April 2011

Vereinsbote - April 2011 - 24. Jahrg. - Nr. 94

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Alter Vorstand - neuer Vorstand, Schriftführer und LV-Beirat

Inhaltsverzeichnis:
Vereinsinterne Versteigerung am Freitag, 08.04.2011
Tag der offenen Tür in der ZSM München am 14. Mai 2011
Stadtfest 27.-29. Mai 2011
Volksfesteinzug am 16.7.2011
Bericht von unserer Mitgliederversammlung am 11.3.2011
Bericht von unserem Großtauschtag am 20.02.2011
Bericht von der Internationalen Briefmarken-Börse München
Bericht vom 63. Landesverbandstag
Interessante Tauschtage (Auswahl)
Aus anderen Vereinen ...
Unbekannte Plattenfehler (54)
Suche BRD komplett (aber nur bis 1956!)
Kennwort: Falsch (23)
100 Jahre Bayerische Postgeschichte (48)
Und noch ganz neu:
Protokoll der Jahreshauptversammlung vom 11.3.2011
 

Vereinsinterne Versteigerung am Freitag, 08.04.2011

Bald kommt das Frühjahr und damit die Zeit des Stöberns. Fangen Sie doch jetzt schon damit an und durchforsten Sie ihre Sammlung. Vielleicht brauchen Sie das Eine oder Andere nicht mehr. Warum nicht davon trennen, anderen damit eine Freude machen und selbst einige Schnäppchen erwerben? Bitte merken Sie sich den Termin unserer Versteigerung vor und nutzen Sie die Gelegenheit!

Tag der offenen Tür in der ZSM München am 14. Mai 2011

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Zum Jubiläum „200 Jahre Zoologische Staatssammlung München“ gibt es beim Tag der offen Tür am 14. Mai 2011 in der ZSM, Münchhausenstr. 21, 81247 München nicht nur zwei individuelle Marken, sondern auch das Team Erlebnis: Briefmarken mit einem Sonderstempel und ein Erinnerungskuvert. Sie erreichen die ZSM mit der S-Bahn Linie S2, Haltestelle Obermenzing. Die Laufzeit vom S-Bahnhof beträgt 5-10 Minuten (Verdistraße > Freseniusstraße > Münchhausen­straße).

Die Zoologische Staatssammlung (ZSM) ist eine Forschungsinstitution für zoolo­gische Systematik und ihre Anwendungen im weiteren Sinne. Grundlage der dort geleisteten Forschungsarbeit ist der in den Sammlungen steckende enorme, aber häufig versteckte Informationsgehalt. Zu den Hauptaufgaben der ZSM gehört der Erhalt dieser Informationen und dessen Erweiterung durch den Erwerb neuer Objekte bzw. Sammlungen. Zugleich sind diese Informationen auszuwerten und der Öffentlichkeit zur Verfügung zu stellen. Die an der ZSM betriebene Forschung liegt vor allem in den Bereichen Taxonomie, phylogenetische Systematik, Morphologie, Biodiversität und Evolutionsbiologie. Wer hier nur an verstaubte Knochen und tote Tiere in Spiritus denkt wird überrascht sein, wenn er mit modernster Forschung wie DNS-Sequenzierung zur Ermittlung von Stammbäumen und verwandtschaftlicher Beziehung der Arten konfrontiert wird.

Stadtfest 27.-29. Mai 2011

Wir wollen diesmal am Stadtfest am Marktsonntag, den 29.5.2011, teilnehmen und haben deshalb einen Stellplatz für ein Zelt geordert. Er befindet sich in der Otto-Wagner-Str. im Bereich zwischen Sparkasse und Eisdiele Roberto. Wir wollen Werbung für unseren Verein machen und Belege mit unserem Sonder­stempel „20 Jahre Stadt Germering“ verkaufen. Helfer sind herzlich will­kommen!

Volksfesteinzug am 16.7.2011

Am Samstag, 16. Juli 2009. startet die Stadt Germering wieder einen Festzug zum 58. Volksfest in Unterpfaffenhofen. Wir möchten unsere Mitglieder dazu einladen, bei diesem Einzug mitzumachen. Wir treffen uns um 14:00 Uhr auf dem Marktplatz vor der Stadthalle. Abmarsch in Richtung Volksfest ist um 14:30 Uhr. Um 15:00 Uhr Bieranstich durch unseren OB Andreas Haas.

Bericht von unserer Mitgliederversammlung am 11.3.2011

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41, später 42 Mitglieder, versammelten sich zur Jahreshauptversammlung und be­grüßten als Gäste Thomas Heckel, Beirat des Landesverbands Bayerischer Philatelisten-Vereine e.V. und Klaus-Peter Lippoldes, 1. Vorsitzender des Philate­listenvereins Fürstenfeldbruck e.V.

Heinrich Lünz berichtete über die Schwierigkeiten, die durch in der Stadthalle festgestellten Schäden und der dadurch bedingten Schließung der Stadthalle entstanden sind. Zunächst musste kurzfristig der geplante Großtauschtag abgesagt werden. Die Vereinsabende konnten in die Gaststätte zum Sportwirt verlegt werden, was aber wegen zu schlechter Verkehrsanbindung zu geringeren Teilnehmerzahlen führte. Der Großtauschtag konnte im Herbst nachgeholt werden, hatte aber ebenfalls geringere Besucherzahlen.

Heinrich Lünz teilte mit, dass er nicht mehr als 1. Vorsitzender kandidieren werde und dankte allen für Unterstützung, die er während seiner Tätigkeit erfahren hat.

Schatzmeister Erwin Götzinger berichtete, dass trotz der durch die Schließung der Stadthalle entstandenen Schwierigkeiten sich die Finanzlage des Vereins 2010 gebessert hat. Damit sind auch 2011 die bisher üblichen Ausgaben gedeckt und auch für die Beschaffung neuer Kataloge sind ausreichend Mittel vorhanden.

Heinrich Lünz schlug als 1. Vorsitzenden Albert Kramhöller, bisher 2. Vor­sitzender, als 2. Vorsitzenden Norbert Prummer und wie bisher schon Werner Wirges als 3. Vorsitzenden und Erwin Götzinger als Schatzmeister vor. Die Jahreshauptversammlung wählte den Vorstand, sieht man von eigenen Enthal­tungen der zu Wählenden ab, jeweils einstimmig. Schriftführer blieb Samuel Fleischhacker. Zu Beisitzern wurden Heinrich Lünz und Gert Israel gewählt. Für die Prüfung 2011 wurden Dr. Lothar Pranz und Gerhard Niembs als Kassenprüfer gewählt. Heinrich Lünz und Josef Fürbass wurden einstimmig zu Ehrenmit­gliedern gewählt. Der Jahresbeitrag für 2012 wurde unverändert auf 28,- € festgesetzt.

Wesentlich problematischer war der Antrag: Austritt aus dem Landesverband Bayerischer Philatelisten-Vereine e.V.

Der Antrag wurde mit Mehrheit zur Diskussion angenommen. Es wurde festgestellt, dass durch die Verankerung in der Satzung bei Annahme zugleich eine Satzungsänderung erforderlich ist, für die aber eine 2/3-Mehrheit vorliegen muss:

Bereits in der daraufhin neu verschickten Tagesordnung wurde darauf hingewiesen, dass die wichtigsten Änderungen für unsere Mitglieder und unseren Verein sein dürften:

  • Wegfall des Bezuges der 'philatelie' und der 'Lvaktuell'
  • Wegfall des Sammlerschutzes durch den BDPh
  • Wegfall von Unterstützungen des BDPh, LV und der Stiftung zur
    Förderung der Philatelie und Postgeschichte für Ausstellungen etc. des
    Vereins
  • Keine Teilnahme der Mitglieder an Ausstellungen des BDPh und LV etc.

Hingewiesen wurde darauf, dass auch Vergünstigungen bei Tauschtagen und Messen entfallen.

Andererseits stellt der BDPh/LV-Beitrag des Vereins von zur Zeit 19,- € pro Mitglied/Jahr an den LV den größten Ausgabeposten des Vereins dar. Ein Wegfall würde eine erhebliche Senkung des Mitgliederbeitrags ermöglichen. Weiter gab es erhebliche Kritik an den fehlenden Informationen durch den BDPh/LV, an der Qualität der philatelie und besonders der Lvaktuell und an den vielen Mitgliedern unbekannten Regularien des Sammlerschutzes.

Der Antrag wurde mit 2 Stimmen, 28 Gegenstimmen, 11 Enthaltungen abgelehnt. Der Verein bleibt damit weiterhin Mitglied im Landesverband Bayerischer Philatelisten-Vereine e.V.

Bericht von unserem Großtauschtag am 20.02.2011

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Wieder irgend etwas nicht in Ordnung? Diese bange Frage stellt sich immer wieder, wenn einem einmal kurz vor einem Großtauschtag die Decke auf den Kopf zu fallen droht und man dann einfach im Regen steht. Und immer wieder die Frage: Gell, er findet statt!?

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Er fand statt! Das Erlebnisteam: Briefmarken der Deutschen Post war vor Ort und für einen Sonderstempel gab es einen geeigneten Anlass: 20 Jahre Stadt Germering. Wir danken Herrn Stickel für die freundliche Unterstützung, denn die Stadt Germering hat kein Budget, diesen Anlass groß zu feiern.

Oberbürgermeister Andreas Haas freute sich sichtlich über unser Engagement und brachte dies auch in seinem Grußwort zum Ausdruck. Besonders überrascht war er, von wo die vielen Besucher kamen: München, Fürstenfeldbruck, Dachau, Gröbenzell, Aichach, Landsberg und Herrsching sind ja nicht weit weg, Freising, Moosburg, Erding nur etwas entfernter.

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Nicht erwartet hatte er Wasserburg,Straubing, Memmingen, Marktoberdorf und gar Salzburg. ‘So weit wegen Brief­mar­ken?’ Dann aber schrieb er selbst einige Briefe und stempelte sie gleich selbst ab.

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Besonders freut uns, dass wir, wie man sieht, Treffpunkt vieler befreundeter Vereine waren. Nachdem die Verschiebung des letztjährigen Tauschtages in den Herbst doch ein spürbares Minus an Besuchern brachte, freuten wir uns, dass diesmal über 300 Sammler zu uns fanden. Das erinnert an Zeiten, die doch einige Jahre zurück liegen. Sicher haben wir das auch den ‘20 Jahren Stadt Germering’ zu verdanken, da Sonderstempel und Erinnerungskuvert in der örtlichen Presse vorher große Beachtung fand und auch nachher ausführlich gewürdigt wurde.

Wir haben diesmal eine recht umfangreiche Besucherbefragung durchgeführt, die wir nicht vorenthalten wollen. Es hat sich herausgestellt, dass unsere befreundeten Vereine mit ihren Informationen an ihre Mitglieder die Speerspitze der Werbung für einen Tauschtag darstellen. An zweiter Stelle stehen die Wurfzettel, mit denen wir bei anderen Tauschtagen für uns werben. Das mittlerweile das Internet als Informationsquelle so breit genutzt wird, hat uns überrascht, ebenso, dass auch Rundfunksender über Veranstaltungen informieren und einige Besucher bringen.

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Bericht von der Internationalen Briefmarken-Börse München

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Chaotische Warteschlangen vor den Kassen blieben diesmal aus, der Eintritt war wieder frei. Trotzdem schien es als sei der Andrang zu Beginn der Messe gerin­ger als letztes Jahr.

Gleich um 11:00 Uhr fand im Forum - dieses gibt es wieder - die Übergabe der Briefmarken “Die vier Elemente” statt, professionell moderiert von Gerd Aschoff, dem Pressesprecher der Internationalen Briefmarken-Börsen.

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In einer Gesprächsrunde erläuterte Stefan Friedl, Leiter der Niederlassung Philatelie Weiden der Deutschen Post AG die Entstehung einer Briefmarkenserie “Post”, Prof. Johannes Graf, Grafiker, die Gestaltung der von ihm entworfenen und hier vorgestellten Briefmarken und Verena Bentele, Biathletin und 12fache Goldmedaillengewinnerin der Paralympics erzählte von sich und wie sehr sie sich über Olympische Spiele und Paralympic 2018 in München freuen würde.

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Anschließend dann die Markenübergabe an die Honoratioren. Hervorzuheben diesmal an Erhard Ansorge als Geschäftsführer der Philatelistischen Akademie Bayern e.V. und Robert Binner als Leiter der Philatelistischen Bibliothek München. Anschließend eröffnete Ralph-Michael Hohenstein, Geschäftsführer der Messe Sindelfingen GmbH die Messe Sindelfingen - ein Versprecher, dem die Besucher Beifall zollten und den ihm aber keiner übelnahm.

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Prof. Johannes Graf signierte um 13:00 Uhr seine Marken und die Messeganzsache. Verena Bentele verteilte Autogramme und signierte auch den Beleg der ARGE München mit dem Stempel “MÜNCHEN 2018 Candidate City” und erhielt dabei viel Bewunderung für ihr Engagement als behinderte Sportlerin.

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Am eigenen Stand verkaufte die ARGE München auch die anderen drei von ihr für die Messe gestalteten Belege für die Sonderstempel Postbeförderung und Fasching in München und erfreute damit manch Sammlerherz.

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Größter Anbieter der Messe war wie immer die Fa. Biener mit mehreren Ständen und wie immer mit einem umfassenden Angebot alter MICHEL-Kataloge, welche die Fa. MICHEL sicher selbst schon ein Jahr früher bei einer sammlerfreundlicheren Preisgestaltung hätte verkaufen können. In gewohnter Weise die Zubehörlieferanten Leuchtturm und Lindner. In neuer Form die Gastronomie mit Getränken, Kuchen und belegten Brötchen auf wenig Platz in einer Ecke, die für dieses Angebot auch ausreichend war. Glücklich, wer eine eigene Stulle dabei hatte.

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In einer anderen Ecke der Stand des LV Bayern, der 5 Münchner Vereine, der Jugend und der ARGE Tschechoslowakei in einer Enge, die wohl Information und Gespräche unmöglich machten. Hinter einer Mini-Ausstellung gänzlich versteckt die anderen ARGEN, zu denen man kaum vordrang. Vielleicht ist das Ziel dieser Briefmarkenmesse eine ohne Sammler - nur die Händler noch unter sich?

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Vergleichsweise großzügig bedacht der Stand der Philatelistischen Bibliothek München, die heuer gleich zwei Jubiläen feiert - nicht nur das eigene, auch das der Herausgabe der Literatur­nach­richten. Es ist erfreulich, dass sie langsam die Beach­tung erfährt, die ihrer Größe und ihrer Bedeutung für interessierte Sammler ent­spricht. Deutlich sieht man dies an erheblich gestiegenen Ausleihen.

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Wichtig an einem Messebesuch sind die vielen Gesprächsmöglichkeiten, die sich bieten, seien es Vorstände des BDPh, des LV, von Vereinen aus nah und fern ...

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... und natürlich aus dem eigenen.

Fazit: Auch wesentlich kleiner als bisher, findet sie wenigstens wieder mit freiem Eintritt und wieder Donnerstag bis Samstag statt. Schade, dass sie zu sehr auf kom­mer­zielle Interessen ausgerichtet ist, wobei wohl vergessen wird, dass die Konsumenten die ziemlich vernachlässigten Sammler sind. Steigende Besucher­zahlen sind so nicht zu erwarten.

Bericht vom 63. Landesverbandstag

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Abgesandte von 42 von insgesamt 142 Vereinen trafen sich in einem modernen Konferenzsaal des M.O.C. 42 Vereine ließen sich immerhin vertreten, der Rest zeigte an dieser Veranstaltung kein Interesse.

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Ehrengäste waren Herr Jan Billion und Herr Gerd Aschoff, Messe Sindelfingen GmbH. Ebenso Herr Lars Böttger, vielen bekannt als BDPh-Fachstelle Fälschungs­bekämpfung und Sammlerschutz, der sich als neuer Schatzmeister des BDPh vorstellen konnte und Herr Torsten Pelant, 1. Vorsitzender des Landes­verbands Südwestdeutscher Briefmarkensammler-Vereine e. V.

Herr Ludwig Gambert, 1. Vorsitzender des LV, berichtete über Ausstellungen, LVaktuell und Seminare des letzten Jahres. In erfreulich deutlicher Weise übte er Kritik an einigen Artikeln in der ‘philatelie’ über das Ausstellungswesen. Auch das Thema BDPh und Einsparungen, z.B. die Zusammenlegung von Philatelistentagen und Jahreshaupt­ver­sammlung - und das nur alle zwei Jahre -, ist nicht vom Tisch. Eine Titel­überschrift der ‘philatelie’ könnte man auch so lesen: Klasse ist der BDPh - und die Masse zahlt. Dabei sind, wie der Bericht des Schatzmeisters Herr Roland Gleißner zeigte, die Mitgliederzahlen weiter rückläufig. Dass der LV trotzdem mit einem positiven Ergebnis abschloss zeigt, dass zumindest im LV gespart werden kann.

Nach den Formalitäten - Bericht der Kassenprüfer etc. - wurde der Vorstand, sieht man von 2 Enthaltungen ab, einstimmig entlastet.

Dann berichtete Herr Lars Böttger aus dem BDPh. Er selbst habe sich dem Thema Sparen angenommen und dennoch sollten attraktive Angebote für die Mitglieder verwirklicht werden. Auch die Philatelistentage sollen etwas für die Sammler bieten. Er selbst sei begeisteter Sammler und war früher als solcher bei seinen ersten Besuchen von Philatelistentagen enttäuscht gewesen. Weiter berichtete er, dass auch der BDPh 4 bis 5 % seiner Mitglieder verloren habe. In der Diskussion wurden sehr nachhaltig die Kosten der ‘philatelie’ hinterfragt. Obwohl er diesen Fragen und dann weiteren zur Familie Maassen geschickt als “Neuer” hätte ausweichen können, wollte er bewusst dazu nichts sagen.

Das ist zwar nicht befriedigend, zeigt aber, dass er offen und ehrlich seine Ansichten und Meinungen vertritt. Leicht wird er es damit sicher nicht haben, aber mit Sicht auf seine bisherige Tätigkeit kann er als Hoffnungsträger im BDPh gelten.

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Mit Vermeil wurden geehrt Herr Hans Dietmayr, Beirat Region Oberpfalz, und Herr Dieter Simon, Sprecher der Beiräte, für ihren Einsatz für die Philatelie. Eine Ehrung erfährt auch Herr Hans-Georg Schlicht, BSG im BSW München. Die Urkunde als Ehrenmitglied erhielt Herr Walter Gabriel. Der Philatelistenverband Mittelrhein zeichnete zum zweiten Mal die BSG Marktbreit e.V. für ihren Ausstellungskatalog aus, die auch 2013 wieder eine Rang 3-Ausstellung ausrichten.

Der Antrag auf Änderung der Bezuschussung des Landesjugenrings wurde einstimmig beschlossen.

Der 64. Landesverbandstag 2012 wird in München, wahrscheinlich in Verbindung mit der IBB, abgehalten. Für den Tag der Briefmarken 2012 fand sich bisher niemand.

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Interessante Tauschtage (Auswahl):

10.04.2011

Holzkirchen

Briefmarkenfreunde Hausham-Bad Tölz e.V.
Hauptschule Holzkirchen, Baumgartenstr. 7

23.04.2011

Garmisch-Partenkirchen

Briefmarken- und Münzensammler-Club PHILATELIA e.V.
Garmisch-Partenkirchen, Kongresszentrum, Olympiasaal,
Richard-Strauss-Platz 1

08.05.2011

Ottobrunn

Briefmarken- und Münzsammlerverein Ottobrunn
Wolf-Ferrari-Haus, Rathausplatz 2

02.06.2011

Dingolfing

Briefmarken- und Münzensammlerverein
Dingolfing e.V., Stadthalle, Dr.-Josef-Hastreiter-Str. 2

05.06.2011

Moosburg

Briefmarken- und Münzensammlerclub Moosburg e.V.
Stadthalle, Breitenbergstraße

19.06.2011

München

ARGE Münchener Briefmarkenvereine e.V.
Kolpinghaus St. Theresia, Hanebergstr. 8

09.07.2011

Bad Tölz

Briefmarkenfreunde Hausham-Bad Tölz e.V.
Gabriel-von-Seidl-Gymnasium, Hindenburgstr. 26

10.07.2011

München

ARGE Münchener Briefmarkenvereine e.V.
Bürgersaal Fürstenried-Ost, Züricher Str. 35

Aus anderen Vereinen ...

Dieser Beitrag ist nur im Vereinsboten zu lesen!

Unbekannte Plattenfehler (54)

Heute:

Originalmarke:

Bayern Dienstmarke
25 Pf. Grau / Mi.Nr. 21 / 36

Plattenfehler:

Der Rand unter Bayern ist mehrfach beschädigt. Die rechte 2 ist mit der 5 verbunden.

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Suche BRD komplett (aber nur bis 1956!)

Wenn man durch gute Kontakte zu einem Briefmarkenhändler etwas Kenntnis von Marktpreisen hat, verwundert einem eine zwar durchaus gutgemeinte Serie „Sammlerschätze und Erbschaften“ in der 'philatelie' doch maßlos. Zur Begrün­dung muss man nur den Satz „Wollte der Kaufinteressent tiefer ins Detail gehen, müsste er Stunden oder auch Tage aufwenden, um all das zu erfassen und zu taxieren, was ein Sammler in Jahren und womöglich Jahrzehnten aufgehäuft hat.“ aufgreifen.

Was in Nachlässen üblicherweise angeboten wird, ist BRD fast komplett, was im Klartext heißt, mit erheblichen Lücken bis 1956 – also alles, was teuer ist. Falls doch vorhanden, meist etwas wie 'Marienkirche, zentrisch gestempelt, wunder­schöne Erhaltung, nur drei Zähne fehlen' – also üble Knochen.

Vergleicht man einfach nur mit der Jahrgangstabelle im MICHEL Deutschland, stellt man fest, dass die Nominale 1949 – 1956 ganze ca. 37,- DM beträgt, der Katalogwert postfrisch ca. 4400,- €, gestempelt 2200,- €. Die Nominale 1957 – 2000 beträgt ca. 1800,- DM, der Katalogwert postfrisch ca. 3450,- €, gestempelt 2500,- €. Eine Sammlung (DM) 1957 – 2000 erbringt ca. 120.- € postfrisch, ca. 80,- € gestempelt im Verkauf, wobei postfrisch nicht heißt feucht gelagert und leicht modrig in den Taschen festgeklebt und gestempelt nicht Wellenstempel meint. Gemeint ist bei diesen Preisen auch nicht, dass es sich um Eckrandstücke, zentrisch mit Ersttagsstempel eines Postamtes, handelt. Aber letzteres zählt schon fast zu Raritäten im Ankauf.

In Hamburg bietet ein Händler 1/2 Ct. pro 1 DM-Nominale postfrisch. Eine Frechheit? Nein, denn wo sonst sollte man mit BRD 60-90er Jahre hin, wenn ein Erblasser sein Vermögen in die 'Aktie des kleinen Mannes' investiert hat und so kleine Posten wie alle DM-Blöcke der BRD je im 50er-Pack original verpackt gestempelt und postfrisch oder Marken der 60-90er Jahre kiloweise im ganzen Bogen.
Unter diesen Gesichtspunkten ist sorgfältig und doch sehr schnell taxiert, wenn man die 49-56er Jahre BRD auf Vollständigkeit und vor allem auf Qualität und 'geprüft' einschätzt, ob vom Rest ab 1957 fünf Marken fehlen oder doch 10 Wellenstempel dabei sind, ist unerheblich.

Für den Ankäufer ist aber eher der Rest problematisch. Man füllt die Lagerbücher auf, tauscht dort die eine oder andere Marke aus, aber die Lagerbücher sind eh übervoll. Also über ebay verkaufen, Hauptsache – nur weg.

Aber was bleiben dem Händler, wenn er damit im Ausland glücklich 100,- € erzielt? Obwohl ein Händler eine Einstellgebühr von -,60 € zu berappen hat, beträgt die ebay-Gebühr nur 4,50 € statt 6,60 € eines Privatanbieters. Paypal verlangt (mit Anrechnung des Portos – HERMES 13,90 €!) zwischen ca. 2,50 – 5,00 € für die Überweisung, das Finanzamt will – auch für das Porto – ca. 8.- € MWST (2,64 € MWST von der HERMES-Rechnung darf man dann wieder absetzen, bei einem Versand mit DHL muss man zwar das erhaltene Porto versteuern, absetzen kann man nichts, da Pakete MWST-frei sind). Verbleiben im besten Fall ca. 84,- €. Von der Differenz zum Einkaufspreis bestreitet der Händler Ladenmiete, Heizung, Strom, Telefon und Internet, nicht zu vergessen seinen Steuerberater, und von dem, was übrig bleibt, seine Einkommenssteuer und Krankenversicherung. Den Rest darf er sinnlos verprassen, immerhin hat er dafür mindestens drei Stunden lang – nicht den Wert taxiert – sondern die Marken sortiert, 1/4 Stunde für ebay zusammengestellt, fotografiert und eingestellt, den Zahlungseingang kontrolliert und zum HERMES-Shop geschleppt, wenn er Pech hat, durfte er sogar nach einer halben Stunde Anstehens das Paket in der Post abgegeben.

Mag nun jeder fürs sich selbst abschätzen, wie hoch denn der Einkaufspreis des Händlers nun sein könnte. Und warum für einzelne „billige“ Marken üblicher­weise 30 % Katalogwert verlangt werden. Und warum ein Händler für postfrische frankaturgültige deutsche Briefmarken im Verkauf ein paar Prozent auf die Nominale (ggf. plus Zuschlag) aufschlägt und sich frecherweise nicht mit 30 % Katalogwert begnügt – sprich für eine 55 Ct-Marke vielleicht -,65 € will, anstatt nur 30 Ct, weil der Katalogwert nur 1,- € beträgt. So würde ich mein Briefporto auch gerne einkaufen.

Nehmen Sie sich also den Artikel in der 'philatelie' zu Herzen, befolgen Sie den Ratschlag und dokumentieren Sie ihre BRD-Marken der 60-90er Jahre lückenlos mit Katalogwerten, heben Sie alle Rechnungen – die Versandstellen stellen ja welche aus – sorgfältig auf und Ihre große Masse des mittleren und billigen Materials wird wesentlich besser eingeschätzt. Und wenn das jemand dann tatsächlich tut, bitte sofort mitteilen – vielleicht will der ja noch mehr.

Samuel Fleischhacker

Kennwort: Falsch (23)
Informationen und Warnmeldungen des
Bundes Deutscher Philatelisten e. V.

Farben geprüft - Aufdruck falsch

Manche Provisorien werden neben dem Aufdruck noch nach Farben der Urmarken unterschieden. Der Preisunterschied ist beträchtlich! Billige Urmarken mit dem Prüfsignum eines .Farbenprüfers" werden später mit einem falschen Aufdruck und evtl. mit einem Falschstempel verbessert"!

Fälscher wissen oder rechnen damit, dass sie die Stellung der Prüfzeichen nicht alle im Kopf' haben können.

Wenn Sie in Losbeschreibungen nur den "Farbenprüfer" lesen, dürfen Sie bei Aufdruckmarken beim Fehlen des zweiten Signums neben fehlender Kenntnisse des Anbieters auch auf eine Aufdruckfälschung schließen!

Auf der „Künstler“-Prüfzeichenscheibe*) können Sie jede Markenart einstellen und die Prüfzeichenstellung ablesen. Stecken Sie nicht vor Hilfsmitteln der Philatelie den Kopf in den Sand, sonst müssen Sie bald mit knirschenden Zähnen herumlaufen!

*) Bezugsnachweis beim Handel oder beim BDPh erfragen.

100 Jahre Bayerische Postgeschichte (47)
(Zeitraum 1. März 1808 bis 31. Dezember 1908)

Zustellung der Sendungen (Fortsetzung)

Gegenstände der Postbeförderung (Fortsetzung)

(nur im Vereinsboten zu lesen)

Und noch ganz neu:

Die Stadthalle Germering hat diesen Termin bestätigt:

Briefmarken-Großtauschtag
der Germeringer Briefmarkenfreunde e.V.
am Sonntag, den 26. Februar 2012
in der Stadthalle Germering, Orlando-Saal

Protokoll der Jahreshauptversammlung vom 11.3.2011

(nur im Vereinsboten zu lesen)