April 2010

Vereinsbote - April 2010 - 23. Jahrg. - Nr. 90

Inhaltsverzeichnis:
Nachholtermin Großtauschtag am 3. Oktober 2010
Bericht von der Jahreshauptversammlung 2010
Rückblick auf die vereinsinterne Versteigerung
Protokoll der Jahreshauptversammlung
Katalog- und Handelswert
Tauschtage in der Umgebung
Großtauschtag geplatzt
Unbekannte Plattenfehler (51)
100 Jahre Bayerische Postgeschichte (45)
Wir trauern um ...
Ein Dankeschön den Briefmarkenspendern
Wie geht die Post mit den Sammlern um
Kennwort: Falsch (19)

Nachholtermin Großtauschtag am 3. Oktober 2010

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Bericht von der Jahreshauptversammlung 2010
der Germeringer Briefmarkenfreunde e. V.
am 26.03.2010 in der
Gaststätte ‘Zum Sportwirt’, Alfons-Baumann-Str. 7, 82110 Germering

Es stimmt traurig, wenn man sich zu Beginn einer Jahreshauptversammlung erhebt und einem vor wenigen Tagen verstorbenen Vereinsmitglied gedenkt, der über ein Jahrzehnt unserem Verein die Treue hielt und an diesem Vormittag zu Grabe getragen wurde.

Da war es gut, dass nur Formalien abzuhandeln waren. Da unser 1. Vorsitzender mit dem Verstorbenen verwandt ist, war er entschuldigt und unser Schriftführer leitete die Versammlung und verlas den Bericht des Vorsitzenden. Erleichtert waren alle, als unser Kassier berichtete, dass von den Mitteln, die zur Durchführung unseres Jubiläums geplant waren, nur etwa ein Viertel gebraucht wurde. Die Kassenprüfer stellten selbstverständlich wieder die ordnungsgemäße Führung der Kassengeschäfte fest und so wurden Kassier und dann die Vorstandschaft einstimmig bei eigenen Enthaltungen wie erwartet entlastet. Als Kassenprüfer für das Jahr 2010 wurden die Mitglieder Brummer und De Gonzague einstimmig gewählt.

Zum Tagesordnungpunkt Beitrag 2011 lag ein Antrag vor mit der Bitte, anstatt einer Beitragserhöhung, die der Antragsteller wohl zurecht angesichts der allgemeinen wirtschaftlichen Lage als unzeitgemäß ansah, doch besser Einsparungen vorzunehmen, sei es der Austritt aus dem Landesverband oder Einschränkungen beim Versand des Vereinsboten. Da keine Absicht bestand, den Beitrag zu erhöhen und unser Kassier bestätigte, dass dazu keine Notwendigkeit vorliegt, wurde lediglich ohne größere Diskussionen einstimmig beschlossen, dass es bei der derzeitigen Beitragshöhe bleibt.

Der Antrag auf Aktualisierung der ‘Vereinsstatuten’ wurde, da nicht näher erläutert und niemand dafür eine Notwendigkeit sah, nicht weiter behandelt. Im Schreiben zu diesen Anträgen wurde unserem 2. Vorsitzenden Albert Kramhöller Dank für seinen tatkräftigen Einsatz für den Verein ausgesprochen. Dem ist anzufügen, dass gerade seine Initiativen und sein Einsatz beim Jubiläum dem Verein sehr viel Kosten gespart und Zuschüsse eingebracht haben.

Aus dem Initiativantrag von unserem Ehrenmitglied Lothar Hollrieder, anstatt der sicher sehr korrekten Bezeichnung Jahresabschlussfeier diese doch wieder Weihnachtsfeier zu nennen, entspann sich eine aktive Diskussion mit dem überraschenden Ergebnis, diese - egal wie benannt - doch einfach in den Januar zu verlegen, um damit gesellig in ein neues Jahr aufzubrechen und damit auch der Vorweihnachtshektik zu entgehen. Da der Termin für  2010 bereits feststeht, wurde bei drei Enthaltungen beschlossen, diese dann erstmals im Januar 2012 abzuhalten.

Nach einer knappen dreiviertel Stunde ging es dann zum gemütlichen Plausch und Tausch über.

S. Fleischhacker

Rückblick auf die vereinsinterne Versteigerung

Am 12. Februar 2010 fand unsere vereinsinterne Versteigerung wegen der noch immer geschlossenen Stadthalle in sehr beengten Verhältnissen im Nebenzimmer der Gaststätte „Zum Sportwirt“ statt. Trotzdem wurde vieles eingeliefert und auch an den Mann gebracht. Sicher war auch das eine oder andere Schnäppchen dabei.

Vormerken: Am 12. November 2010 ist die nächste vereinsinterne Versteigerung, hoffentlich bereit in der sanierten Stadthalle.

Die Vorstandschaft

Protokoll der Jahreshauptversammlung

Das Protokoll der Jahreshauptversammlung ist nur im Vereinsboten zu lesen.

Katalog- und Handelswert

Über den Wert von Briefmarken ist schon viel geschrieben worden, so richtig einig wird man sich wohl nie werden, zu unterschiedlich sind die Standpunkte von Verkäufern und Käufern, von Handel und Katalogredaktion. Versuchen wir doch einmal, uns dem Thema von einer ganz anderen Sicht zu nähern, nämlich ein paar ganz einfachen Thesen:
 

1.

Alle Briefmarken mit einem Katalogwert von unter 10 Euro haben einen Handelswert von 10 Cent. Ausnahme: postgültige **

Begründung: In dieser Preiskategorie gibt es auf Tauschtagen genügend Alben mit 10 Cent-Auswahlen. Weiterhin werden auf Tauschtagen, in Vereinsauktionen und sogar im Handel Alben mit Restbeständen angeboten. Diese Alben sind in der Regel zu bekommen, wenn man für alle darin enthaltenen Marken, die einem fehlen, 10 Cent ansetzt, vielleicht noch 1 Euro zusätzlich für das Album. Beispiel: enthalten 35 Marken für meine Sammlung = 3,50 plus 1 Euro fürs Album macht 4,50 Gebot. Das sollte reichen. Nach Entnahme das Album noch ein wenig mit Dublettenmaterial auffüllen und wieder anbieten.

2.

Alle Briefmarken mit einem Katalogwert von 10 bis 100 Euro haben einen Handelswert von 10% des Katalogwertes.

Begründung: Bisher ist es immer gelungen, zu diesem Preis die Marken zu bekommen. Die einzige Voraussetzung war ein Mindestmaß an Geduld.

3.

Alle Briefmarken mit einem Katalogwert von 100 bis 1000 Euro haben einen Handels­wert von 25-33%

Begründung: Geduld sowie Preisvergleiche werden Aufwendungen in dieser Höhe erfordern. Das gilt jedoch nur, wenn hohe Qualitätsanforderungen gestellt werden, dazu gehören Echtheitsprüfungen, saubere Abstempelungen und seriöse Anbieter. Jedes Unterschreiten des Handelswertes sollte ein Warnsignal sein. Dubiose Anbieter verlangen weniger als 25-33% des Katalogwertes, dafür bekommt man jedoch oftmals selbstgemachte „Atteste" sowie angebliche Echtheitsprüfungen von „anerkannten Spezialisten". Wie gesagt, jede Unterschreitung der Spanne sollte sehr misstrauisch machen, denn niemand wird etwas verschenken, das er auf seriösen Auktionen als Einzellos zu ordentlichen Preisen verkaufen könnte.

4.

Alle Briefmarken über 1.000 Euro Katalogwert haben in Wirklichkeit keinen Katalogwert.

Begründung: Der Handelspreis ergibt sich aus Auktionspreisen. Erhaltungsgrad, Abstem­pelung usw. usw. sind in Auktionspreisen berücksichtigt. Um derartiges Material zu bewerten braucht man also einen Auktionskatalog und die dazugehörige Ergebnisliste.

Klaus-Peter Lippoldes, Philatelistenverein Fürstenfeldbruck e. V.

Tauschtage in der Umgebung

02.05.2010

Ottobrunn

Briefmarken- und Münzsammlerverein Ottobrunn,
Wolf-Ferrari-Haus, Rathausplatz 2, 9 - 15 Uhr.

13.05.2010

Dingolfing

Briefmarken- und Münzensammlerverein Dingolfing e.V.,
Stadthalle, Dr.-Josef-Hastreiter-Str. 2, 9 - 14 Uhr.

16.05.2010

Moosburg

Briefmarken- und Münzensammlerclub Moosburg e.V.,
Stadthalle, Breitenbergstraße, 9 - 15 Uhr.

29.05.-
30.05.2010

Cham

Tag der Briefmarke und Rang-3-Ausstellung:
Verein der Briefmarkenfreunde Cham und Umgebung e.V.,
Gasthaus „Bürgerstuben", Further Str. 11,
Samstag: 9 - 17 Uhr, Sonntag: 9:30 - 15 Uhr.

30.05.2010

Cham

Verein der Briefmarkenfreunde Cham und Umgebung e.V.,
Gasthaus „Bürgerstuben", Further Str. 11, 9:30 - 15 Uhr.

30.05.2010

Cham

62. Landesverbandstag
Gasthaus „Bürgerstuben", Further Str. 11.

12.06.2010

Braunau

Philatelisten-Club Braunau-Simbach,
A-5280 Braunau am Inn, 9 - 14 Uhr.
(mit Rang-3-Ausstellung vom 11.06. bis 13.06.)

19.06.2010

Bad Tölz

Briefmarkenfreunde Hausharn-Bad Tölz e.V.,
Gabriel-von-Seidl-Gymnasium, Hindenburgstr. 26, 9 - 15 Uhr.
(mit Briefmarkenschau)

20.06.2010

München

ARGE Münchener Briefmarkenvereine e.V.,
Kolpinghaus St. Theresia, Hanebergstr. 8, 9 - 14 Uhr.
(Ansichtskarten-Sammlerbörse)

11.07.2010

München

ARGE Münchener Briefmarkenvereine e.V.,
Bürgersaal Fürstenried-Ost, Züricher Str. 35, 9 - 15 Uhr.

Großtauschtag geplatzt

Wie jedes Jahr Ende Februar war unser jährlicher Großtauschtag angesagt, eine Woche vor dem Termin dann die Hiobsbotschaft: Die Stadthalle wird für alle Veranstaltungen gesperrt.

Was war passiert: Eine Untersuchung des TÜV hat ergeben, dass die Decken in allen Räumen nicht ordnungsgemäß angebracht waren. Es könnten sich im schlimmsten Falle die Decken lösen und auf die Besucher herunterfallen und diese verletzen.

Beim Bau der Halle vor 17 Jahren (!) war dieses Problem schon entstanden, und niemand hat es bemerkt. Oberbürgemeister Haas: Daß die Decken herunterfallen könnten sei höchst unwahrscheinlich, aber niemand könne sich auch nur das geringste Risiko erlauben.

Also traf es mit der Sperre auch unsere Hauptveranstaltung dieses Jahres. Und nicht nur das: Auch unsere 14tägigen Vereinsabende wurden ersatzlos gestrichen. Zum Glück konnte unser 2. Vorsitzender Herr Kramhöller mit viel Mühe kurzfristig eine Ausweichmöglichkeit finden. Bis zur Wiedereröffnung der Stadthalle können unsere Vereinsabende im Nebenzimmer der Gaststätte „Zum Sportwirt", Alfons-Baumann-Str. 7, stattfinden (wie bei der Weihnachtsfeier). Bitte notieren sie: Die nächsten Vereinsabende finden am 7. Mai und 21. Mai hier statt. Im Zweifelsfalle können Sie bei einem der Vorstände anrufen.

Wie lange die Reparaturarbeiten dauern, können wir leider nicht sagen, neuesten Berichten zufolge soll die Stadthalle auch im Mai für keine Veranstaltungen zur Verfügung stehen. Als Ersatz für den ausgefallenen Großtauschtag ist der Termin 3. Oktober 2010 bereits fest von der Stadthallenleitung zugesagt.

Lothar Hollrieder (Redaktion Vereinsbote)

Unbekannte Plattenfehler (51)

Die hier vorgestellten Plattenfehler sind offiziell anerkannt, aber im Katalog bisher nicht al­le erwähnt. Für diese Rubrik bitten wir um Ihre Mithilfe: Wer hat Marken mit Plattenfehlern (auch aus dem Ausland) und kann sie uns zur Abbildung leihen? Bitte melden Sie sich bei der Vorstandschaft oder der Redaktion des Vereinsboten.

L. Hollrieder

Originalmarke:

Bayern "Dienstmarke", MICHEL-Nr. 18 / 25 / 32
(7 1/2 Pfg. grün).

Plattenfehler:

Aufklaffende Umrandung an der linken unteren Ecke.

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100 Jahre Bayerische Postgeschichte (45)

Zustellung der Sendungen (Fortsetzung)

Brieffächer

Gegenstände der Postbeförderung

(nur im Vereinsboten zu lesen)

Wir trauern um ...

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Ein Dankeschön den Briefmarkenspendern

Wieder habe ich ein Paket mit Briefmarken­spenden unserer Vereinsmitglieder an die Missionarin Eresta Mayr geschickt. Der Er­lös dieser Marken kommt dem Missionsor­den für soziale Zwecke in Südamerika zu­gute. Frau Mayr bedankt sich bei allen Spendern für die vielen Marken.

\Nenn Sie wieder Briefmarken übrig haben, die Sie nicht mehr verwenden können oder nicht mehr losbringen, setzen Sie sich bitte mit mir in Verbindung:

Redaktion Vereinsbote, Lothar Hollrieder, Kerschensteinerstraße 1, 82110 Germering, Telefon 089 / 846795.
 

Wie geht die Post mit den Sammlern um …

Das kann man getrost erweitern: Wie gehen unsere Sammlerfreunde mit uns um?

Wie geht einem doch das Herz auf, wenn der Postbote einen Brief persönlich überreicht – um Nachporto zu kassieren, besonders, wenn die Büchersendung mit 90 ct. anstatt 85 ct. auch noch überfrankiert ist, stünde denn BÜCHERSENDUNG drauf.

Dank dieses kleinen Mangels kassiert der Postler dann zurecht 106 ct. Nachporto. Dafür hat man dann einen wunderschönen DIN C5 Umschlag mit einer herrlichen Sondermarke mit Oberrand – wäre da nicht der sogar noch nicht einmal vollständig abgeschlagene Wellenstempel.

Insgesamt also ein wunderschönes Sammlerstück für den Papierkorb.

Liebe Sammlerfreunde, es gibt bei der Post so einen kleinen gelben Prospekt, der sich PRODUKTE UND PREISE AUF EINEN BLICK nennt und der tatsächlich recht gut über Postgebühren informiert. Und die meisten Post-Shops, so ungerne wir sie auch sehen, aber meist näher sind als die wenigen Postämter (oder POSTBANK-Institute mit Schreibwaren-/Yellow-Strom- und Briefmarkenschalter) müssen sogar die Briefe manuell abstempeln mit den mittlerweile so seltenen Ortsstempeln.

Aber für Sammlerfreunde reichts auch so, soll er sich doch die Briefe selber schreiben.

S. Fleischhacker

VB1002d

Kennwort: Falsch (19)
Informationen und Warnmeldungen des Bundes Deutscher Philatelisten e.V.

Maximumkarten
amtlich verausgabt - auf Privatbestellung hergestellt

Die Deutsche Bundespost hat bis heute keine Maximumkarten verausgabt!
Jedoch werden Karten auf Privatbestellung hergestellt, bildgleich mit den aufgeklebten Sondermarken und mit dem möglichst motivgleichen Sonderstempel. Auch werden vorhandene Postkarten des Postmuseums benutzt. Es sind immer Maximumkarten, amtlich verausgabt sind sie nicht.

Die Verausgabung von Postwertzeichen, auch Maximumkarten, wird vorher amtlich angekündigt. Die Presse und Fachpresse veröffentlicht und kommentiert.

Beachten Sie die Reihenfolge: Amtsblatt - Fachpresse - Anzeigen - Sonderangebote.

ND**

Mit diesem erfundenen Zeichen wurden „Nachdrucke" offeriert! Dieses Zeichen würde bedeuten:

„Postfrischer, amtlicher Nachdruck"

Beide Begriffe werden mißbräuchlich benutzt! Alle sogenannten „Neudrucke" oder „Nachdrucke" oder Vignetten waren private Reproduktionen - oft in ausgezeichneter Qualität. Ehrliche Geschäftspartner in der Philatelie nennen diese auch so.