April 2012

Vereinsbote - April 2012 - 25. Jahrg. - Nr. 98

Inhaltsverzeichnis:
Bericht vom Großtauschtag in der Stadthalle Germering – am 26.02.2012
Volksfesteinzug am 23.06.2012
Bericht von der IBB München
Bericht von der vereinsinternen Versteigerung am 23.03.2012
Bericht von der Mitgliederversammlung am 9.3.2012
Interessante Tauschtage (Auswahl)
100 Jahre Bayerische Postgeschichte (50)
Unsichtbar oder gläsern
Was man so alles über Briefmarken findet
Was man noch so alles über Briefmarken findet
Kennwort: Falsch (26)
Aus der Region
Heuss lumogen
Unbekannte Plattenfehler (56)
Protokoll der Mitgliederversammlung vom 9.3.2012
Wir trauern um ...

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Entwurf des Stempels
zum 70jährigem Bestehen der
Sammlergilde St. Gabriel e.V.
 

Bericht vom Großtauschtag in der
Stadthalle Germering – am 26.02.2012

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Wir freuen uns, dass fast 50 Anbieter und ca. 250 Besucher unseren Tauschtag nutzen, ihrem Hobby zu frönen. Auch das Wetter spielte mit, nicht zu kalt, kein Regen, aber auch nicht zu schön, um einem Ausflug den Vorzug zu geben.

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Wieder gelang es uns, das Team Erlebnis: Briefmarke zu gewinnen, damit unser Sonderstempel vor Ort genutzt werden konnte. Die Gaststätte der Stadthalle versorgte alle mit Speis und Trank.

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Besonders freute uns auch, dass wir uns mit einem guten Dutzend Anbietern aus eigenen Reihen präsentieren konnten.

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Auch unter den Besucher diesmal mehr Germeringer als letztes Jahr - mehr, als sich hier mit dem Foto einfangen ließen.

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Und noch mehr freut uns, wie viele keine Mühe und vor allem keinen weiten Weg scheuten, uns zu besuchen. Auch Infos und Plausch gehören zu einem Tauschtag.

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Zweien schulden wir besonderen Dank: Unserem Mitglied Gerhard Niembs, der das Motiv unseres Sonderstempels fand: 75 Jahre Germeringer Mariensäule. Und unserem Kassier Erwin Götzinger, der wegen der Freihaltung feuerpolizeilicher Fluchtwege trotz angeschlagener Gesundheit draußen in der Kälte sitzen musste.

Bleibt nur der Hinweis: Auch nächstes Jahr wieder nach Germering! Alle sind jetzt schon herzlich eingeladen!
 

Volksfesteinzug am 23.06.2012

Am Samstag, 23.06.2012 startet die Stadt Germering wieder einen Festzug zum 58. Volksfest in Unterpfaffenhofen. Wir möchten unsere Mitglieder dazu einladen, bei diesem Einzug mitzumachen. Wir treffen uns um 14:00 Uhr auf dem Marktplatz vor der Stadthalle. Abmarsch in Richtung Volksfest ist um 14:30 Uhr. Um 15:00 Uhr Bieranstich durch unseren OB Andreas Haas.

Bericht von der IBB München

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Gleich zu Beginn immer dicht umlagert der alles beherrschende Stand der Deutschen Post, an denen sich treue Sammler mit Briefmarken und Sonderstempeln reichlich eindecken konnten.

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Die ArGe München und der Münchner Ganzsachen-Sammler-Verein 1912 e.V., der sein 100jähriges Bestehen feiert, sorgten zusätzlich für Erinnerungskuverts und Ganzsachen.

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Offizieller Auftakt der Börse war die Vorstellung des deutschen Blocks “Sixtinische Madonna” und dessen Entwerfer Werner Hans Schmidt.

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Für interessierte Sammler waren einige Postanstalten, die Philatelistische Bibliothek München sowie einige Arbeitsgemeinschaften vertreten und nicht zu vergessen der Stand der ArGe München.

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Der Landesverband Bayerischer Philatelisten-Vereine e.V., die 5 Münchener Vereine und die Philatelistische Jugend recht eng zusammen an einem Stand, dafür aber im Forum viele interessante Vorträge, von denen vielleicht der wichtigste Rechtsfragen beim Kauf und Tausch philatelistischer Objekte behandelte. Leider war gerade dieser nicht besonders gut besucht. Schade, denn die hier vermittelten Kenntnisse - auch über Fälschungen - würden viel Gefasel über Machenschaften möglicherweise auf die eigene Dummheit zurückführen.

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Die Ausstellung des Münchner Ganzsachen-Sammler-Vereins 1912 e.V. zeigte eine Reihe sehr interessanter Exponate. Zwar gut beschildert, aber man musste die Börse verlassen und eine Halle der wieder sehr gut besuchten NUMISMATA 2012 betreten. Wer die Mühe auf sich nahm, fand dort auch einen “Biergarten” zur Verpflegung. So konnten auch die Münzsammler die Ausstellung genießen, wenn die Schlange bis in die Ausstellung zurückreichte.

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Vertreten waren natürlich auch die großen Zubehöranbieter und der Schwaneberger Verlag, dem Biener mit alten MICHEL-Katalogen sichtlich Konkurrenz machte. Gut vertreten waren diverse Auktionshäuser und einige größere Anbieter. Ob die Sammler damit zufrieden waren, wer weiß. Einige, die uns kannten, meinten, eigentlich wäre das Angebot beim Germeringer Tauschtag größer und besser. Ich selbst fand die Börse ähnlich besucht wie letztes Jahr. Wenn das stimmt, was einige Händler mir sagten, dann muss am Freitag wirklich nichts los gewesen sein. Ob das Fehlen der Tauschtage für Münzensammler den Ausschlag für die guten Besucherzahlen der NUMISMATA ausmachen oder die vielen Anbieter aus Übersee und Europa dort der Grund sind, mag dahin gestellt bleiben. Die paar ausländischen Postanstalten machen aus der Briefmarkenbörse jedenfalls keine “globalisierte” Veranstaltung.

S. Fleischhacker

Bericht von der vereinsinternen Versteigerung am 23.03.2012

Diesmal gab es etwas mehr Einlieferungen und Interessenten als im Herbst letzten Jahres. Überraschend war, dass sehr viel tatsächlich auch ersteigert wurde. Deshalb waren alle, Anbieter, Käufer und Schatzmeister, zufrieden.

Natürlich würden wir uns freuen, wenn am 16.11.2012 wieder mehr Mitglieder und Besucher zu unserer Versteigerung kommen würden.

Bericht von der Mitgliederversammlung am 9.3.2012
 

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Gerade einmal 18 Mitglieder haben sich zur Mitgliederversammlung getroffen. Entschuldigend muss angeführt werden, dass nichts Bedeutendes anstand. Wir haben letztes Jahr - offensichtlich von allen Vereinsmitgliedern akzeptiert - unsere üblichen Aktivitäten ausgeführt. Die Kasse ist geprüft und in Ordnung. Der Vorstand wurde erwartungsgemäß entlastet und Herr Eckhard Jahn und Frau Hildegard Rauhut wurden als Kassenprüfer für das Jahr 2012 gewählt. Auch der Beitrag für 2013 bleibt unverändert. In geradezu Rekordzeit war dann Schluss.

Samuel Fleischhacker

Interessante Tauschtage (Auswahl):

29.04.2012 Holzkirchen

Briefmarkenfreunde Hausham-Bad Tölz e.V.

29.04.2012 München

Ansichtskarten-Sammlerbörse München
ArGe Münchener Briefmarkenvereine e.V.

06.05.2012 Ottobrunn

Briefmarken- und Münzsammlerverein
Ottobrunn e.V.

12.05.2012 - 13.05.2012 München

64. Landesverbandstag Bayerischer
Philatelisten-Vereine e.V.

12.05.2012 - 13.05.2012 München

Briefmarkenausstellung im Rang 3 der
ArGe Münchner Briefmarkenvereine e.V.

17.05.2012 Dingolfing

Briefmarken- und Münzensammlerverein
Dingolfing e.V.

20.05.2012 Moosburg

Briefmarken- und Münzensammlerclub
Moosburg e.V.

24.05.2012 - 27.05.2012 Maribor/Slowenien

Briefmarkenausstellung im Rang 2
MARIBORFILA 2012

09.6.2012 - 10.06.2012 Braunau/Österreich

Sammlerbörse und Werbeausstellung
Philatelisten Club Braunau Simbach

23.06.2012 Bad Tölz

Briefmarkenfreunde Hausham-Bad Tölz e.V.

24.06.2012 München

Ansichtskarten-Sammlerbörse München
ARGE Münchener Briefmarkenvereine e.V.

15.07.2012 München

ARGE Münchener Briefmarkenvereine e.V.

100 Jahre Bayerische Postgeschichte (50)
(Zeitraum 1. März 1808 bis 31. Dezember 1908)
Sonstiger Dienstbereich

(nur im Vereinsboten zu lesen)

Unsichtbar oder gläsern

Wenn ein Vereinsmitglied bedauerlicherweise verstirbt, steht man beim nächsten Vereinstreff auf und gedenkt seiner. Auch bei der nächsten Mitglieder­versammlung legt man anstandshalber eine Gedenkminute ein.

Und ins Vereinsrundschreiben gehört auch eine Trauermeldung und auch auf die Internetseite – und gefälligst mit Bild!

Frage: Wollte das der Verstorbene auch? Fragen kann man ihn wohl kaum mehr. Wollen das die Angehörigen? Die meisten setzen keine Todesanzeige mehr in die Tageszeitung, damit sie Werbung und Schlimmeren entgehen – und dann steht es weltweit für alle im Internet!?

Und zumindest die runden Geburtstage müssen mitgeteilt werden! … und dann steht es auch weltweit für alle im Internet!?

Auch der Vereinsbote verbleibt nicht nur innerhalb des Vereins! Auch er wird als philatelistische Literatur an einige Institutionen (Philatelistische Bibliothek München, Rathaus Germering etc.), an Interessenten für unseren Verein, bei Großtauschtagen etc. weitergegeben und auch im Internet veröffentlicht.

Hier scheiden sich wahrlich die Geister. Die einen kehren ihr Innerstes aus und in veröffentlichen es in Facebook. Die anderen zetern bei jeder Bestellung schon dann, wenn der Verkäufer die Versandadresse wissen will. Gläsern oder völlig unsichtbar – das ist hier die Frage.

Ich bin auch der Meinung, dass persönliche Daten, wenn man sie schon weiter­geben muss – wie sollte man denn sonst seine Bestellung zugesandt bekommen? - nicht beliebig verwandt und weitergegeben werden.

Nicht vergessen sollte man aber, dass es gerade im Internet eine besondere Form der Bezahlung gibt: Zahlung über Werbung, die man in Kauf nimmt. Und hier bekommt man sehr oft Leistungen im zwei- bis dreistelligen €-Bereich für nichts – außer Werbung. Auch erstaunliche Dienstleitungsangebote gibt es ebenfalls für nichts – außer Werbung. Etliche GB an Webspace zur freien Verfügung sind locker schon 30 bis 60 € jährlich wert. Ein werbefreies Google könnte 100 bis 200 € monatlich wert sein. Ein Amazon ohne erstaunlich treffsichere Buch­empfehlungen – undenkbar! Fragen Sie doch mal ihren Buchhändler nach Tipps für ihre Urlaubslektüre – außer den 08/15-Umsatzrennern erfahren Sie für ihre persönlichen Interessen sicher rein gar nichts.

Und all Ihre persönlichen Emails darf Ihnen Ihr Provider selbstverständlich nur spam- und virenfrei zustellen, aber selbstverständlich nicht öffnen! - Hallo!! Wie soll er dann feststellen, ob Spam oder Viren drin sind? Wohl Online-Hellseherei gewünscht?

Zurück zum Vereinsboten und der Internetseite des Vereins: Wir bitten jedes Mitglied und auf beiliegendem Zettel mitzuteilen, ob er eine Erwähnung seines Geburtstages oder – möglichst noch viele Jahre nicht – ein Gedenken seiner wünscht. Es kostet nichts – aber es ist auch etwas Werbung für unseren Verein.

S.F.

Was man so alles über Briefmarken findet

Kolumbien gab 1865 sog. Cubiertas mit Abbildung der Nationalflagge und der Aufschrift sin contenido bzw. con contenido (ohne bzw. mit Wertangabe) zur Versiegelung von Einschreibesendungen aus. Aufkleber, perforiert und mit der Inschrift REGISTERED gaben die USA 1872 heraus.

Kuba gab im Dezember 1964 einen Fünfer-Streifen mit dem Abdruck von Castros 2. Havanna-Deklaration heraus. Wer seine langen Reden hören musste, hoffte insgeheim wohl inständig, dass er nicht die ca. 25.000 Wörter dieser Deklaration verliest.

Mit dem Schiffbruch der SS Eider stellte sich heraus, dass die Marken des Deutschen Reiches der 1890er Jahre einen Netzaufdruck als Fälschungsschutz hatten, der durch Befeuchtung erkennbar wurde.

In den 1860er Jahren gab es in Finnland Marken, die mittels Wellenrädchen durchstochen wurden, was extrem lange und entsprechend empfindliche Zähne, eigentlich eher Zungen, ergab.

Wenn die Nationalhymne Bhutans auf den Miniaturschallplatten-Briefmarken 1973 gesungen wurde, ja.

Die je 500 Stück 1 d – und 2 d-Post-Office-Marken von Mauritius 1847 kosteten weit mehr für die Gravur, den Druck, den Versand und die damit verbundene Dienstleistung als ihr Gesamtfrankaturwert von £ 6,25.

Für Sven Hedins Nord-West-Expedition gab China 1932 eine Vierer-Serie heraus  mit Wertangabe 20 C, die für 5 $ verkauft wurde. Das sind satte 2400 Prozent – auch wenn es nicht drauf stand.

Nach dem Vulkanausbruch auf Tristan da Cunha brachte St. Helena am 12.10.1969 Freimarken von Tristan da Cunha (Wertaufdruck in südafrikanischen Cents) mit dem Aufdruck ST HELENA / TRISTAN RELIEF und einer Wertangabe in Sterling heraus, um für die Flüchtlinge Geld zu sammeln.

Einige Dreiecksmarken vom Kap der Guten Hoffnung wurden in schwarz gedruckt, aber sie waren schon angekündigt, als Prinzgemahl Albert, der im Dezember 1861 starb, noch lebte. Die grau-schwarze 15 C-Marke der USA vom Juni 1860 erschien erst 14 Monate nach dem Tod von Abraham Lincoln – reichlich spät. Und die grau-schwarze 7 d-Marke von England wurde am 4. Mai 1910 ausgegeben, zwei Tage vor dem Tode König Edward II.

Der Aufdruck DRIJVENDE BRANDKAST war auf Seeversicherungsmarken von den Niederlanden und Niederländisch-Indien für Post, die in Stahlcontainern (Brandkästen) auf Schiffen versandt wurden, und so die Post zu retten, da diese Schiffe im I. Weltkrieg oft durch Torpedos und Minen versenkt wurden.

1856 wurde vom British Post Office ein Graveur mit der Fälschung von 1 d-Marken beauftragt zur Überprüfung der Fälschungssicherheit. Das US Post Office fälschte 5 C- und 10 C-Marken von 1847, um sie als Exponate zur 100-Jahrfeier zu zeigen, da die originalen Druckstöcke nicht mehr vorhanden waren.

1904 wurde ein prominenter Philatelist wegen des Verkaufs postfrischer englischer Amtsmarken verurteilt. Diese Marken mussten sogar als postalisch gebrauchte Marken wieder zurückgegeben werden. Kurz nach der Verurteilung wurden sie durch Official-Paid-Briefpapier ersetzt. Auch die DDR hatte den Besitz von Marken für den ZKD mit bis zu 5 Jahren Strafe belegt.

Landkarten mit Chaco Boliviano und Chaco Paraguayo 1930 als Briefmarkenmotiv führten kurz darauf zu Kämpfen im Chaco bis zum wirtschaftlichen Zusammenbruch Boliviens. Trotzdem wurden in den folgenden Jahren weitere Chaco-Marken herausgegeben. Auch die Landkartenserie der Dominikanischen Republik hätte 1900 bald zu einem Krieg mit Haiti geführt.

1916 wurde die anglo-russische Expedition zur Besetzung des Berges Athos vorbereitet. Dazu wurden an Bord der HMS Ark Royal im Lichtdruckverfahren Marken mit Inschriften in englisch, griechisch und russisch in den Währungen Pence, Lepta und Kopeken gedruckt. Aufgrund von Streitigkeiten zwischen dem englischen und russischen Oberkommando wurde die Expedition abgeblasen und die Marken nicht ausgegeben.

41 Tage lang gab es 1871 auf Fidschi Briefmarken mit einer Währungsangabe in Pence, obwohl die Postgebühren in US-Währung – diese war damals im Umlauf – festgelegt waren. 1874 wurde die Sterling-Währung übernommen, dafür druckte man bis 1876 sämtliche Marken weiterhin in (US-)Cents.

1891 gab Julius Popper für die Bergleute in den Goldminen von Terra del Fuego für ihre Post nach Chile Marken mit einer Bewertung in hundertstel Gramm Goldstaub heraus.

Die Herstellung der 3000-Pengö-Marke von Ungarn verzögerte sich um vier Monate. Als sie am 5.2.1946 endlich erschien, war sie nur noch ein 20 000 000 000 000stel eines Cents wert?
Grytviken, der einzige Ort von South Georgia, beherbergt gerade zwei ständig dort lebende Menschen, aber das sind noch viele im Gegensatz zur menschenleeren Insel Redonda. Vielleicht sind deshalb die Redonda-Marken so unbeliebt?

Auf Suwarrow, einem Atoll der Cook-Inseln, wurde 1969 Tom Neale als Postmeister eingesetzt. Er ist einziger Bewohner des Atolls.

Viel zu viele Markenausgaben! Aber 58 Jahre lang immer die gleiche Freimarke, wie die 1-Öre-Freimarke von Schweden 1912 bis 1970?

Aber eine Freimarkenserie mit 368 Marken, wie die Freimarkenserie von Venezuela 1951 und 1954 (7 gewöhnliche und 9 Flugpostmarken mit je den Wappen aller 23 Bundesstaaten) ist wirklich etwas viel.

Eine hundertjährige Freimarkenserie erfährt natürlich gewisse Änderung, die Währung, mal ohne Schattierung, mal eine andere Schriftart, mal die Druckart – aber die Norweger mit ihrer Posthorn- und Ziffern-Freimarkenserie übertreiben hierbei sicher nicht mit den Änderungen.

Jack the Ripper und Briefmarken? Nein, aber 1979 und 1980 wurde der Yorkshire Ripper mit einem Poststempel gejagt. Gefasst wurde er aber durch eine Routinekontrolle von zwei Streifenbeamten.

Die Lady McLeod-Marken und die ersten (Tiger-) Briefmarken von Afghanistan wurden durch Abreißen einer Ecke entwertet. Die Marken auf Paketkarten des Osmanischen Reiches wurden durch Abschneiden einer Ecke entwertet. Wertlos sind sie damit also noch lange nicht.

Tamburi (Postkästen) gab es schon Anfang des 16. Jahrhunderts in Kirchen für anonyme Denunziationsbriefe, was aber nicht sehr christliche erscheint.

Es war also keine Faschingslaune, auch wenn vieles kaum glaublich erscheint.

S.F.

Was man noch so alles über Briefmarken findet

Muss man eigentlich immer wieder neue Marken herausbringen. So nach 28 Jahren kann man das ja mal tun?

Andere wiederum gaben Marken so schnell aus, dass erst elf Jahre später eine Post dort gegründet wurde. Die Marken mussten deshalb auch sofort mit einem neuen Wert überdruckt werden.

Und wenn Marken zwar gedruckt, aber nicht gebraucht werden, gibt man sie am Besten irgendwo anders aus?

Wer mehr zahlt, kriegt auch mehr?

Briefmarken mit hohem Wert waren doch keine?

Die Kohl-Marke ist immer wieder im Gespräch, aber philatelistisch gesehen lebt er leider noch – also abwarten. Anderswo wurde bereits 1866 festgelegt: Nein. Dieses Nein wurde erst 1967 – noch nicht als Portrait – gebrochen – mit Portrait erst 1969.

Ein anderes Portrait überflutet schier die Marken vieler Länder.

Sieger in nur einem Land ist aber eine andere Person.

Für die Verwendung im Inland muss ja nicht unbedingt der Landesname stehen. 1874 legte die UPA fest, dass es eine Identifizierung geben muss, schließlich wurden Briefe nun schon weiter befördert. Aber muss man sich daran halten?

Was soll                                                 

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auf einer Marke bedeuten?

Hat eine Marke einen Staat gegründet?

Immer ist die Rede vom Vineta-Provisorium. Man kann doch viel schöner teilen: 1/2, 1/4, 3/4, 1/8 – und schon hat man statt einer fünf Markenwerte – und das ohne Stempel. Auch in 1/3 und 2/3 kann man teilen, dann aber besser doch mit Stempel, falls man nicht genau trifft.

An schöne Gedenkmarken kann man sich gewöhnen, vor allem, wenn sie dann 24 Jahre lang zwei Freimarkenwerte ersetzen.

S.F.

Kennwort: Falsch (26)

Informationen und Warnmeldungen des
Bundes Deutscher Philatelisten e. V.

Essays - Probedrucke
Druckproben

Amtliche Vorstufen der Postwertzeichenherstellung sind:

Essays            =  Entwürfe für geplante Postwertzeichenherstellung

Probedrucke =  in Markenform hergestellte Drucke von Entwürfen in verschiedenen
                              Druckverfahren und Farben

Während beide Arten nach der Prüfordnung geprüft werden, gilt dies nicht für:

Druckproben =  Maschinenproben, in der Schweiz auch Versuchsdrucke genannt. Diese
                              Drucke werden zur Erprobung der Leistungsfähigkeit neuer Maschinen
                              gefertigt. Verteilung an Interessenten z. T. kostenlos.

Druckproben kauft man nicht zum Preis von Probedrucken!

Aus der Region

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Am 13. und 14.10.2012 feiert die

Sammlergilde St. Gabriel e.V.
– ArGe 'Christliche Motive'

ihr 70jähriges Bestehen in der Marthabräuhalle Fürstenfeldbruck mit einer Werbeausstellung. Dazu hält dort der Philatelistenverein Fürstenfeldbruck e.V. am 14.10.2012 einen Tauschtag ab.

Heuss lumogen

Genauer: Heuss lumogen, zentrisch gestempelt, links Prüfzeichen SCHLEGEL.
Und dieses Schnäppchen fand einen Ehrenplatz auf der Fälschungsseite des BDPh-Kompass für Sammler?

Dort wird zugegeben, dass ein Stempelexperte den Stempel aufgrund abweichender Buchstabentypen erkennen würde – aber ein unbedarfter Sammler?

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Vorsorglich entschuldige ich mich gleich bei allen, denen diese Abbildungen, die sich in jedem Katalog auf den letzten Seiten befinden, vertraut sind. Es war nur der Hinweis auf der Fälschungsseite, der mich veranlasst, dies in Erinnerung zu rufen.

Man möchte es nicht glauben, dass primitive Fälschungen immer noch Abnehmer finden. Hauptsache „Prüfzeichen“ genügt hier eben nicht.

Was findet man noch auf der Fälschungsseite im Internet:

Bundmarken von 1949 – 1951 mit vierstelliger Postleitzahl auf dem Stempel (die gab es ab 1961).

Ganzfälschung einer Hepburn-Marke mit echtem Briefzentrumsstempel – schließlich war ja eine andere Marke für das richtige Porto dabei.

Phantasieaufdrucke auf Germania-Marken zur Erweiterung der Kolonialsammlung.

Danzig-Vorläufer mit Reichspostmarken, Absender „Freie Stadt Danzig“, wie sie seit 1921 bezeichnet wurde.

Feldpostkarte 1916 aus Deutsch-Ostafrika, ohne dass es eine Auslandspostverbindung oder einen Feldpoststempel gab und Schrift und Beschriftung nicht zeitgemäß ist – hoffentlich ist wenigstens das Papier echt.

Wie wird eine „hoch“-geprüfte Zeppelinmarke zum Traumstück. Einfach den Zusatz „echt“ vor SCHLEGEL BPP dazustempeln – und schon echt-tiefstgeprüft und nur ein etwas verschwommenes Prüfzeichen durch die Nachgummierung.

Die dritte Seite der Fälschungen will man nicht mehr sehen.

S.F.

Unbekannte Plattenfehler (56)

Heute:

Originalmarke:  Bayern Dienstmarke
                           35 Pf. orange / Mi.Nr. 38

Plattenfehler:    Fleck im Maul des linken Löwen.
                           Feldgruppe 23-28-73-78

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Protokoll der Mitgliederversammlung vom 9.3.2012

(nur im Vereinsboten zu lesen)

Wir trauern um ...
 

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