12.-13.05.2012

 
Erfahrungsbericht
Rang 3-Ausstellung MÜBRA12
vom 12. - 13.05.2012
im Ausbildungshotel St. Theresia
Hanebergstr. 8, 80637 München
 


Meine Sammlung hatte den Titel

„Österreich 1945 -1955“
(Postgeschichtliche  Sammlung)
von der Befreiung zur Freiheit - 

( Frage : von was ? -Befreiung vom Nationalsozialismus – Besatzung – bis hin zur Freiheit)

Vorab: Ich habe ca. 10 Jahre Karten und Briefe aus dieser Zeit gesucht, gekauft, gesammelt, bis ich eine Ausstellungssammlung zusammen hatte. Mich hat dieser Zeitraum geschichtlich interessiert, da es Teil meiner Jugend war.

Nun zur Sammlung und dem Urteil der Jury:

Der Titel „Österreich 1945 – 1955“ ist ein weitläufiger Zeitraum (10Jahre) den man in 2 Teile aufteilen könnte :
1. Österreich 45 bis zur 2. Währungsreform und
2. von der 2. Währungsreform bis zum Staatsvertrag 1955.

Beanstandet wurde schon einmal mein Titel, denn er müsste lauten:

Österreich 1945 nach dem Krieg Mai 1945 bis zum Staatsvertrag Mai 1955

denn jedes Jahr  beginnt mit  Januar und es sollten dann laut Titel auch Belege von dieser Zeit vorhanden sein (war nichts dabei).

Ferner sollten Überläufer, Karten und Briefe, die noch vor Kriegsende aufgegeben wurden, aber erst nach Kriegsende (Zeitverzögerung) zugestellt wurden, gezeigt werden. Auch der Zahlungs-Verkehr (gehörte ja auch zur Post) könnte dokumentiert werden. (war auch nichts dabei).

Zu einer postgeschichtlichen Sammlung gehört auch der Einmarsch der Russen, Amerikaner, Franzosen und Engländer in die einzelnen Bundesländer (Wien, Ober-, Niederösterreich, Steiermark. Tirol, Vorarlberg u.s.w.) und die Wiederaufnahme des Postverkehrs (durch Belege - diese waren nur teilweise vorhanden und nicht ausführlich genug beschrieben). Bei den späteren Zensurstempeln sollte nicht nur deren Bedeutung, sonder auch ihr Ausgabeort beschrieben werden.

Ein Beleg, der bei Jury Beachtung fand, war ein“ Adaptierter  Stempel“. Bei diesem  sollte jedoch auch gezeigt werden, wie dieser noch im Dritten Reich ausgesehen hatte.

Meine Aufteilung nach den verschieden Postgebühren von bis u.s.w.  wurde nicht besonders beachtet, ja sogar als überflüssig beurteilt. (Mich interessiert aber genau jenes und ich werde es auch beibehalten).

Zur Bewertung:

57 Punkte von möglichen 100 Punkte (bei Rang 3 ab 80 P. Gold)  = Silber
im Detail:
1.  Bearbeitung und Bedeutung    (30 möglich) 16 Punkte  - Bemerkungen siehe oben -
2.  Kenntnisse und Forschung       (35 möglich) 20 Punkte  - Bemerkung auch oben
3.  Beschaffenheit und Seltenheit (30 möglich) 18 Punkte – Bemerkung soweit zufrieden -
4.  Aufmachung                               (5 möglich)     3 Punkte – Bemerkung gut-

Fazit:

Es war mir eine Erfahrung wert, das Gespräch mit der Jury war lehrreich und ich werde auch meine Sammlung weiter ausbauen, auch wenn es auch jetzt noch schwieriger wird passende Belege zu finden.

Anmerkung:

Von anderen Sammlern (welche bereits mehrfach Gold erhalten hatten) wurde meine Sammlung als zu schlecht von der Jury beurteilt, es hätte eigentlich Vermeil  (ab 65 Punkte) verdient. Ich persönlich war soweit zufrieden und werde nach wie vor das Sammeln, was mir Spaß macht.

E. Götzinger