Dezember 2016

Vereinsbote - Dezember 2016 - 29. Jahrg. - Nr. 115

Inhaltsverzeichnis:
Bericht von der vereinsinternen Versteigerung am 11.11.2016
Erhalten sie noch die philatelie?
Die Zukunft der Philatelie (1)
Die Zukunft der Philatelie (2)
Die Zukunft der Philatelie (3)
Die Zukunft der Philatelie (4)
Die Zukunft der Philatelie (5)
Die Zukunft der Philatelie (6)
Die Zukunft der Philatelie (7)
Die Zukunft der Philatelie (8)
Die Zukunft der Philatelie (9)
Die Zukunft der Philatelie (10)
Eine „Nachlese“ zur Briefmarkenmesse in Sindelfingen
Interessante Tauschtage (Auswahl)
Unbekannte Plattenfehler (70)

 

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Und wie geht’s weiter?
Requiescat in pace?
 

Wir wünschen unseren Leserinnen und Lesern
ein friedvolles Weihnachtsfest und
ein gutes Neues Jahr 2017
in Gesundheit, Glück und Freude
 

Bericht von der vereinsinternen Versteigerung am 11.11.2016

Einige Mitglieder mehr hätten wir gerne gesehen. Angeboten wurde Interessantes zu vernünftigen Ausrufen, das dann auch recht gut ersteigert wurde.

Samuel Fleischhacker

Erhalten sie noch die philatelie?

Im Mai letzten Jahres wurde die Versendung der philatelie an einem privaten Zustelldienst übergeben. Auf den ersten Blick vernünftig, da billiger. Offensichtlich wurde dabei aber einiges nicht bedacht: Die Post hat Zugang zu allen Briefkästen und Postfächern, ein privater Dienstleister nicht unbedingt.

Leider ist das immer noch ein Thema. Selbst wenn’s bisher funktioniert hat, klappt es manchmal plötzlich nicht mehr. Manchmal hilft auch eine Reklamation nicht sofort.

Also nochmal die Bitte: Wer die philatelie nicht erhält, bitte bei Schriftführer melden. Schließlich zahlen Sie diese mit Ihrem Vereinsbeitrag.

Samuel Fleischhacker

Die Zukunft der Philatelie (1)

Liest man die Ergebnisse von Versteigerungen, dann kann man nur feststellen, das die hochpreisige Philatelie in den letzten Jahren Renditen erbrachte, die viele Aktien alt aussehen lassen. Nun gut, wer nicht eine Briefmarke für 10.000,– €, sondern 10.000 Briefmarken für …, dann mag es etwas anders aussehen. Trotzdem gibt es lt. Focus ca. 1.000.000 Sammler, die regelmäßig Briefmarken erwerben.

Es ist eigentlich nur die organisierte Philatelie, die so furchtbar jammert. Steht die Philatelie wirklich am Abgrund? Erlauben Sie mir einige persönliche Gedanken dazu.

Samuel Fleischhacker

Die Zukunft der Philatelie (2)

Beginnen wir mit dem Finanzministerium, dem eigentlichen Herausgeber unserer deutschen Briefmarken. Es ist gerade die Weihnachtszeit, zu der vielleicht doch noch reichlich Briefe und Karten verschickt werden und für die auch reichlich Briefmarken gebraucht würden. Was wird uns angeboten.
 

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2.11.2016 – Weihnachten – „Die Hirten auf dem Feld“, darstellend Erzengel Gabriel und sein Gefolge, wie er drei Hirten die frohe Kunde von der Geburt Christi übermittelt. Überschrieben ist das Motiv mit „Siehe ich verkünde Euch große Freude!“ (Lk 2,10). Abbildung aus dem „Hortus Deliciarum“ („Garten der Köstlichkeiten“, um 1180), ein mit über 300 Miniaturen illustriertes Werk der Herrad von Landsberg, Äbtissin des Klosters Hohenburg auf dem Odilienberg im Elsass. – 0,70 € + 0,30 €
Ersttagsstempel Bonn – Weihnachtsstern, Ersttagsstempel Berlin – Weihnachtsstern

 

Da es sich um ein christliches Motiv handelt und in Italien jedes Jahr der St. Gabriel Award für das schönste christliche Markenmotiv gewählt wird, sollte man die Kriterien für deren Entscheidung betrachten: „Gewürdigt wird die künstlerische Gestaltung von religiösen Briefmarken des vergangenen Jahres. Die bloße Abbildung eines noch so schönen Kunstwerkes oder Detail aus diesem genügt diesem Anspruch nicht. Besonders positiv wird dagegen die Umsetzung der Aussage eines religiösen Themas gewertet, die über das hinausgeht, was andere dazu geschaffen haben.“

Gewählt wurden als schönste Marken 2015 eine australische und eine kroatische Marke:
 

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„Der australische Weihnachts-Block zeigt die Anbetung der Könige, angekündigt durch die Trompete eines scharlachroten Engel in einer fast stilisierten Darstellung des Wesentlichen. Die kroatische Ostermarke mit ihrer Interaktion zwischen Kruzifix und Kelch geht über das hinaus, was viele Künstler zum gleichen Thema erstellt haben. Sie zeigt den Moment, in dem Himmel und Erde eins werden, in dem der Leib und das Blut Christi in der Eucharistie auf die Erde gekommen ist, die Kirche und ihre Mitglie­der zu nähren.“

Betrachten wir nun die überragende künstlerische Bearbeitung unserer religiösen Weihnachtsmarke. Für die Suche des Originals habe ich ca. fünf Minuten gebraucht, denn man soll sich ja immer zuerst bei Wikipedia informieren:
 

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Hortus Deliciarum, Die Engel verkünden den Hirten die Geburt Christi
Urheber: https://en.wikipedia.org/wiki/de:Benutzer:Dnalor_01
Quelle: Wikimedia Commons (https://de.wikipedia.org/wiki/Hortus_Deliciarum)
Lizenz CC-BY-SA 3.0

Urteilen sie selbst! Mir scheint die einzige wesentliche Änderung der Text zu sein. Den vom Original würde ich mit: „Die Engel sprechen zu den Hirten: Habt keine Angst, ich bringe euch große Freude, denn euch wird an diesem Tag der Retter geboren.“ Ach ja, „Deutschland“, „Weihnachten“, „70 + 30“ und „2016“ wurde in künstlerischer Vollendung hinzugefügt. Dazu die in ihrer Einfallslosigkeit passenden Ersttagsstempel.

In Vollendung unserer deutschen Leitkultur, beruhend auf der Geschichte unseres christlichen Abendlandes, benötigen wir unbedingt auch eine säkulare Marke zum christlichen Fest. Andere Länder geben hier Briefmarken mit „Gutes Neues Jahr“, „Frohe Feiertage“ etc. und winterlichen Motiven heraus. Bei uns steht wenigsten noch Frohe Weihnachten darauf.
 

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2.11.2016 (eine korrigierte Ausgabe erschien am 30.11.2016) – Weihnachten – Weihnachtskugel, „Frohe Weihnachten“ in Deutsch, Englisch, Französisch, Italienisch, Dänisch, Niederländisch (besser sollte es wohl Vrolijk Kerstfeest heißen), Spanisch, Polnisch, Tschechisch, Türkisch – 0,70 € + 0,30 €
Ersttagsstempel Bonn – „mit den besten Wünschen zum Fest“
Ersttagsstempel Berlin – „weihnachtliche Grüße Besinnung & Freude“

Hier dann der zweite Versuch:
 

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30.11.2016 – die geänderte Fassung von Marke und Ersttagsstempel
Vielleicht darf man an dieser Stelle die Entwerfer vorstellen:
Werbeagentur und Designbüro Stefan Klein und Olaf Neumann, Iserlohn

Eine Weihnachtskugel zu fotografieren ist einfach, einen verschwommen Hintergrund in farblich passender Farbstimmung könnte doch eine halbe Stunde am PC erfordern. Da bleibt verständlicherweise keine Zeit mehr, translate.google.de zu bemühen, um „Frohe Weihnachten“ auf die richtige Schreibweise zu prüfen, wenn man es schon in mehreren Sprachen darstellen will.

Nun ist auch jedem wohl verständlich, dass die Gestaltung einer deutschen Briefmarke nur einem ein Jahrzehnt tätigen Designerbüro oder einem Professor an einer Kunst­hochschule überlassen werden kann. Krethi und Plethi kann man das selbstverständlich nicht überlassen.

Mit diesen künstlerischen Ansprüchen ist verständlich, dass auch ein Labelausdruck vielen Briefeschreibern auf den Weihnachtswünschen genügt.

Trotz aller Kritik sollten wir noch recht froh sein. Wie könnte man philatelistischen Weihnachtsfrust noch steigern? Verzicht auf alles religiöse, also endlich Weihnachten auf das Fest des Konsums reduzieren. Selbst „Weihnachten“ als kalendarische Bezeichnung tilgen, gibt es die ersten Lebkuchen doch schon Anfang Oktober und dient Weihnachten nur noch als Zeitpunkt, gleich wieder auf Ostern umzudekorieren?

Obwohl wir in einer globalisierten Welt doch recht zufrieden leben, wenden sich viele vehement gegen fremde Einflüsse und fühlen sich durch diese existenziell bedroht. Haben wir vergessen, dass Pizza, Cevapcici, Hamburger, Souvlaki und vieles andere mehr auch nicht gerade typisch deutsch ist. Und sogar unser bayerischtes Gericht Böfflamott hies einmal Bœuf à la mode. Und trotz unserem Hang zu unser ureigensten „Kultur“ verlieren wir immer mehr die eigentliche Bedeutung von Weihnachten aus den Augen.
 

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Ein Tannenbaum, der seine Kugeln abschüttelt, ein Schneemann fast vom Winde verweht, ein Engel mit Smilie-Gesicht ohne Füße, ein herrenloser Schlitten, der talwärts verschwindet – eine Allegorie für ein verloren gehendes Weihnachtsfest? Nicht verzagen, die Schweiz hat genau das herausgegeben, oder besser gesagt Weihnachten philatelistisch abgeschafft.

Schauen wir weiter über den großen Teich. War da nicht das Gerücht, in den USA gäbe es heuer keine religiösen Marken mehr? Es scheint dort ganz anders zu sein:
 

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Hier wird philatelistisch alles gefeiert, was um die Weihnachtszeit Festtage begeht. Nicht nur Christen werden bedacht! Noch sehen die USA ihre Leitkultur etwas anders als wir. Warten wir auf’s nächste Jahr! Vielleicht wird dann ein Trump-Tower mit Kerzen, Kugeln, Tannenzweigen oder Schleife in Goldprägung geboten?
 

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Und wenn es dieses Jahr nicht gerade Snoopy ist, ein bischen „säkulares“ gab’s in den USA auch – noch? Kerze, Kranz, Stern, Tannenbaum.

Samuel Fleischhacker

Die Zukunft der Philatelie (3)

Wenn Deutschland schon nichts an Marken hergibt, machen wir sie doch selbst. Mit etwas Übung sind sie schnell am PC erstellt, auf die Seite der Post hochgeladen und nach Bezahlung erfreulicherweise ohne Zutun eines Postlers recht schnell gedruckt, verpackt, versandt und mit Glück auch zugestellt.

Für die Vereine, Gemeinden, Kirchen und Firmen – nicht nur eine doch recht günstige Werbung, sondern auch die Möglichkeit, da als Besonderheit etwas über den Frankaturwert verkauft, eine gern gesehene kleine Einnahmequelle. Verbunden mit einem Sonderstempel und den Erlebnisteam: Briefmarken – nein! Kein Erfolgserlebnis – sondern ein Trauerspiel. Die personalisierte Briefmarke schädigt den Umsatz des Erlebnisteam: Briefmarken so sehr, dass man es damit wirksam vergrault. Aber die Post verdient ja an den personalisierten Marken auch nicht schlecht! Das schon, aber eben eine andere Abteilung. Typisch deutsches Scheuklappendenken vor einer vernünftigen Zusammenarbeit. Der Fluch der Controller, dass sie nur noch ihren Bereich kontrollieren und jeden Blick über ihre Schreibtischkante auf das Gesamte tunlichst meiden, wütet mittlerweile fast überall. Das macht ja auch alles überschaubarer. Gemessen wird ein Controller nur mit seinem eigenen Bereich, das große Ganze hat darauf keinen Einfluss – falls nicht schon sein eigener geistiger Horizont größere Ausflüge in die Umgebung wirksam verhindert.

Da der Umsatz des Erlebnisteams: Briefmarken dank der so künstlerisch wertvollen deutschen Marken eh recht bescheiden ist, nun unsere große Bitte. Kauft, wenn ihr einen größeren Markenbedarf habt, diesen doch über den Verein, damit uns dieser für das Erlebnisteam: Briefmarken bei unserer Veranstaltung angerechnet wird. Das geht auch unterm Jahr. Noch schöner wäre es, wenn es jemanden gelingt, z. B. Briefmarken für eine Firma zu besorgen, die eine größere Menge abnimmt und noch jemand überreden kann, einige Tage Wapperl zu pappen. Dadurch kann das Erlebnisteam: Briefmarken den erforderlichen Umsatz nachweisen. Ich hoffe nicht, dass dann gleich ein Postamt wegen des dadurch dort entgangenen Umsatzes schließen muss. Zugegeben ein mühsamer Weg für uns, damit die Post ihre Einnahmen von der linken in die rechte Tasche bekommt.

Das österreichische „Briefmarkenteam“ verschenkt bei jedem Briefmarkenkauf über 20,– € eine personalisierte vereinsbezogene Briefmarke zum Tauschtag und erzielt allein damit einen Umsatz, der unser Briefmarkenteam erschrecken würde. Aber unsere Post hat nichts zu verschenken, schon aus Prinzip. Schlecht für die Sammler dieser Marken, die es tatsächlich gibt, weil diese nur auf Tauschtagen erhältlich sind. Gut für die Tauschtage, denn die freuen sich über jeden Besucher.

Samuel Fleischhacker

Die Zukunft der Philatelie (4)

Woran leiden unsere Vereine? Vor kurzen waren es nur die sinkenden Mitgliederzah­len, jetzt wird beklagt, dass mangels Vorstände und / oder Kassierer selbst größere Vereine aufgeben.

Überlegen wir doch einmal, wie man sogar einen neuen Verein gründen könnte:
Das ist ganz einfach: Ein eingetragener Verein – und nur das ist sinnvoll – benötigt sieben Gründungsmitglieder.

Um schon bei der Gründung keine Fehler zu machen, sollte am besten wohl ein Rechtsanwalt dabei sein. Anmeldung, Satzung, Gründungsversammlung, Urheberrecht, Markenrecht, Persönlichkeitsrecht, Mitgliederversammlungen, Jugendschutz …

Okay. und ein Briefmarkensammler?

Allein schon wegen der Haftungsfragen brauchen wir am besten noch einen Versicherungsfachmann. Schließlich müssen auch die Risiken erkannt und hinreichend versichert sein.

Okay, und ein Briefmarkensammler?

Den Kassier macht am besten ein Bankfachmann, denn der kennt sich bestens mit SEPA-Bankeinzug und Online-Banking – hoffentlich – aus.

Okay, und ein Briefmarkensammler?

Da wir uns öffentlich bestens präsentieren wollen, brauchen wir für die Pressearbeit und die Erstellung von Publikationen noch einen Multimediafachmann, der hierfür die gesamte Vorbereitung erledigt.

Okay, und ein Briefmarkensammler?

Öffentlichkeitsarbeit ohne Internet? Gesucht ist noch ein IT-Spezialist für einen sicheren und technisch einwandfreien Webauftritt.

Okay, und ein Briefmarkensammler?

Für den Versand unserer Publikationen brauchen wir einen Vertriebsfachmann, denn hier kann man Geld sparen.

Okay, und ein Briefmarkensammler?

Noch jemanden? Ja! Einen Controller, der ständig die Wirtschaftlichkeit unseres Ver­eins kontrolliert. Es macht keinen guten Eindruck, wenn wir in die Insolvenz gehen! Jeder hat heute seinen Controller!

Okay, und ein Briefmarkensammler?

Jetzt sind wir mit sieben Mann hervorragend aufgestellt. Die Grundlagen zu besten Beziehungen zu Wirtschaft und Politik sind gegeben. Jetzt fehlt nur noch ein vernünftiger Vereinszweck: Erneuerbare Energien, Stadtplanung, Mittelstandsförderung, …

Briefmarkensammeln??

Wer sammelt schon Briefmarken! Die Sammler hat unser Controller längst gestrichen!

Aber es gibt doch unzählige Sportvereine, Wohlfahrtsvereine, wie machen die das?

Ganz einfach, die haben Dachverbände, die sie beraten! Mit Rechtsanwälten, Versicherungsfachleuten, Bankfachleuten, Multimediafachleuten, IT-Spezialisten, Vertriebsfachleuten und sicher auch Controllern, damit die Beiträge an die Dachverbände auch sinnvoll verwendet werden – für die Vereine.

Samuel Fleischhacker

Die Zukunft der Philatelie (5)

Wir haben einen Dachverband, genauer gesagt etliche sogar und einen darüber, ja sogar ein Lean Management – zumindest im Ergebnis. Oder sind zumindest langsam auf den Weg dahin, weil sich mittlerweile einige Landesverbände wohl notgedrungen zusammenschließen müssen.

So sehr sich alle bemühen, die für die Mitglieder so wichtigen Wettbewerbausstellungen durchzuführen, übrigens anerkennenswerterweise trotz beschränkter Mittel immer noch mit großem Erfolg, geht auch dies zu Lasten der Mitgliedsvereine, für die immer weniger Mittel übrigbleiben.

Schwerwiegender ist die fehlende Information zur Vereinsarbeit. Auch wenn man weiß, was zu tun wäre, also auf dringende Änderungen hinweist, kämpft man lange gegen ein stereotyp vorgebrachtes Hauptargument: „Das haben wir schon immer so gemacht, das bleibt so.“ Auf dem LV-Tag hat ein Delegierter mir bedeutet, als ich Infos zum Jugendschutz anmahnte: „Des brauchts net. Mit de Buam samma scho imma saufa ganga. Des macht ma heit ah no!“ Zur unserer Ehre sei gesagt, er meinte seinen Fussballverein. Letztlich gibt man sich geschlagen und lässt es einfach bleiben. Gibt’s den Verein nicht mehr, kann man noch immer Direktmitglied werden, wenn man unbedingt ausstellen will. Ansonsten halt auch das nicht.

Apropos Direktmitglieder: Je mehr Direktmitglieder, desto weniger Einfluss haben die Vereine auf eine Dachorganisation. Da die Direktmitglieder hinreichend wenig Interesse an so einer Einflussnahme haben, besteht die Gefahr, dass Dachverbände sich letztlich selbst verwalten und organisieren, zumindest solange auch den Einzelmitgliedern nichts gravierendes auffällt. Gefahr besteht aber auch dann, wenn den eigentlichen Trägern des BDPh, den Landesverbänden nicht auffällt, dass sie laut Satzung genau so viele Stimmen haben wie jedes Einzelmitglied, nämlich nur eine, wenn eine außerordentliche Mitgliederversammlung einberufen werden soll. Da haben sie wohl bei einer Satzungsänderung tief und fest geschlafen.

Ganz aktuell berichte Fr. Julia Rüffer auf bdph.de: „Amtsgericht Bonn – Einberufung einer außerordentlichen Hauptversammlung – Erforderliches Quorum nicht erreicht.
(BDPh) Mit Schreiben vom 1. Dezember 2016 informierte das Amtsgericht Bonn Herrn Hans-Gerd Treschnak  (1. Vorsitzender des Verbands Philatelistischer Arbeits­gemeinschaften e.V.), der beim Amtsgericht Bonn einen Antrag auf Ermächtigung zur Einberufung einer außerordentlichen Hauptversammlung gestellt hat, dass das in der Satzung vorgeschriebene Quorum nicht erreicht ist. Eine rechtsmittelfähige Entscheidung kann noch verlangt werden.

Mit gleicher Begründung hat bereits der Bundesvorstand am 17. Oktober 2016 gegenüber Herrn  Frank Blechschmidt (1. Vorsitzender des Landesverbands Sächsischer Philatelistenvereine e.V.) seinen beim BDPh gestellten Antrag abgelehnt. Damit sind beide Personen mit ihren Anträgen gescheitert.“

Es ist halt so, dass auch eine völlig unverständliche Satzungsregelung gültig ist, wenn so beschlossen. Nachträgliche Interpretationen ändern daran nichts. Dass die Landesverbände auch bei ganz dringlichen Entscheidungen nichts mehr tun können, sollte vielleicht mal bei den LV-Tagen diskutiert werden.

Bei allen anderen Entscheidungen könnten Direktmitglieder zwar selbst ihre Stimme abgeben. Tun sie das nicht, werden die inländischen Direktmitglieder durch die Landesverbände, die ausländischen durch den VPhA bei der Stimmabgabe vertreten, natürlich ohne dass dadurch Entscheidungen beeinflussen. Das wird letztlich genau so auch bei den Landesverbänden praktiziert. Dort ist es dann ein Pseudoverein, geführt von Vorstandsmitgliedern, der für die Direktmitglieder abstimmt. Schön, wenn es endlich zahlreiche Direktmitglieder gibt und da die Mitgliedsvereine es schon jetzt nicht mehr für wichtig erachten, dass sie, wenn sie schon nicht mehr auf den LV-Tagen erscheinen, wenigsten ihre Stimmen an andere Vereine delegieren. Dann kann bald ein Landesverband mit den Stimmen der eigenen Direktmitglieder mit Mehrheit über sich selbst bestimmen, womit eigentlich LV-Tage überflüssig werden. Das spart dann immens Zeit und Kosten. Aber wie kann man das einen Nachteil für die Vereine nennen, wenn die sowieso schon kaum Interesse an LV-Tagen haben.

Samuel Fleischhacker

Die Zukunft der Philatelie (6)

Die wichtigste Frage zum BDPh ist, wie es ihm denn finanziell geht? Es sollen 6.– € Beitragserhöhung notwendig gewesen sein, die Landesverbände haben aber nur zu 3.– € Erhöhung zugestimmt. Das war für unsere Vereine und unsere Mitglieder gut gemeint. Was aber, wenn das nicht reicht? Damit zur nächsten Frage: Wie steht es um unseren großen Geldgeber, der Stiftung für Philatelie und Postgeschichte? Immer wieder kommt die Frage ums Stiftungskapital hoch.

Ich habe vor einiger Zeit einige Gedanken zusammengetragen, denn mich stört schlicht das Geschwätz über die unbekannte Höhe des Stiftungskapitals:

Zuschlagsmarken im Zusammenhang mit der Philatelie gab es schon recht früh, aber sicher nur zur Förderung bestimmter Ausstellungen. Hier eine Übersicht:

1951: Briefm.ausst. Wuppertal
1953: IFRABA
1955: Westropa
1959: Interposta
Danach folgten folgende Zuschlagsmarken:
1966: Kongress des Internationalen Philatelistenverbands
1973: Briefmarkenausstellung IBRA
1979: Tag der Briefmarke
1980: FIP-Kongress
1985: MOPHILA
1989: IPHLA
1990: Briefm.ausst. Jugend
1993: Tag der Briefmarke
1995: Tag der Briefmarke
1997: Tag der Briefmarke
1999: 150 Jahre Deutsche Briefmarken, IBRA
2001: Für die Briefmarke
2003: Für die Briefmarke
2005: Tag der Briefmarke
2007: Tag der Briefmarke
2009: Tag der Briefmarke
2011: 75 Jahre Tag der Briefmarke
2013: Tag der Briefmarke
2015: 175 Jahre Briefmarken

„Seit 1966 sollen die Zuschläge der Marken zum Tag der Briefmarke der Stiftung zur Förderung der Philatelie und Postgeschichte zufließen.“
http://www.aijp.org/aktuelles.php?nId=2&nLang=1&nAid=27&PHPSESSID=aktuelles

Gab es die Marken zum Tag der Briefmarke nicht erst ab 1993?

„Am 3. Juni 1966 ist in Bonn unter Vorsitz des Bundesministers für das Post-und Fernmeldewesen, Richard Stücklen, die ‚Stiftung zur Förderung der Philatelie und Postgeschichte‘ errichtet worden.

Was sich so geplant und wohl überlegt anhörte, war wohl auch das Ergebnis einer vergleichsweise raschen Entwicklung gewesen, die drei Jahre zuvor mit der Einladung an die FIP (Fédération Internationale de Philatélie), ihren Jahreskongress 1966 in München durchzuführen, begonnen hatte. Um die Finanzierung dieses Kongresses durchzu­führen, schlug Ernst Möhring, damals Oberpostdirektor, ein Jahr später Ministerialrat, vor, eine Stiftung ins Leben zu rufen, die neben der Pflege internationaler Kontakte die Förderung der Jugend und der Literatur u. a. Aufgaben hat. Die benötigten Geldmittel wurden mit der Ausgabe von zwei Zuschlagsmarken am 13. Juli und 24. September 1966 (Mi-Nr. 516: 30+15 Pf, Mi-Nr. 517: 50 + 25 Pf) in Aussicht gestellt, die der Stiftung dann das nötige Grundkapital gewährleisten sollten. Der Absatz der Marken brachte dank der schönen Gestaltung bei ansprechenden Motiven einen bis dahin noch nie da gewesenen Zuschlagserlös in Höhe von 3.268.755,60 DM in die Kassen, wovon der Stiftung nach Abzug der Gebühren der Deutschen Bundespost immerhin 2.973.900 DM zuflossen.“
http://www.philatelie-stiftung.de/haus-der-philatelie/geschichte/

„§ 3 Vermögen der Stiftung
(1) Das Vermögen der Stiftung beträgt zum Zeitpunkt ihrer Errichtung von 8. Mio. € (16 Mio. DM Stiftungsvermögen).
http://www.philatelie-stiftung.de/service/stiftungsverfassung/

Der Satz ist wohl etwas missglückt, steht aber so in der Stiftungsverfassung. Es müssen also Ende 1966 bereits 9,5 Mio € (19 Mio DM) Stiftungskapital gewesen sein.

„Die Briefmarkenausgabe ‚Tag der Briefmarke‘ erfolgt alle zwei Jahre mit Zuschlag [Anm.: aber erst seit 1993!], der der Stiftung für Philatelie und Postgeschichte zu Gute kommt und zur Erhöhung des Stiftungskapitals verwendet wird. Aus den Zinserträgen fördert die Stiftung damit u.a. die für den BDPh so wichtigen Bereiche wie das Ausstellungswesen und die Jugendarbeit.

Die Verkaufszahlen sind in den letzten Jahren kontinuierlich und dramatisch zurückge­gangen. Die Zuschlagserlöse haben sich von 2001 mit EUR 1.000.000 bis 2011 auf EUR 284.000 nachhaltig reduziert. Die Auflagenhöhe 2011 hat sich auf nur noch ca. 1 Mio. Stück verringert. Höchste Zeit, diesem Trend mit gezielten PR- und Presseaktio­nen entgegenwirken.“
http://bdph.de/index.php?id=1638&type=98

Somit müssten im angegebenen Zeitraum 2001 bis 2011 ca. 4 Mio € dem Stiftungs­kapital zugeschlagen worden sein.

In den besseren Zeiten 1993 bis 1999 sicher über 4 Mio €.

Ob 1973 bis 1990 die Zuschlagserlöse wirklich der Stiftung zuflossen oder zweck­gebunden für Ausstellungen waren, wer weiß? Beim Tag der Briefmarke 1979 könnte es wohl sein, dann käme sicher nochmals eine Mio oder mehr dazu.

Also wären es heute wohl insgesamt mindestens 18 Mio €.

Stiftungsvermögen erhöhen sich nicht durch Beschlüsse, sondern durch Zuflüsse!

Auch wenn das Stiftungsvermögen nicht angegriffen werden darf, muss es sinnvoll angelegt werden. Dafür gibt es folgende Möglichkeiten:

1. Grundstücke und Gebäude (Immobilienfonds)
2. Beteiligungen und Genussscheine (Investitionen in Unternehmen)
3. Darlehen (z.B. an Gemeinnützige Organisationen)
4. Wertpapiere und Fonds
5. Sparbriefe, Festgelder und Girokonten

„Haus der Philatelie:

In der Sitzung vom 17./18 März 1993 in Bonn beschloss das Stiftungskuratorium den umgehenden Kauf des Grundstückes, die Vorbereitung eines Architekten-Wettwerbs und die Planung der Baumaßnahmen.

Die Eröffnung des Hauses für Sammler, dass ‚Haus der Philatelie und Postgeschichte‘ fand am 26. Juni 1998 in Bonn, Mildred-Scheel-Str. 2 statt.“
http://www.philatelie-stiftung.de/2014/01/24/uber-das-haus/
 

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Ich denke, dass dies sicher hinsichtlich der ersparten Mieten und der Wertsteigerung vor allem des Grundstücks eine sehr gute Vermögensanlage war.
 

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„Nach dem Willen von Stiftung und BDPh soll dieses Haus nunmehr zu einem wahren ‚Zentrum der Philatelie‘ also nicht nur einer funktionalen Bürostätte werden. Mit der Eröffnung am 26. Juni 1998 hat eine Serie von wohl geplanten Sonderausstellungen begonnen, die künftig mehrfach im Jahr Sammler, aber auch die interessierte Öffentlichkeit Bonns in den hellen und luftigen Räume dieses Neubaus an der Mildred-Scheel-Straße zusammenführt.

Seminare, Treffen von Arbeitsgemeinschaften und Verbänden, Internationale Sympo­sien und Sitzungen der Stiftung wie des Kunst- und Programmbeirates sind nur einige der Programmpunkte, die seither stattfinden. Das Haus öffnet seine Türen aber auch für jeden Sammler, für forschende Philatelisten, die hier spezielle, mit modernster Vor­führ- und Prüftechnik bestückte Räumlichkeiten finden, für Aussteller, die ihre Expo­nate über den BDPh zu internationalen Ausstellungen versenden, für Prüfer, die hier die fachlichen Medien und Mittel finden, die ihnen wichtige Unterstützung im Bereich der Fälschungserkennung gewährleisten können. Selbstverständlich tagt hier auch der Vorstand des Bundes Deutscher Philatelisten selbst.“
http://www.bdph.de/index.php?id=109

Auch wenn es keine Rendite abwirft und sicher Unterhaltskosten aufgewendet werden müssen, erscheint es mir für die Philatelie wichtig und auch sinnvoll genutzt.

„In den nahezu 50 Jahren Stiftungstätigkeit wurden rund 30 Millionen € zu Gunsten der Förderung der Philatelie und Postgeschichte ausgeschüttet, ein Betrag, der deutlich macht, dass die Zuschlagserlöse der seit 1966 erschienenen Briefmarken sinnvoll eingesetzt wurden.“
http://www.philatelie-stiftung.de/haus-der-philatelie/geschichte/

Die ‚monitären‘ Anlagen scheinen doch einen beachtlichen Gewinn, und nur der darf ausgegeben werden, abgeworfen zu haben.

„Stiftungsverfassung

§ 3 Vermögen der Stiftung

(2) Für die Verwirklichung der Zwecke der Stiftung stehen zur Verfügung:

die Erträge des Stiftungsvermögens,
Spenden und sonstige Zuwendungen Dritter,
sonstige Vermögenswerte, die mit Mitteln der Stiftung beschafft werden,
Zuschlagserlöse der vom Bundesminister der Finanzen zugunsten der Stiftung herausgegebenen Zuschlagsmarken nach Berücksichtigung auferlegter weiterer Zweckbestimmungen auf Vorschlag des Kuratoriums innerhalb der Grenzen des Stiftungszweckes.“
http://www.philatelie-stiftung.de/service/stiftungsverfassung/

Nach § 3 Abschnitt 2 der Stiftungsverfassung könnten unter bestimmten (welchen?) Zweckbestimmungen die Zuschlagserlöse aus den Zuschlagsmarken zugunsten der Philatelie vielleicht doch ausgegeben werden, auch wenn der BDPh meint, diese würden nur dem Stiftungskapital zufließen. Oder sind sie vielleicht doch nie dem Stiftungskapital geführt worden. Dann könnten es sogar nur die acht Millionen abzüglich der Baukosten für das Haus der Philatelie sein. Kein kleiner Unterschied.

Aber was hilft es in diesen Zeiten, wenn kein Kapital jetzt genauso viel Zinsen abwirft wie viel Vermögen, nämlich fast nichts. Da kann selbst der Unterhalt eines wertvollen Gebäudes auf wertvollem Grund problematisch werden.

In einer Zeit, in welcher Verschwörungstheorien Hochkonjunktur haben, heizt natürlich  jede Zurückhaltung von Informationen auch die absurdesten Ideen an.

Samuel Fleischhacker

Die Zukunft der Philatelie (7)

Sparen ist angesagt! Gerade für unseren Landesverband Bayern waren immer Hr. Maasen und die Phila-Promotion ein Dorn im Auge.

Einige Artikel von Hr. Maassen enthielten recht kritische Bemerkungen zum BDPh, die auch einem leitenden Redakteur einer immerhin Vereinszeitschrift vielleicht nicht zustanden, auch wenn sie vielleicht berechtigt waren. Dass er so viel über Auktionshäuser berichtete, störte mich ebenfalls. Seine philatelistischen Kenntnisse und Beiträge werden wir aber sicher vermissen.

Ein Blick in die Satzung des BDPh zeigt aber auch, dass dem Consilium Philatelicum eine Rolle zukommt, die in der deutschen Regierung der des Bundesrats zum Bundestag enspricht. Das Consilium ist der Hüter der Philatelie für den BDPh. Sein Vorsitzender ist Hr. Maassen. Der BDPh meint selbst dazu: „So ist das ‚Consilium‘ auch heute unter seinem Präsidenten Wolfgang Maassen, das geblieben, was es immer war: ein Verein, der sich der Spurensuche der Vergangenheit für eine bessere Zukunft der Philatelie in Deutschland verschrieben hat.“ Also hatte er doch Anlass und Rechtfertigung, deutliche Kritik zu üben.

Ein wichtiger Streitpunkt war immer, dass die philatelie zu teuer wäre, besonders, als klar wurde, dass nur eine Hälfte der Zeitung Verbandszeitschrift ist. Die andere Hälfte der Zeitschrift stellt die ‚Stiftung Philatelie und Postgeschichte‘, die damit auch einen erheblichen Teil der Kosten trägt.

Viel interessanter wäre es allerdings gewesen, die Kosten der philatelie etwas aufgeschlüsselter zu erhalten. Druck, Vertrieb und auch Redaktion mit Redaktionsstab muss auch nach einer Neuvergabe der Aufträge erhalten und bezahlt werden.

Aber Hr. Maassen ist schon Geschichte, es gilt nun: „philatelie“ – ganz neu
Erinnert man sich an das Thema „philatelie“ in den letztjährigen bayerischen Landesverbandstagen, dann überrascht es nicht, in der philatelie Ausgabe 472 Oktober 2016 S. 18 zu lesen ist, dass der Vertrag mit dem Verlag Phila-Promotion nun zum Jahresende 2016 ausläuft. Das letzte Heft der philatelie unter alter Regie dürfte das Januar-Heft 2017 sein, da es noch im Dezember erscheint.
 

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Der neue Verlag ist die nur wenigen bekannte PHILAPRESS Zeitschriften und Medien GmbH & Co. KG in Göttingen, wenn man sie nicht mit der Herausgabe des Briefmarkenspiegels und der Vermarktung der DBZ in Verbindung bringt.
 

Fachlich sicher ein guter Griff, auch wenn dadurch die philatelistische Medienlandschaft – im Wesentlichen aus Briefmarkenspiegel, DBZ und MICHEL-Rundschau bestehend – recht überschaubaren Vielfalt weiter zusammenrückt. Vielleicht verbessern sich dadurch auch die Zustellprobleme der philatelie, die noch immer im Argen liegt.

Das Ziel ist klar abgesteckt: „Das bisher international und national anerkannte Niveau der Zeitschrift soll erhalten bleiben.“ War also Hr. Maassen und sein Redaktionsteam doch nicht so schlecht.
Verantwortlicher Redakteur der neuen philatelie ist Hr. Udo Angerstein, der laut Linkedin seit 2011 als Social Media Marketender (Briefmarkenspiegel) und seit 2012 als Social Media Manager und Content Manager (DBZ) bei PHILAPRESS beschäftigt ist. Seit Nov. 2008 erstellt er für die Göttinger Werkstätten wahrscheinlich ehrenamt­lich ein- bis zweimal pro Jahr Gestaltung, Layout und Satz der Werkstattzeitung im Umfang von 28 Seiten und 800 Expl. Auflage und ist deren Redaktionsleiter. Sie kann auch online gelesen werden. Sie ist zwar ordentlich gestaltet, erscheint aber doch recht bieder in ihrer Aufmachung. Die neueste Ausgabe Sommer 2016 ist als PDF mit Schnittmarken für den Druck recht schlampig ins Internet eingestellt. Artikel von ihm selbst habe ich in den letzten drei Ausgaben nicht entdeckt. Kennt einer der Leser des Briefmarkenspiegel in dieser Zeitschrift Beiträge von ihm? Dann könnte man ein besseres Bild seiner bisherigen Tätigkeit gewinnen.

Es hat es mich also nicht überrascht, dass mir bereits vor dieser Info eine Email von ihm zur Kenntnis gelangt ist, dass er nach Beiträgen aus den Mitgliedern des Verbandes sucht und ob wir schon Themen haben, die wir gerne in der philatelie veröffentlichen würden. Ansprechpartner sollen bis zum 10. Oktober 2016 genannt werden.

Das sieht nicht nach der Tätigkeit des bisherigen Redaktionsteams Maassen und seiner freien Mitarbeiter aus. Ein Thema jedes Landesverbandstags war doch: Schreibt doch was für die LV-Nachrichten! Und es kam ja auch einiges, aber nicht viel.

Dass „die Förderung des philatelistischen Fachteils durch die Stiftung im Vergleich zu ihrem bisherigen Anteil als Mit-Herausgeber deutlich niedriger sein wird“, oder wie ich es schon gelesen habe, dass sie sich wohl mangels Mittel zurückziehen will, wird den philatelistischen Artikeln sicher nicht förderlich sein, machen diese bisher doch den Hauptteil der Artikel in der philatelie aus. Fraglich ist, ob die Autoren ihre Beiträge, die sie bisher für  für die Stiftung erstellt haben, nun an die philatelie geben. Noch fraglicher, ob dies der Kreis um Hr. Maassen weiterhin auch noch macht. So, wie sich Hr. Maassen in den philatelistischen Online-Medien gibt, ist er nicht mehr gut auf den BDPh zu sprechen.

Sehe ich die Qualität der Autoren der verschiedenen Blogbeiträge – wer unserer Philatelisten schreibt den schon was – dann irritiert mich der Satz: „Damit ist die Kernleistung des BDPh für seine Mitglieder für die Zukunft gesichert.“

Interessant ist, dass Fr. Julia Rüffer auf bdph.de zum Thema „Amtsgericht Bonn“ noch folgendes hinzugefügt hat:
„Über die Hintergründe der Anträge kann nur weiter spekuliert werden, da Frank Blechschmidt in der Verwaltungsratssitzung am 19. November 2016 auch auf Nachfrage keine Begründungen für seine Initiative gegeben hat. Dem BDPh liegen Unter­lagen eines Schriftwechsels zwischen ihm und dem Chef-Redakteur der philatelie vor, in dem die Kündigung des Redaktionsvertrags zum Jahresende als Desaster und Scha­den für die deutsche Philatelie bezeichnet wurde. In Anschluss daran wurden Handlungsoptionen ausgetauscht. Von daher verdichten sich die Gerüchte, dass mit einer außerordentlichen Hauptversammlung die Mehrheitsverhältnisse im Bundesvorstand schnell geändert werden sollten, um den geplanten Redaktionswechsel noch zu stoppen. Immerhin geht es um viel Geld. Wolfgang Maassen und seiner Firma Phil*Creativ GmbH sind im Vertragszeitraum 2013 bis 2016 grob geschätzt eine Million Umsatz, zum Großteil aus Mitgliedsbeiträgen und Stiftungsmittel, zugeflossen.“

Wahnsinn! Eine Million! Das sind pro Jahr 250.000 €! Wenn sieben freie Mitarbeiter nur die 450 €-Minijobs hatten, gehen damit schon fast 40.000 € ab. Bleiben für jeden der vier Redakteure 53.000 €, also 4.400 € brutto pro Monat. Bei Freiberuflern mit erheblichen Ausgaben für Sozialversicherung – bei Angestellten ist darin auch der Arbeitgeberanteil zur Sozialversicherung noch enthalten und das übliche Weihnachtsgeld auch. Da die Phila Promotion eine eigenständige Firma ist und auch hier noch diverse Kosten, vielleicht auch Steuern, entstanden, ist ebenfalls noch nicht berücksichtigt. Langsam bleibt nur zu hoffen, dass wenigsten noch Reisekosten, Übernachtungen, Betriebsmittel, Arbeitsmittel, Büromieten etc. nicht auch noch in der Million enthalten sind. Nicht dass es noch eine rein ehrenamtliche Tätigkeit war.

Natürlich darf hier nicht übersehen werden, das in dieser „Hinzufügung“ nur über Hintergründe spekuliert wird. Aber bei mir ist selbstverständlich nun die Erwartungshaltung entstanden, dass in einem guten Jahr der BDPh berichten wird, dass durch die Auftragsvergabe an den Briefmarkenspiegel diese Million eingespart wurde, musste sie bisher doch völlig überzogen entrichtet werden.

Die philatelie hat nicht nur das Februar-Heft als Hürde zu meistern, die Qualität muss dauerhaft hoch bleiben. Immerhin wurde und wird sie als Aushängeschild der organisierten Philatelie angesehen.

Samuel Fleischhacker

Die Zukunft der Philatelie (8)

Was den BDPh mittlerweile lähmt, sind anscheinlich unüberwindliche Querelen innerhalb des Vorstand, genauer gesagt ehemaligen Vorstands, denn BDPh-Vizepräsident Alfred Schmidt und BDPh-Schatzmeister Walter Bernatek haben ihre Ämter niedergelegt. Präsident Uwe Decker, und die Beisitzer Helma Janssen und Thomas Höpfner machen nun den Restvorstand aus. Damit ist Präsident Uwe Decker allein vertretungsbefugt, bis der Verwaltungsrat die vakanten Positionen kommissarisch besetzt. In der Pflicht sind jetzt also die Landesverbände, der Verband Philatelistischer Arbeitsgemeinschaften e.V., die Deutsche Philatelisten-Jugend e.V. und die Einzelmitglieder, inländische über die Landesverbände, ausländische über den VPhA, wenn sie nicht selbst ihre Stimme abgeben. Eine außerordentliche Mitgliederversammlung können die Landesverbände nicht einberufen, da sie mit VPhA und DPhJ nur nur 15 Stimmen haben gegen vielleicht schon ein paar hundert Einzelmitglieder, die das ganze wahrscheinlich recht wenig interessiert. Die reguläre Wahl des BDPh-Vorstands geschieht immer – zumindest in Bayern – mit Rückendeckung der Landesverbände durch ihre LV-Tage. Schwierig, sich schnell für Kandidaten zu entscheiden, denn das kann Ärger bereiten, denn solche Entscheidungen wirken in die Zukunft. In einer Zeit, in der knappe Finanzmittel und viele Baustellen keine Grundlage bilden, sich ganz locker zu profilieren, ist es vielleicht noch schwieriger, überhaupt Kandidaten zu finden, die die­ses Risiko gerne tragen. Nun könnten sich doch einige Landesverbandsvorsitzende auf­tun, an der Spitze dieses Verbands sich dem Trommelfeuer der Kritik auszusetzen, an dem sie selbst so gerne beteiligt waren?

Die neue philatelie geht nun vollständig in den BDPh über. Damit muss auch das, was die Phila-Promotion geschäftlich abgewickelt hat, vom Schatzmeister gehändelt wer­den. In der philatelie Ausgabe 474 Dezember 2016 nennt sich ein Beitrag schon „Time to say ‚Good By‘! …“ Keine Sorge, es geht nur um die Verabschiedung von Günter Korn, Geschäftsführer des BDPh und des Consilium Philatelicum, und seiner Frau, die nun ihren Ruhestand antreten. Geschäftsführer des BDPhs ist nun ab 1.1.2017 Rein­hard Küchler, ein gelernter Redakteur. Er arbeitet in einem großen Zeitungsverlag und ist ein angesehener Philatelist. Damit ist er sicher eine Bereicherung für den BDPh und hilfreich bei der Umstellung der philatelie. Frau Korn hat einige hundert Einzelmitglieder des BDPh betreut. Das ist dann wohl eine weitere Bereicherung für die Aufgaben eines künftigen Schatzmeisters. Ob das mit links geht? Fragt mal unseren Kassierer.

Geht es dem BDPh vielleicht bald so wie vielen Vereinen: Ohne Kopf geht es nicht weiter. Schluss. Ende. Aus.
Aber das wollen wir besser nicht hoffen.

Samuel Fleischhacker

Die Zukunft der Philatelie (9)

Im letzten Vereinsrundschreiben berichtete ich unter „Harte Kante zeigen – noch erlaubt?“ über die Querelen zwischen BDPh-Präsident Hr. Uwe Decker und der Stif­tung. Hier berichtet die Stiftung ganz neu:

„Nachfolgende Personalveränderungen haben sich auf unserer Kuratoriumssitzung am
1. Dezember [Anm.: 2016] ergeben:

Nachdem mit der Nachfolge von Decker [Anm.: ohne Herr!] die Doppelfunktion von Kurator und Vorstand in einer Person aufgegeben worden ist (Herr Schmidt ist als Kurator bestellt, Herr Bernatek als Vorstand), hat Herr Bartels von der Deutsche Post AG auch seine Doppelfunktion aufgegeben. Herr Bartels ist mit Wirkung zum 1. Dezember aus dem Kuratorium ausgeschieden, als Vorstand verbleibt er weiterhin in der Stiftung. Als seine Nachfolgerin ist Frau Sieglinde Ostermeier, Abteilungsleiterin Kundendienst in der Niederlassung Philatelie in Weiden mit Wirkung vom 2.12.2016 bestellt worden. Ferner hat Herr Richter seinen Rücktritt als Kurator sowie als Kuratoriumsvorsitzender zum 31.12.2016 erklärt. Als seine Nachfolgerin ist Frau Claudia Schäfer, Vice President, Abteilung 3234 Individualprodukte, SNL Post Deutschland und Nachfolgerin von Herrn Richter als Abteilungsleiterin der Abteilung Partnermanagement Philatelie der Deutsche Post AG, Zentrale, mit Wirkung vom 1.1.2017 bestellt worden.

Als Nachfolger von Herrn Richter als Kuratoriumsvorsitzender ist mit Wirkung vom 1.1.2017 Herr Alfred Schmidt bestellt worden, womit der Kuratoriumsvorsitz wieder in die Hände des BDPh gelegt wurde.
06. Dezember 2016 “
http://www.philatelie-stiftung.de/2014/02/03/website-2/

Dass hier eine Info noch nicht zur Stiftung durchgedrungen ist, verwundert, denn das hätten schon die legendären reitenden Postboten in ein paar Tagen locker geschafft. Die Wege innerhalb der Mildred-Scheel-Str. 2, 53175 Bonn sind halt weit. Obwohl, eigentlich hätte sich ja Stiftungs-Vorstandsmitglied Herr Walter Bernatek selbst sagen können, dass BDPh-Vizepräsident Alfred Schmidt nicht mehr dem BDPh angehört, oder wissen die das bis heute nicht von einander?

Wem die Mitteilung der Stiftung zu den Personalien zu unübersichtlich ist, hier die Übersicht des neuen Zustands, Stand 1.1.2017:
„Vorstand:
Holger Bartels, MBV 1L, Deutsche Post AG, Zentrale, 53250 Bonn
Walter Bernatek, Postfach 1111, 65831 Liederbach
Mitglieder des Kuratoriums:
Für den Bund Deutscher Philatelisten e. V.:
Dr. Eckart Bergmann, Postfach 1308, 99303 Arnstadt
Franz Fischer, Karl-Marx-Str. 44, 04158 Leipzig
Dr. Heinz Jäger, Turmringer Str. 228, 79539 Lörrach
Franz Karl Lindner, Westf.-Friede-Weg 21, 59494 Soest
Alfred Schmidt, Bornschestr. 10, 39340 Haldensleben (ab 01.01.2017 Kuratoriumsvorsitzender)
Für die Deutsche Post AG:
Oliver Brandes, Deutsche Post AG, Zentrale, 53250 Bonn
Sieglinde Ostermeier, Niederlassung Philatelie, Franz-Zebisch-Str.15, 92637 Weiden i. d. OPf.
Claudia Schäfer, Deutsche Post AG, Zentrale, 53250 Bonn (ab 01.01.2017)
Für die Museumsstiftung:
Dr. Andreas Hahn, Museumsstiftung Post und Telekommunikation,
Robert-Schumann-Platz 3, 53175 Bonn
Für das Bundesministerium der Finanzen
Ministerialrat Dr. Ulrich Teichmann, Bundesministerium der Finanzen
Am Propsthof 78a, 53121 Bonn
Geschäftsführer:
Dipl. Betriebswirt Rüdiger Krenkel“
http://www.philatelie-stiftung.de/haus-der-philatelie/gremienbesetzung/vorstand/ 
http://www.philatelie-stiftung.de/haus-der-philatelie/gremienbesetzung/kuratorium/ 
http://www.philatelie-stiftung.de/haus-der-philatelie/gremienbesetzung/geschaeftsfuehrung/

Samuel Fleischhacker

Die Zukunft der Philatelie (10)

Die Zukunft der Philatelie? Meine Beiträge hätten in der Schule eine glatte „6“ ergeben. Begründung: Von Zukunft war überhaupt nicht die Rede, nur von aktuellen Versäumnissen, Querelen, Grabenkriegen, Rücktritten, Geldmangel. Also doch noch ein Blick in die Zukunft: Düster! Unsicher! Nervig!

Ein Fazit: Gerade unsere Sportverbände zeigen, dass ein Dachverband eine wichtige Institution ist, der das Leben eines Vereins unterstützt und absichert und damit dem Hobby hinreichend Freiräume schafft.

Da wir ein Verein sind, für den Wettbewerbsausstellungen nur ganz am Rande inter­essant sind, sollten wir uns gemeinsam überlegen, welche Forderungen wir an den BDPh und LV stellen wollen – was für uns und unsere Zukunft als Verein wichtig ist.

Ich möchte das mit diesem Beitrag schon jetzt als Antrag für unsere nächste Jahreshauptversammlung stellen. Es ist sicher nicht sinnvoll, ein sinkendes Schiff zu verlassen, wenn Rettung möglich ist. Deshalb sollten wir uns noch Zeit geben, eine hoffentlich positive Entwicklung des BDPh abzuwarten.

Geht das aber so weiter, dann wäre mir ein Ende mit Schrecken für einige unserer Mitglieder immer noch lieber, als weiterhin unseren Vereinsboten mit Nachrichten über nur noch mit sich selbst beschäftigende Dachverbände zu füllen.

Samuel Fleischhacker

Eine „Nachlese“ zur Briefmarkenmesse in Sindelfingen
 

VB1603m

Am Donnerstag, den 27.10.2016 starteten meine Frau und ich bereits um kurz vor 7:00 Uhr früh nach Sindelfingen. Es war zwar kein sehr schönes Wetter, aber wenigstens regnete es nicht, unterwegs hatten wir auch keinen Nebel. Alle im Verkehrsfunk gemeldeten Staus waren gottlob auf allen anderen Strecken, so dass wir für die 219 km nur rund 2 ½ Stunden benötigten – es war eine schöne, gemütliche Fahrt mit durchgehend etwa 120 km/h aus Spritspar-

gründen (mein PKW verbraucht bei diesem Tempo relativ wenig Diesel). Auch die Heimfahrt am Abend war ohne Probleme.

In Sindelfingen angekommen – vor den Messebauten – wurden wir von hilfreichen Ordnern auf einen kostenlosen (!) Parkplatz „dirigiert“, von dem aus wir in noch nicht einmal 5 Minuten Fußweg die Messehallen erreichten. Die etwa 15 Minuten Wartezeit bis zur pünktlichen Öffnung um 10:00 Uhr vertrieben wir uns mit „Fachsimpeln“ mit anderen wartenden Besuchern. Der Eintritt dann in die „heiligen“ Hallen war übrigens – wie jedes Jahr – kostenlos!

Dann war es soweit. Es gab zwar kurzzeitig etwas Gedränge (wie wenn es in der Halle etwas kostenlos gäbe!), aber dann ging es los mit der Suche nach dem für meine Sammlung fehlenden Material: Bedarfsbriefe bestimmter Orte aus 15 Ländern, sowie einiger – gemäß Katalog sehr „niedrigpreisiger Marken laut meiner Fehlliste (Bergdarstellungen aus Nepal, bestimmte Götterabbilder aus Griechenland und ähnliches).

Bei einigen Händlern wurde ich unter meiner hilfreich mitsuchenden Frau fündig – Hurra, ein mir fehlender Beleg! Aber als ich mir beim ersten Händler, bei dem ich einen Beleg fand, die Preisauszeichnung anguckte, verschlug es mir die Sprache. Ähnliche Belege – aber von anderen Orten halt – waren bei anderen Händlern zu weniger als einem Zehntel des Preises zu haben. Nach Rückfrage bei diesem Händler kam die lapidare Antwort, dass wegen der extrem hohen Standgebühren auch hohe Preise angesetzt werden müssten. Da ließ ich halt den Beleg „sausen“ und suchte bei anderen Händlern weiter. Letztendlich fand ich von meinen gesuchten rund 220 Belegen in Sindelfingen 7 Belege, wobei ich pro Beleg durchschnittlich € 3,-- bezahlen musste. Es waren aber auch wirklich sehr schöne Belege, die ich da gefunden hatte (ich hatte eigentlich auf „mehr“ gehofft!).

Aber auch die von mir gesuchten wirklich „einfachen“ Marken waren nirgends zu haben. Nun ja, die Händler waren in der Regel hervorragend „bestückt“ mit Bund, Ber­lin, DDR, Deutsches Reich/ und altdeutschen Staaten – und das war es dann auch schon. Wer solches sammelt, der wurde auf der Messe in Sindelfingen sicher gut bedient! Da ich aber thematisch sammle – ich skizziere mit philatelistischen Mitteln (Postkarten, Briefen, Marken und ähnlichem, was dazu passt)  den (vermutlichen bzw. wahrscheinlichen) Weg des Kriegszuges von Alexander III. von Makedonien von Pella (Griechenland) aus bis zum östlichen Nebenfluss des Indus einschließlich des Weges zurück. Bis jetzt habe ich „nur“ 264 Albenblätter in 11 Alben entworfen, von den Blättern sind etwa 130 Blätter „fertig“ – bei den restlichen Blättern fehlt entweder ein Beleg auf dem Blatt oder gar beide Belege.

Wenn das so weitergeht mit der Belegsuche (bzw. dem „Finden“), dann werde ich (habe ich gerade mit meinem Taschenrechner ausgerechnet) noch die nächsten 30 Jahre suchen (besser: finden) müssen! Da hat es ein Eichhörnchen mit seinen zu sammelnden Nüssen erheblich leichter und einfacher!

Um 18:00 Uhr schloss die Briefmarkenmesse für diesen Tag. Wir trollten uns mit der „Beute“ von 7 Belegen und einigem Infomaterial. Unter anderem erhielt ich bei der Firma Lindner für 2 kaputte Kunststoff-Blatthüllen (für 18-Loch-Ringbinder) ohne Probleme Ersatzhüllen. Die Heimfahrt war dann auch ohne Probleme und wir erreichten kurz nach 20:00 Uhr wieder Germering. Es war ein schöner Tag gewesen, mittags konnten wir uns vor die Messehalle in der Sonne auf die Stufen setzen (Bänke oder dergleichen waren außerhalb des Gebäudes nirgends!) und unser mitgebrachtes Essen (Würstel und Semmel) verzehren – innen am „Restaurant“ war zur Mittagszeit zu großes Gedränge!

Trotzdem bleibt festzuhalten: Die Briefmarkenmesse Sindelfingen ist die Reise dorthin „wert“.

Christian Brack

Interessante Tauschtage (Auswahl):
 

06.01.2017

Traunreuth

Traunreuter Briefmarken- und Münzensammler Verein e.V.
Sportplatzgaststätte, Traunring 116

08.01.2017

München

ARGE Münchener Briefmarkenvereine e. V.
Bürgersaal Fürstenried-Ost, Züricher Str. 35

15.01.2017

Landshut

Briefmarkensammlerverein Landshut e. V.
Handwerkskammer Ndb./Opf., Am Lurzenhof 10 b

29.01.2017

Rosenheim

Philatelisten-Verein Rosenheim
Inntalhalle, Kapuzinerweg 2

05.02.2017

München

Postwertzeichen-Sammlerverein Siemens München e.V
Anton-Fingerle-Bildungszentrum (Mensa), Schlierseestr. 47

12.02.2017

Germering

Germeringer Briefmarkenfreunde e.V.
Stadthalle – Orlando-Saal, Landsberger Str. 39 /
Untere Bahnhofstraße / Therese-Giese-Platz

12.02.2017

Rotthalmünster

Sammlergemeinschaft Rotthalmünster e.V.
Rotthalhalle, Matthias-Fink-Str. 2

12.03.2017

Wasserburg

Briefmarkenfreunde Wasserburg am Inn e. V.
Badria-Halle, Alkorstr. 14

26.03.2017

München-Neuperlach

Briefmarken- und Münzsammlerverein Neuperlach e.V.
Kulturhaus Neuperlach, Hans-Seidel-Platz 1

02.04.2017

Ottobrunn

Briefmarken- und Münzensammlerverein Ottobrunn e.V.
Wolf-Ferrari-Haus, Rathausplatz 2

Unbekannte Plattenfehler (70)
 

Originalmarke:

Mi-Nr. 22 und 37

 

VB1603n

Plattenfehler:

Das linke und das rechte Wertziffernfeld ist mit der unteren Randlinie verbunden