10.01.2016

 
Großtauschtag der
Arbeitsgemeinschaft Münchner Philatelistenvereine e.V.
am 10.1.2016 im
Obermenzinger Gymnasium der
Schulstiftung „Ernst von Borries”
Freseniusstr. 47, 81247 München
 

Am 10.1.2016 fand wieder der traditionelle Großtauschtag der Arbeitsgemeinschaft Münchner Briefmarkenvereine e. V. statt, diesmal im Obermenzinger Gymnasium der Münchner Schulstiftung „Ernst von Borries“ in der Freseniusstrasse 47, 81247 München, erreichbar durch die S-Bahnlinie S 2, die Buslinien 143 und 162 Haltestelle Obermenzing Bahnhof, Buslinie 162 auch Haltestelle Heerstrasse. Ein Fußweg von 10 Minuten von der
S-Bahn-Haltestelle ist verträglich.

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Der Platz vor dem Gebäude ist zum Ausladen für die Händler etwas klein, für das Parken der Fahrzeuge zu klein und die Parkplatzsituation in der Umgebung etwas schwierig. Die Stufe am Eingang ist ein architektonisch unnötiger Gag, aber für die Händler durchaus eine Hürde. Gegenüber gibt es einen Kiosk mit guten und preiswerten Leberkässemmeln, Würstel und Getränken, der aber erst gegen 10 Uhr geöffnet hatte.

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Der Eingangsbereich selbst reichte nur für ein paar Händler und das Erlebnisteam Briefmarken der Deutschen Post, die den Sonderstempel zum Tauschtag, Bismarkbrunnen in München-Pasing, und eine geeignete „bereits vergriffene“ Briefmarke, 225. Geburtstag von Leo von Klenze vom 12.2.2009, Mi-Nr. 2719, für den Erinnerungsumschlag mitführte.

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Der eigentliche überschaubare Tauschtag fand in der hellen Turnhalle statt, die hervorragend geeignet wäre, würde sie sich nicht im Untergeschoss befinden. Die Treppe stellt für die Besucher keine Hürde dar, für die Händler ist sie ein Ärgernis, da kein Aufzug vorhanden ist.

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Fazit: Ein erfolgreicher Tauschort wird das zukünftig nicht sein, da die meisten Händler von der Treppe nichts wussten und darüber teilweise sehr erbost waren. Wer seine angebotenen Schätze auf einem Sackkarren unterbringen kann, ist gut bedient, aber alle, die reichlich Material anbieten können, werden ihn meiden. Vergleicht man die Größe von Wasserburg (über 12.000 Einwohner) und Germering (über 38.000 Einwohner) mit denen von München (ca. 1,5 Millionen Einwohner), kann man nicht begreifen, warum sich kein angemessen größerer Tauschtag durchführen lässt.

Salzburg hat knapp 150.000 Einwohner und hält seinen großen und gut besuchten Tauschtag in Freilassing ab, weil die Situation, eine günstige Halle zu bekommen, vergleichbar schlecht ist wie in München. Dort stellen allerdings sieben Salzburger Vereine zusammen mit dem Briefmarkensammlerverein Bad Reichenhall gemeinsam diesen Tauschtag auf gesicherte Füße. Vielleicht hat München noch zuviele Vereine, um zu einer vernünftigen Zusammenarbeit zu kommen. Wer nicht mit der Zeit geht, geht mit der Zeit. Vielleicht werden es die letzten verbleibenden richten.

Mittlerweile hat sich die Vereinigung der „Fünf Münchner Vereine“ wieder einmal auf vier verjüngt. Es besteht aber die Hoffnung, ein neuer könnte mitmachen. Schaun' mer mal.

Samuel Fleischhacker