Forderung nicht nur auf Deutschland.

B.G.: Keinesfalls! Heinrich von Stephan gelang es nicht nur, ein einheitliches deutsches Postwesen zu schaffen – vor allem, da er Thurn und Taxis zwang, dem preußischen Staat die Posteinrichtungen zu überlassen, und schließlich die Reichspost schuf – , er begann bereits vorher damit, Postverträge mit europäischen Staaten zu schließen. Mit seinem diplomatischen Geschick gelang es ihm, dass 22 Staaten am 15. September 1874 am ersten internationalen Postkongress in Bern den „Allgemeinen Postverein“ gründeten, aus dem später der „Weltpostverein“ entstand, dessen Präsident er bis 1891 war. Heute ist die Union postale universelle – Universal Postal Union (UPU) eine Sonderorganisation der Vereinten Nationen. Er ist also für die Entwicklung des weltweiten Postverkehrs von entscheidender Bedeutung gewesen. In Deutschland wurde er Ehrendoktor, Staatssekretär des Reichspostamtes und Staatsminister.

S.F.: Er also hat das, was wir heute so begeistert sammeln, in seiner Vielfalt erst geschaffen.

B.G.: Ja. Er hat aber auch Telegrafenwesen und das Telefonnetz in Deutschland aufgebaut, dessen Fortentwicklung technische Möglichkeiten geschaffen hat, die heute die Notwendigkeit von Briefen und damit von Briefmarken in den Hintergrund drängen. Seine Ideen führten letztlich zur Möglichkeit, heute Emails zu versenden. Er gab uns die unzähligen Marken und nimmt sie uns langsam wieder.

S.F.: Wie ging es nun weiter in Deutschland mit dem „Tag des Sammlers“?
 

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B.G.: Der „Tag des Sammlers“ sollte an seinem Geburtstag, der am 7. Januar 1831 in Stolp, Pommern, war, also jeden 7. Januar oder dem darauf folgenden Sonntag, gefeiert werden. Das hielt aber Österreich nicht davon ab, ihn am 1. - 3. Dezember 1935 erstmals mit großem Erfolg zu begehen, was später von der FIP gerügt wurde. In Berlin nannte die Berliner Zeitung die für den 7. Januar 1936 geplante Veranstaltung plötzlich „Tag der Briefmarke“. Diese Namensänderung bürgerte sich sofort ein. Aber auch in Deutschland war jemand schneller: Aschaffenburg feierte den „Tag der Briefmarke“ bereits vom 4. - 7. Januar 1936. In Berlin gab es am 7. Januar 1936 einen Stempel „1. Tag der Briefmarke“ mit dem Text: „Gründungstag des Reichsverbandes der Philatelisten“ und einen weiteren mit dem Text „Postwertz. Ausstellung 105 Jahre J. Stephan“, außerdem einen Werbefreistempler „Tag der Briefmarke Gründungstag Reichverband der Philatelisten“. In Aschersleben gab es einen Werbefreistempler „Tag der Briefmarke Ka-Be Briefmarkenalben“.

S.F.: Also hatte Österreich die Nase vorn.
 

B.G.: Auch die Ungarn wollten die ersten sein – bis heute! So steht auf dem Block zum 23. Briefmarkentag 1950 (XXIII. Bélyegnap 1950), womit der erste also bereits 1927 gewesen wäre!? Hier geriet wohl die Nummerierung der Philatelistentage etwas durcheinander. Der erste ungarische Tag der Briefmarke war aber am 8. Mai 1937 (14. Ungarischer Philatelistentag). Die erste Marke zum XX. Bélyegnap (Briefmarkentag) gab es am 21. Dezember 1947 mit dem Motiv einer Postkutsche aus dem 16. Jahrhundert.

S.F.: Und was tat sich auf internationaler Ebene?

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B.G.: Am 29. August 1936 wurde beim 11. Jahreskongress der Fédération Internationale de Philatélie (FIP) in Luxemburg der Antrag des Deutschen Reichsbundes der Philatelisten „Ein gemeinsamer Tag der Briefmarke“ und dessen Begehung am 7. Januar oder dem darauf folgenden Sonntag behandelt. Vom 18. - 27. Juli 1937 wurde dies beim 12. Jahreskongress der FIP so beschlossen, allerdings sollte jeder Verband selbst bestimmen, wann dieser Tag gefeiert werden soll. Die Mehrheit der Anwesenden war nicht mehr bereit, einen Deutschen trotz seiner Bedeutung international zu ehren. Deutschland, das jede Gelegenheit wahrnahm große Deutsche mit viel politischer Werbung herauszustellen, blieb beim 7. Januar bis zum Ende des II. Weltkrieges. 1937 überdruckte Ka-Be auf Bogen der Hindenburg-Medaillon jede zweite Marke mit einem Werbedruck „Tag der Briefmarke“, so dass Zierfelder entstanden, deren Verwendung aber kurz darauf von Reichspostministerium verboten wurde. Der Reichsbund der Philatelisten wurde 1941 in die Nazi-Organisation „Kraft durch Freude“ eingegliedert. 1941 - 1944 gab es zum „Tag der Briefmarken“ Sondermarken mit volkstümlichen und nostalgischen Motiven, die Spenden für das KdF-Gemeinschaftswerk erbringen sollten, beginnend am 12. Januar 1941 mit dem bekannten Postillion vor einer Weltkugel. 1942 feierten die Deutschsprachigen in Rumänien den „Tag der Briefmarke“ auf einem Beleg in deutscher Sprache mit rumänischen Marken. Der Druck auf die Sammler, Winterhilfswerk-Marken als Frankatur für die Sonderstempel zum „Tag der Briefmarke“ zu verwenden, wurde immer größer.

S.F.: Wie ging es nach dem Krieg weiter?

B.G.: Der Bund Deutscher Philatelisten – Nordrheinprovinz-Westfalen rief im Oktober 1947 auf, Briefmarkenausstellungen zum „Tag der Briefmarke“ zu organisieren. Der Bund Deutscher Philatelisten – britische Zone rief auf seiner Gründungstagung am 26.10.1946 in Hannover auf, alljährlich wieder am 1. Sonntag nach dem 26. Oktober (dem Gündungstag des BDPh) den „Tag der Briefmarke“ zu feiern. Und tatsächlich, am 26. Oktober 1947 beging man den erstmals wieder den „Tag der Briefmarke“ mit einen einheitlichen Serien-Sonderstempel der Deutschen Post. Ausnahmen bildeten Dresden mit dem 12. Januar.1947 (erster Sonntag nach dem 7. Januar) und das Saarland von 1949 bis 1956, das unter französischer Posthoheit stand. Den Anfang der Ausgabe von Sondermarken zum „Tag der Briefmarke“ machte am 10. Januar 1946 Cottbus mit Stadtpost-Sondermarken, indem zeitgleich mit der Ausgabe der Wiederaufbau-Serie einige Werte auch mit Aufdruck erschienen. Seit 1949 gibt es mit der Gründung der BRD mit dem Sonderstatus Berlin und der Bildung der DDR Sondermarken „Tag der Briefmarke“ deutschlandweit. Am 30. September 1949 gab es in der BRD eine Marke „100 Jahre deutsche Briefmarken“, am 9. Oktober 1948 „75 Jahre Weltpostverein“ und am 25. Oktober 1952 die erste „100. Jahrestag der Erstausgabe der Briefmarken von Thurn und Taxis – Tag der Briefmarken“. Sie steigerten sich zu einer wahren Flut von Ausgaben in den 50er-Jahren, bis dies, wie auch die Sonderstempel, Ende der 60er-, Anfang der 70er-Jahre fast ganz abebbte. Dem frischgewählten Präsident des BDPh Dr. Heinz Jäger und seinem Vize Hans Peikert gelang es beim 76. Philatelistentag in Berlin am 21. September 1975, dem „Tag der Briefmarke“ wieder Leben einzuhauchen. Seit 1979 gibt es Zuschlagmarken zugunsten der Stiftung zur Förderung der Philatelie und Postgeschichte. Seit 1986 gibt es auch einen „Tag der jungen Briefmarkenfreunde“. 1997 und 1999 wurde der Zuschlag der Briefmarken „Tag der Briefmarke – IBRA 99“ zur Finanzierung der Briefmarken-Weltausstellung in Nürnberg verwendet. 2000 endeten die zu „betulichen“Ausgaben zum Thema „Tag der Briefmarke“ und wurden durch nicht minder „betuliche“ Sondermarken „Für die Briefmarke“ - zunächst im 2jährigem Turnus – ersetzt. Am 12. Oktober 2000 war das Motiv der Marke „Für die Briefmarke“ ein Briefumschlag, Schreibzeug, die „Goethe“-Marke und ein Notizzettel. Schon am 8. März 2001 zeigte die „Für die Briefmarke“ die Wuppertaler Schwebebahn. 2002 begann der „2jährige Rhythmus – es gab keine. Am 10. April gab es die letzte „Für die Briefmarke mit dem Motiv 75 Jahre des ersten Transatlantikfluges in Ost-West-Richtung. Am 7. Oktober 2004 gab es wieder die erste Marke „Tag der Briefmarke“ mit der DO X und dem Beginn der jährlichen Ausgaben wechselnd mal in der ersten, dann in der zweiten Jahreshälfte.

S.F.: Und wie ging es im und nach dem Krieg im Ausland weiter?

B.G.: Am 10.1.1937 feierten die Niederländer den ersten „Tag der Briefmarke“ und am 5. Juli 1935 die Schweizer. Am 12. Dezember 1944 gab Spanien nur an diesem „Tag der Briefmarke“ eine Luftpostmarke heraus, allerdings ohne den Anlass auf der Marke zu würdigen, am 26.5.1946 erschien in Bulgarien die Marke mit dem „Bulgarischen Wappenlöwen“ ebenfalls ohne entsprechenden Text.. Am 23. Juni 1946 war der erste „Tag der Briefmarke“ in Monaco. Aber das sind nur Beispiele.

S.F.: Wie läuft der „Tag der Briefmarke“ zur Zeit ab?

B.G.: Der Bund Deutscher Philatelisten e. V. führt nach 1945 keine zentralen Feiern mehr durch. Dafür sind die Landesverbände zuständig, die verschiedene Termine, meist im Oktober, ansetzen. In den 70er-Jahren gab es bis zu 32 Feiern pro Jahr. Die Briefmarken zum „Tag der Briefmarke“ werden unabhängig davon zu verschiedenen Terminen ausgegeben, so 2006 im Oktober, 2007 im März.

S.F.: Wie ist der derzeitige Trend?
 

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B.G.: Es gibt immer weniger Veranstaltungen zum „Tag der Briefmarke“. Grund sind die fehlenden Mittel und das allgemein sinkende Interesse am Briefmarkensammeln. Auch die Deutsche Post unterstützt mit ihren Markenausgaben „Für die Briefmarke“ nicht gerade die Sammler. So ist 2007 eine Ausgabe im März kontraproduktiv, wenn meist im Herbst gefeiert wird. Das Motiv Zeppelin – 1. planmäßige Passagier-, Fracht- und Postbeförderung wird nicht unbedingt sofort als Postbeförderungsmittel erkannt. 2005 wurde wenigstens ein gelber Postbus zu „100. Jahre deutsche Kraftpost“ abgebildet. Die Portostufe 170 + 70 ist nicht nur sehr teuer und für eine portogerecht frankierte Sammlerpost mit einer Portostufe für Briefe nach Übersee denkbar ungeeignet. Warum wohl griffen alle auf die 55 Cent-Marke vom letzten Jahr zurück?

S.F.: Trotz aller Sorgen vorher war die Veranstaltung der Briefmarkensammler Vaterstetten e. V. zum „Tag der Briefmarke“ doch ein großer Erfolg. Doppelt so viele Händler und Besucher wie im Vorjahr. Keiner, vor allem nicht die Post, klagte über ein schlechtes Ergebnis! Die Resonanz war überaus positiv und vor allem die Ausstellung – auch am Samstag - gut besucht.

B.G.: Es waren ja eigentlich mehrere Veranstaltungen zugleich, denn es war auch die Feier zum 20jährigen Bestehen des Vereins. In erster Linie entscheidend war der Tauschtag am Sonntag. Dann gab es die Ausstellung im Rathaus am ganzen Wochenende. Das Team Erlebnis: Briefmarken der Deutschen Post schaffte die Möglichkeit, einen Sonderstempel und Belege zum „Tag der Briefmarke“ und zum Vereinsjubiläum aufzulegen. Es zeigte sich, dass die vielen Werbezettel, die bei anderen Tauschtagen aufgelegt wurden, die Werbung in der Presse und vielleicht auch unser neuer Internetauftritt sicher zum  Erfolg beigetragen haben. Außerdem führte der Landesverband Bayerischer Philatelisten-Vereine e.V. gleichzeitig eine Vorstandssitzung und ein Tischrundengespräch in Vaterstetten durch. Und da gab es noch den „Tag der Briefmarke“, den man werbewirksam verwenden konnte, der aber für sich allein sicher nicht diesen Erfolg gebracht hätte. Finanziell haben wir unserem Bürgermeister mit einer tiefen Verbeugung zu danken, denn ohne Unterstützung der Gemeinde wäre das alles zwar ein großer Erfolg, aber dennoch ein finanzielles Fiasko geworden.

S.F.: Ich danke für das offene Gespräch und hoffe, dass Sie noch viele „Tage der Briefmarke“ erleben werden.

B.G.: Und ich wünsche für 2008 dem Philatelisten-Club München e.V. und für 2009 den Germeringer Briefmarkenfreunden e. V. viel Spaß, viel Erfolg und vor allem viel Unterstützung für die Ausrichtung des „Tags der Briefmarke“.

Samuel Fleischhacker
 

Mythos Farbe

Deutsches Reich Mi.-Nr. 112: 40 Pfg.
a) schwarzopalgrün bis schwärzlichgrün (dunkelbläulichgrün)

Falz:

-.20

postfr.:

-.70

gest.:

4.--

Brief:

10.--

b) dunkelgrün (poröser Druck / blaßgrün)

Falz:

100.--

postfr.:

260.--

gest.:

14000.-

Brief:

17000.--

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Einer Privatsammlerin bestätigte ein Münchener Experte des BPP, dass ihr Brief einer mit der Mi.-Nr. 112 b und somit ein sehr kostbares Sammlerstück sei. Da Geld auch seinen Reiz hat, wechselte der Brief mehrfach seinen Besitzer, bis er zusammen mit anderem von einem Hamburger Auktionator, der ihn „gekauft wie gesehen und besichtigt“ hatte, für 8500 € versteigert wurde. Dem Käufer bestätigte ein Gutachter, dass auf dem Brief lediglich die billige Massenware Mi.-Nr. 112 a klebte – und verweigerte zurecht die Bezahlung – und so trafen sich Auktionator und BPP-Prüfer vor dem Landgericht München I. Dieses machte sich die Auffassung des Prüfers, dass sein  Attest  lediglich eine Geschäftsbeziehung zwischen ihm und der Privatsammlerin darstelle, zu eigen und dass aber trotzdem eine Gewährleistung zwischen Verkäufer und Käufer bestünde, da der Käufer wegen des Attestes nicht damit habe rechnen müssen, dass es sich um die billige Marke handeln würde. Der Auktionator müsse sich also an dem schadlos halten, von dem er den Brief erworben hat. Mit dieser Einschätzung wäre also jedes Attest bei einer Veräußerung für den Erwerber wertlos, wenn man die Briefmarke verkauft, bzw. jedes mit Attest gekaufte Stück erst nach neuer Prüfung – falls mit gleichem positiven Ergebnis – wieder etwas wert!?

Der Auktionator ging nun vor das Oberlandesgericht München, um den geforderten Regress von über 10000.- € durchzusetzen. Der beklagte Prüfer gab zu bedenken, dass auf diese Weise der Preis hochgeschaukelt werden könnte um anschließend der arme Prüfer zur Kasse zu bitten, nahm aber dann einen Vergleich von über 6000 € an, wohl um einen Urteilsspruch zu vermeiden.

In letzter Zeit ist unter den Briefmarkensammlern und auch unter den Prüfern das Thema Farbe vermehrt Gesprächsstoff. Zum einen werden die in den Katalogen angegebenen Farben immer kritischer diskutiert und vermehrte und neue Farbbezeichnungen in Katalogen irritieren die Sammler. Mehrere diesbezügliche Artikel in der 'philatelie' über die Farbbestimmung von Briefmarken zeigen, dass dieses Thema mehr als nur aktuell ist.

Zunächst ein Ausschnitt aus der Prüfordnung des BPP zum Thema Farbe:

4. Umfang der Prüfung

4.2. ... Die Tätigkeit des Prüfers kann die Einordnung des Prüfgegenstandes nach ..., Farbe, ... gegen besondere Berechnung gemäß Ziffer 10.4. einschließen, soweit diese in den für das Prüfgebiet maßgeblichen Katalogen aufgeführt sind. Die Farbbezeichnung eines Prüfgegenstandes im Katalog kann mehrere Farbtönungsunterschiede enthalten. Solche entstehen in der Regel durch abweichende Mischungen der Druckfarbe. Sie können außerdem durch chemische oder physikalische Einflüsse entstanden sein (z. B. sog. Farbschwankungen durch unterschiedliche Sättigung einer Druckfarbe, die hellere oder dunklere Farbeindrücke hervorrufen). In Übergangs- und Grenzbereichen von Farbbezeichnungen können Prüfgegenstände nicht eindeutig einer Farbbezeichnung zuzuordnen sein. Auch unterliegt die Zuordnung eines Prüfgegenstandes zu einer bestimmten Farbbezeichnung im Katalog immer subjektiven Einschätzungen. Der Prüfer wird in der Regel die Bestimmung der Farbe visuell vornehmen. Die Anwendung aufwendiger oder besonders kostenintensiver Verfahren, wie z. B. Spektralanalyse, Spektralphotometrie, Fluoreszenzmikroskopie, chemische Methoden, ist zum Zweck der Farbzuordnung nicht geschuldet.

10.4. Für besonders zeitintensive und schwierige Prüfungen kann der Prüfer einen vorher schriftlich zu vereinbarenden Aufschlag verlangen. Dies gilt auch für das Einordnen von Prüfgegenständen nach Druckart, Type, Wasserzeichen, Trennungsart, Farbe, Lochung und Papier.

Bei kritischer Betrachtung des Themas Farbe in dieser Prüfordnung muss man sich tatsächlich fragen, ob Farbe – außer hinsichtlich der Kosten – überhaupt ein verlässliches Prüfkriterium, weil subjektives, sein kann, obwohl die Farbe einer Marke für einige Sammler ein erheblich wertbestimmendes Merkmal einer Briefmarke darstellt. Die den Streit vor dem OLG München auslösende, wahrscheinlich visuell vorgenommene, Prüfung scheint hier zumindest kläglich versagt zu haben.

Mein persönliches Interesse gilt Graphik und Layout von Printmedien und als Sammler von Motiven dem, was auf einer Briefmarke in möglichst guter Qualität dargestellt ist. Leider ist für mich dadurch gerade das, was viele Sammlerherzen an Abarten und Druckfehlern erfreut, nur ein Qualitätsmangel, der die Schönheit des Motivs einschränkt. Vielleicht sehe ich daher auch die Diskussionen zum Thema Farbe aus einer anderen Sicht, die ich Ihnen hier vorstellen möchte:

Beginnen wir mit einem weißen Blatt Papier. Welche Farbe hat es in der Sonne, im Schatten, am Abend? Natürlich weiß. Aber tatsächlich? Spätestens der Diafilm bringt es an den Tag: weiß, blau oder rotorange. Es ist unser Gehirn, das uns das Weiß – das ja aus unserer Erfahrung weiß sein muss – als weiß „denkt“. Fotografieren sie in einem Raum mit den üblichen Leuchtstoffröhren ohne Blitz – die Aufnahmen können sie in der Regel wegwerfen. Ich wundere mich deshalb immer, wenn auf Messen unter künstlichem Licht Farben von Briefmarken mit einem Farbführer beurteilt werden. Zu einer zwar immer noch subjektiven, aber zumindest etwas sinnvolleren Beurteilung sollte man nur eine genormte Tageslichtlampe (Druckereibedarf) oder Tageslicht benutzen. Ich sehe auch den MICHEL-Farbführer nicht nur, weil er nur Farbbezeichnungen, aber keine Normbezeichnungen angibt, kritisch, auch, weil normierte Farbkarten meist zehnmal so teuer sind.

Objektiv kann man Farbe nur mit einem Spektralfotometer beurteilen. Kosteten diese vor Jahren noch fünfstellige Beträge, so sind diese heute für 1000,- bis 2000,- Euro erhältlich. Dass es sich hierbei um ein besonders kostenintensives Verfahren, wie es die Prüfordnung des BPP beschreibt, handelt, kann ich bei den geforderten Prüfgebühren nicht nachvollziehen.

Gibt es andere Gründe für die Prüfer, eine objektive technische Farbprüfung zu meiden?

Erlauben Sie mir einen Ausflug zu Druckfarbe, Papier und Gummierung. Wichtig ist, wie gedruckt wurde und wird, woraus die verwendeten Materialien bestehen und wie sich diese im Laufe der Zeit verändern können.

So banal es klingt, eine einheitliche Farbe des Druckes setzt immer voraus, dass der Drucker sorgfältig arbeitet, die Druckfarbe gleichmäßig verteilt und das Papier gleichmäßig auf die Druckplatte oder -walze angedrückt wurde.

Wichtig ist hier gleich auch die Anmerkung, dass durch Chemikalien einige Druckfarben in ihrer Farbe drastisch verändert werden können. Bei der Vielzahl der möglichen Chemikalien und der meist unbekannten Zusammensetzung der Druckfarben kann der Nachweis, dass eigentlich eine Fälschung vorliegt, schwierig sein.

Druckfarben sind heute standardisiert und für die verschiedenen Anwendungsgebiete hoch spezialisiert. Die modernen Drucktechniken (Offsetverfahren) verlangen hohe Farbtreue und Beständigkeit, gilt es, Farbbilder und Kunstdrucke möglichst naturgetreu und lebensecht darzustellen. Das Dunkelblau einer MasterCard heißt heute PANTONE 2758C, C100/M80/Y0/K35 oder R0/G0/B102 und ist damit in engsten Grenzen festgelegt. Das war sicherlich noch in der ersten Hälfte des letzten Jahrhunderts noch nicht so. Gewiss konnte ein Drucker zwischen hell-, mittel- und dunkelblau unterscheiden, aber nahm er die Farbtreue so wichtig wie er es heute tun muss? War der der neue Eimer Farbe für seine Druckmaschine im heutigen Sinne wirklich vom gleichen Farbton? Waren noch Reste einer vorhergehenden anderen Farbe in der Druckmaschine vorhanden? Wurde die Farbe vom ersten bis zum letzten Bogen gleichmäßig aufgetragen? Macht es vor diesem Hintergrund tatsächlich Sinn, ausgehend von unseren heutigen Standards, die Farben älterer Marken zu klassifizieren? Oder ist hier der Wunsch, eine besondere Rarität zu besitzen, Vater des Gedankens? Können Sie sich die Farbbezeichnung dunkelockerbraun bis (dunkel)siena (viele Töne) [mittel- bis dunkelbraun] einer alten Bayern-Marke wirklich vorstellen und vor allem, auch zur Farbbeurteilung anwenden?

Druckfarben bestehen aus anorganischen und organischen Pigmenten, bei Schmuckfarben auch aus Metallpigmenten, dispergiert in Bindemitteln (Harze, Pflanzen- und Mineralöle) und Hilfsstoffen, bei Tief-, Flexo- und Siebdruckfarben auch Lösemittel. Druckfarben sollen beständig sein gegen mechanische Beanspruchungen und lichtecht, besonders hinsichtlich UV-Strahlung. Des weiteren soll sie beständig sein gegenüber Lösemitteln, Säuren und Basen. Für moderne Druckfarben gilt das weitgehend, auch wenn einige Hersteller von Tintenpatronen für Tintenstrahldrucker wohl dies noch nicht wissen, wenn die Ausdrucke nach einigen Monaten durch das überall vorhandene UV-Licht immer mehr verblassen. Die auf einigen wenigen alten Marken verwendeten Bleifarben werden schwarz, wenn man sie in alten schwefelhaltigen Klarsichthüllen aufbewahrt. Und wer kennt nicht die absolut rare und in keinem Katalog verzeichnete Mi.-Nr. 128 10 Pfg. Posthorn im satten dunkelblau, die nie so gedruckt wurde?

Papier besteht aus Cellulose, früher und heute noch für hochwertiges Papier aus Hadern (Baumwolle oder Leinen). Cellulose wird heute in Aufschlussverfahren aus Holz gewonnen, für Druckerzeugnisse gebleicht und mit Leimsubstanzen und Füllstoffen, manchmal auch Farben und heute oft auch Aufhellern, versetzt. Wurden beim Leimen Aluminiumsalze verwendet, können diese in feuchter Umgebung Schwefelsäure bilden, wodurch Stockflecken und z. B. der säuerliche Geruch alter Bücher entstehen und letztlich das Papier zerstört wird (Stichwort: Büchersterben).

Die Gummierung besteht heute durchgehend aus Polyvinylalkoholen, die unproblematisch zu sein scheinen. Früher verwendete man tierische Leime, die verspröden, wodurch die Marke insgesamt durchbrechen kann. Versuche mit damals „moderneren“ schwefelsäurehaltigen Gummierungen zerstören im Laufe der Zeit das Papier (Deutsches Reich: OSTROPA-Block). Die hochtechnisierten Klebstoffe der selbstklebenden Briefmarken stellen postfrisch aufbewahrt zunehmend eine Bedrohung dar, da diese oft aus der Stanzung bräunlich verfärbt hervortreten oder die sogar Marke durchdringen.

Gestempelte Briefmarken werden in der Regel abgelöst, also mit Wasser (auch ein Lösemittel!) behandelt. Wasserzeichen werden gerne mit Benzin (auch ein sehr wirksames Lösemittel!) sichtbar gemacht.

Aufbewahrt wurden die Briefmarken in Alben, hergestellt aus Karton, Papier, Pergaminpapier, Leim und für den Deckel Leinen, Leder oder Kunstoff, die unter Umständen, aber eher selten,  schädliche Substanzen enthielten. Wurden Falze verwendet, beschädigten diese die Gummierung, manchmal durchtränkte der verwendete Klebstoff auch die Marke. Heute ist die Aufbewahrung unter Klarsichthüllen Stand modernen Sammelns, wodurch bei der immer vorhandenen Feuchtigkeit ein ideales Mikroklima für Pilze geschaffen wird, die in Papier und Gummierung auch ausreichend Nahrung finden. Selbst in ungesund trockener Zimmerluft ist reichlich Feuchtigkeit, auch Zigarettenrauch, Formaldehyd aus Pressspanplatten und natürlich auch alle Schadstoffe aus unserer „Frisch“-luft vorhanden.

Auch Wärme kann Farbänderungen hervorrufen und manche Farben erheblich nachdunkeln lassen..

All diesen Faktoren sind unsere Sammelobjekte jahrzehntelang ausgesetzt. Sie beeinflussen deren Druckfarben, deren Papier und deren Gummierung je nach Lagerung unterschiedlich stark, aber unvermeidlich. Zwangsläufig bildete sich aus einer Originalfarbe im Laufe der Zeit eine ganze Palette verschiedener Farben aus, auch wenn diese früher einmal weitgehend einheitlich aussah. Betrachtet man eine Vielzahl (Hunderte!) von Marken, so war sicher jede von ihnen mehr oder weniger verschieden Einflüssen ausgesetzt. Die einen sind ausgebleicht, die anderen vielleicht dunkler geworden, andere haben ihren Farbton geändert. Aber bei Sortieren dieser vielen Marken muss es fließende Übergänge dieser Veränderungen geben – außer, es wurde von Anfang an mit verschiedenen Farben gedruckt.

So wie von einem Druckfehler stillschweigend vorausgesetzt wird, dass er bereits beim Druck entstanden sein muss, gilt dies so bei den Farben anscheinend nicht, denn beurteilt wird immer die jetzt vorhandene Farbe. Kann man überhaupt bei der riesigen Bandbreite an Farbnuancen einiger Briefmarken objektive Kriterien finden, ob ursprünglich in verschiedenen Farben gedruckt wurde. Ich glaube ja!

Ein sehr vernünftiger Ansatz stand in der philatelie Nr. 354: Man kann (mit erheblichen Aufwand) Hunderte von gleichen Marken spektrometrisch untersuchen und die Farbwerte in einer Grafik darstellen. Wurde nur eine Farbe verwendet, so bilden die gemessenen Werte, in einem Diagramm dargestellt, eine „Wolke“, die sich je nach Empfindlichkeit der Farbe mehr oder weniger um einen Mittelwert ausbreitet – in der Statistik Streuung genannt. Wurden tatsächlich unterschiedliche Farben verwendet, müssten sich mehrere von einander unterscheidbare Wolken und Mittelwerte ausbilden. Erst im letzteren Fall, Manipulationen ausgeschlossen, könnten zwei oder mehrere verschiedene ursprüngliche Farben angenommen werden und auch exakt mit ihren Wertebereichen (Mittelwert und Streuung) bezeichnet werden. Eine solche wissenschaftliche Vorgehensweise mag viele erschrecken, ist aber sicher aussagekräftiger als dunkelockerbraun , was immer das sein mag.

Übrigens glaube ich nicht, dass sich bei einer Katalogisierung nach diesen Kriterien nun jeder Sammler sofort teure Messinstrumente anschaffen muss. Im Gegenteil, ich glaube vielmehr, dass sich zeigen wird, dass viele ältere Briefmarken einfach eine große Bandbreite an Farbabweichungen aufweisen werden und viele „Farbraritäten“ aus den Katalogen zum Nachteil einiger weniger Farbfetischisten verschwinden werden. Wenn eine alte, früher mittelbraune Marke im Laufe der Zeit vor Licht geschützt in der Wärme immer dunkler wurde oder im Tageslicht zu hellbraun ausbleichte, dann ist halt leider dunkelockerbraun nichts besonderes mehr, sondern nur eine Spielart unter vielen fast gleichen.

Wenn Sie nun von meiner kritischen Sicht der Katalogisierung von Farben beim Lesen infiziert wurden, dann sollten Sie sich folgende Artikel in der philatelie nochmals zu Gemüte führen:

philatelie Nr. 349 Juli 2006
Wolfgang Maassen,
Das Farbproblem in der Philatelie. Aktuelle Wegweisung der Jahrestagung des BPP 2006.

  • Was ist eigentlich aus den konkreten Vorschlägen zur Jahrestagung 2007 geworden?

philatelie Nr. 351 September 2006
Rolf Tworek, Dr. Helmut Oechsner,
Farben sehen – Briefmarkenfarben bestimmen

  • Der Artikel erklärt ausführlich die Theorie der Farbbestimmung und beschreibt die Anforderungen an eine visuelle Farbprüfung.

philatelie Nr. 354 Dezember 2006
Joachim Bernhöft,
Farbmessungen in der Philatelie.
Chancen und Gefahren der neuen Techniken (1)

  • Der Artikel beschriebt ausführlich die Einordnung von Druckfarben in Farbräume zur objektiven Klassifizierung,

philatelie Nr. 355 Januar 2007
Joachim Bernhöft,
Farbmessungen in der Philatelie.
Chancen und Gefahren der neuen Techniken (2)

  • Eine kritische Auseinandersetzung mit dem Begriff Katalogfarbe mit dem Fazit: Die Katalogfarbe ist also eine – wie auch immer zustande gekommene – philatelistische Übereinkunft, nach welcher nun der Kataloghersteller druckt, der Prüfer prüft und der Sammler gelegentlich sammelt, ...

philatelie Nr. 360 Juni 2007
Reinhard Busse ,
Farbmessung mit Scanner in der Philatelie.

  • Ich freue mich immer, wenn Philatelisten sich auch für PC, Drucker und Scanner interessieren, können sie doch sehr hilfreich sein. Gewisse Grundkenntnisse sollten aber vorhanden sein, bevor ein solcher Artikel geschrieben oder veröffentlicht wird. Ein Spektralfotometer ist ein Messgerät, das das Messergebnis innerhalb einer festgelegten Genauigkeit anzeigt. Ein Scanner soll (nur) eine Vorlage als Datei auf einem Datenträger ablegen. Hochwertige Scanner können zwar kalibriert werden, dennoch ist fraglich, ob sie bei geringerem Anspruch ein Messgerät ansatzweise ersetzen können. Liefert die Scannerlampe während des Betriebes überhaupt immer gleichmäßig helles und weißes Licht? Gleiches gilt für die Abtastvorrichtung bzgl. Farbtreue und Rauschen. Die Vorstellung, damit seinen gesamten Bestand an Marken hinsichtlich einer Farbzuordnung automatisch sortieren zu wollen, ist sicher eine Utopie. Viel interessanter wäre aber das Thema des Vergleichens von Briefmarken untereinander mit PC und Scanner, um damit z.B. Unterschiede und Fälschungen besser beurteilen zu können. Die Fähigkeiten moderner Bildbearbeitungsprogramme eröffnen ungeahnte Möglichkeiten. Aber das ergäbe einen eigenen Artikel – falls Interesse besteht.
  • Samuel Fleischhacker

Tauschtage in der Umgebung

10.02.

München

Postwertzeichen-Sammlerverein Siemens München e.V.,
Kasino der Siemens AG, Werinherstr. 91, 9-16 Uhr

02.03.

Straubing

Philatelisten-Club Straubing e.V.,
„Gäuboden-Großtauschtag",
Rittersaal im Herzogschloss, Schlossplatz 2, 9-15 Uhr

08.03.

Kempten

Kemptener Philatelisten-Klub e.V.,
Prälat-Götz-Str. 2, 9-14 Uhr

09.03.

Wasserburg

Briefmarken-Freunde Wasserburg a. Inn e.V.,
Sport- und Freizeitzentrum „BADRIA",
Alkorstr. 14, 9-15 Uhr

09.03.

Regensburg

Philatelisten-Vereinigung Regensburg e.V.,
Sporthalle der Regensburger Turnerschaft,
Schopperplatz 6, 9-16 Uhr

16.03.

Freising

Philatelisten- und Numismatiker-Club Freising e.V.,
Luitpoldhalle, Luitpoldstr. 1,9-15 Uhr

Einladung zum Großtauschtag

Wir möchten Ihnen nochmals in Erinnerung bringen, dass am

Sonntag, 24. Februar 2007,

unser alljährlicher

Großtauschtag im Orlandosaal der Stadthalle Germering

stattfindet. Der Saal wird um 8.00 Uhr für Personen geöffnet, die ihre gemieteten Tische bestücken wollen. Der offizielle Beginn des Tauschtages ist um 9.00 Uhr, um 16.00 Uhr wird der Saal geschlossen.

Tischbestellungen nimmt unser Vereinsmitglied Herr Wolfgang Reich, zu erreichen unter der Telefonnummer (0 89) 12 09 01 50, gerne entgegen. Bitte spätestens vier Wochen vor dem Tauschtag bestellen.

Um unseren Tauschtag wieder so erfolgreich wie im letzten Jahr zu gestalten, bitten wir wieder um rege Beteiligung, speziell auch von den Mitgliedern, die nicht zu unserer Jahresabschlussfeier kommen konnten.

Die Vorstandschaft

Mitgliedsbeiträge für 2008

Ich möchte diejenigen Vereinsangehörigen, die für den Jahresbeitrag noch keine Abbuchungsermächtigung erteilt haben, bitten, den Beitrag für 2008 (25.- €) an einem der nächsten Vereinsabende bar zu bezahlen oder zu überweisen.

Götzinger, Schatzmeister

        Germeringer Briefmarkenfreunde e.V.
        Sparkasse Fürstenfeldbruck,
        BLZ 700 530 70,
        Konto Nr.2968584

Neue Michel-Kataloge

Nordamerika-Katalog, Band 1

Mit dem Michel-Übersee-Katalog Nordamerika beginnt eine neue Reihe der Übersee-Kataloge. Dieser neue Band ist ein Teilband des Michel-Übersee-Katalogs Nord- und Mittelamerika. Der neue Nordamerika-Katalog enthält die beliebtesten Sammelgebiete aus dem Bereich Übersee: Hawaii, Kanada/Britische Kolonien, Kanada/Dominion, Konföderierte Staaten von Amerika, Panama-Kanalzone, St. Pierre und Miquelon, Vereinigte Staaten von Amerika, Vereinte Nationen (New York).

Die wichtigste inhaltliche Verbesserung in diesem Katalog sind die bei USA neu eingefügten Übersichten für Markenheftchen, Heftchenblätter und Folienblätter. Außerdem wurdenauch die über 30.000 Preisbewertungen überarbeitet.

Umfang dieses neuen Kataloge ist mit 608 Seiten angegeben.

Der Peis beträgt 49 Euro. Wenn man bedenkt, dass später noch der 2. Band (Mittelamerika) dazukommt, ist das ganz schön happig.

China-Katalog 2008, Band 9/1

Dieser Katalog ist ein Teil der neuen Asien-Kataloge und steht für eines der beliebten und zeitgeschichtlich bedeutendsten Sammelgebiete. Es werden einige der größten Wertsteigerungen der vergangenen 20 Jahren weltweit aufgeführt. In diesem Band sind folgende Länder enthalten: China, China/Taiwan, China/Volksrepublik, Hongkong, Macau, Mandschuko und Tibet.

Neu bei Volksrepublik ist eine Bewertung von Ersttagsbriefen.

Umfang 640 Seiten, rund 7000 Abbildungen und etwa 40.000 Preisnotierungen.

Auch dieser Katalog kostet 49 Euro und es werden weitere Teilkataloge folgen.

Naher Osten, Band 10

Im Juli 2007 erschien beim Schwaneberger Verlag ein neuer Michel-Katalog; Band Nummer 10 „Naher Osten" und beschließt damit die aktuelle Reihe der Übersee-Kataloge.

Zur Schnellübersicht: Der Umfangzuwachs bei den Neuheiten hält sich in Grenzen. Verbesserungen bei der Aufnahme von Ersttagsbriefen. Mehrere tausend Abbildungen wurden erneuert. Zirka 80.000 Preisbewertungen überprüft. Die Neuausgaben sind etwa bis zum Jahreswechsel 2006/07 katalogisiert.

Umfang des Kataloges 1376 Seiten. Etwa 15.000 Abbildungen. Über 80.000 Preisnotierungen auf neuestem Stand. FDC-Bewertungen bei einigen Ländern. Phasendrucke bei etlichen Ausgaben bewertet. Teilweise beachtliche Preissteigerungen. Preis des Kataloges: 74 Euro.

Alle diese Kataloge wurden vom Verein erworben und stehen den Mitgliedern zur kostenlosen Ausleihe für zwei Wochen zur Verfügung.

(hl)

Wir trauern um ...

VB200801TrauerGuglmeier

VB200801TrauerHubert

Die Redaktion des Vereinsboten
wünscht allen Mitgliedern und Lesern
viel Glück im Neuen Jahr!

Kennwort: Falsch (13)

Informationen und Warnmeldungen des Bundes Deutscher Philatelisten e.V.

Briefmarken-„Restaurationsbetriebe"

Restaurateure gibt es in der Kunst, am Bau und schließlich auch in der Philatelie.

Unersetzliche Kunstwerke und seltene Briefmarken werden restauriert, um sie der Nachwelt zu erhalten. Die Reparaturstellen sind aktenkundig und damit gekennzeichnet.

„Unerreichte Spitzenqualitäten" für Luxusgummierung, Nachzähnen und Zahnansetzen mit Prüfzeichenerhaltung oder unsichtbar für den Prüfer, das alles für wenige Euro oder zur Probe umsonst - da wird der Sammler der Dumme sein!

Beachten Sie derartige Anzeigen besser nicht, sonst werden Sie mitschuldig.

Solche „Kunst-Stücke" haben mit Kunst und Können nichts gemein. Sie sind Wegbereiter zu Lug und Trug!