05.03.2015

 
Internationale Briefmarken-Börse
München 2015

vom 05. - 07.03.2015 im
M.O.C., Lilienthalallee 40, 80939 München
 

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Beherrschend – wie jedes Jahr – der Auftritt der Deutschen Post und das erste Ziel, denn Marken und Stempel werden ja immer benötigt. Der Riesenandrang beschränkt sich mittlerweile bei Beginn der Messe auf 3 bis 4 Wartende, später eher weniger.

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So blieb reichlich Zeit bis zur Eröffnung der Messe und der Vorstellung der „Felix“-Marken, zu welcher die Kinderbuch-Illustratorin Constanza Droop ihren Kuschel-Hasen Felix erläuterte.

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Gleich anschließend dann die Autogrammstunde, zu der man eben mit marken und Stempel etwas vorbereitet haben sollte.

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Sieht man von reichlich freiem Platz ab, auf welchen einige Anbieter noch Platz gehabt hätten, waren die ausländischen Postanstalten von Österreich, Tschechien, Vatikan, Åland, Malta, Großbritannien, Israel und USA, ...

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… die Arbeitsgemeinschaften Brustschilde, INFLA Berlin, Alliierter Kontrollrat, Bezirksstempelaufdrucke SBZ, AGF – Forschung Deutsche Bundespost, Post- und Absenderfreistempel, Poststempelgilde, Berliner Ganzsachen-Sammler-Verein, Zeppelinpost, Estland/Lettland/Litauen, Tschechoslowakei und Tag der Briefmarke, …

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… der Landesverband Bayerischer Philatelisten-Vereine e.V., die Deutsche Philatelistische Jugend e.V. und die 5 Münchener Philatelistenvereine mit ihrem Belegverkauf gut vertreten. Vielleicht aus dem Gedanken geboren, dass ein Besucher, der nicht alles sogleich findet, länger durch die Halle schweift und dann doch da und dort etwas findet und kauft, war nicht alles, was zusammengehört nahe beieinander. Wollte man nach Stunden des Umherziehens dann doch noch schnell an einem Stand vorbeischauen, drehte man meist zwei Runden, bevor man ihn wiederfand. Für den Bereich der organisierten Philatelie gab es zwar das Zentrum Philatelie, aber dort war eben nicht alles, was dazugehört, auch untergebracht. Waren die Arbeitsgemeinschaften noch gleich rechts um die Ecke, waren die 5 Münchner Vereine mitten unter den Händlern und die Jugend – als Kinderpost – mit dem doch recht großen „Kind“ und unserem Mitglied Wolfgang Ernst schaffte es zwar noch auf den Hallenplan, aber nicht mehr in dessen Auflistung.

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Auch MICHEL, LINDNER, LEUCHTTURM und SAFE waren recht verstreut in der Halle zu finden.

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Ebenso die Philatelistische Bibliothek München, die am weitesten vom Zentrum Philatelie weg war. Dafür präsentierte sie Dokumente über den Beginn der Münchner Briefmarkenvereine, deren Anfänge um 1879 lagen. Besonders schön fand ich die erste Vereinsmitteilung  des Bayerischen Philatelisten Vereins München, dessen Titelblatt ein Kupferstich zierte.

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Um 13:00 Uhr dann der Vortrag von Hans Zerbel, dem Beauftragten der Deutschen Post, mit dem Vortrag „Druckzufälligkeiten – leider nichts für den Katalog“, der wie man sieht recht gut besucht war. Es gelang ihm, den Unterschied zwischen Druckfehlern und Druckzufälligkeiten gut darzustellen und auch zu erläutern, warum sie keine Aufnahme in den Katalog finden können.

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Auch wenn sie meist – da zufällig – seltener sind als echte Druckfehler, wird deren „Wert“ meist von den Sammlern überschätzt. Dass Sie, gezeigt an Brd Mi-Nr. 1423 (ein mit dem Auge zwinkender Gabelsberger), nicht nur lustig sein, sondern durchaus auch ein Sammlung bereichern können, stellte er nicht in Abrede.

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Der nächste Vortrag über die neuen MICHEL-Datenbanken fand erheblich weniger Interessierte. Die Nähe des Forums zur Gastronomie und zur Deutschen Post schaffte – wie immer – eine hinreichend lästige Geräuschkulisse. Sicherlich ist das sinnvoll, man soll ja nicht eine Stunde dort Herumsitzen anstatt fleißig einzukaufen.

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Auch der Bund Philatelistischer Prüfer schaffte es nicht in die Nähe des Zentrums Philatelie. Die wieder in der Halle befindliche Gastronomie machte einen guten Eindruck und die Stehtische vermieden einen unnötig langen Aufenthalt beim Essen und Trinken.

Samuel Fleischhacker