01.03.2013
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Internationale Briefmarken-Börse
München 2013

vom 28. - 01.03.2013 im
M.O.C., Lilienthalallee 40, 80939 München
 
2. Tag
 

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Zumindest auf ihrer Webseite hat die Messe-gesellschaft die Offene Pressekonferenz mit dem Ufficio Filatelico e Numismatico des Vatikan mit Vorstellung der neuen Sondermarken "Sedivakanz" (gemeint war wohl die Sedisvakanz oder Sede vacante MMXIII), das eigentliche Highlight des zweiten Messetages.

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Jedenfalls waren diese recht begehrt und der Stand der Città del Vaticano entsprechend gut besucht. Die 1. Auflage der 0,70 €- und 0,85 €-Marken beträgt je 250.000, die der 2 € und 2,50 €-Marken je 230.000. Mit einer zweiten Auflage wird aber nicht gerechnet.

Zur Sedisvakanz werden auch in Kürze 125.000 2 €-Münzen (ca. 15 - 18 € Verkaufspreis), 10.000 5 €-Silbermünzen (ca. 58,- €) und 5.000 kleine 10 €-Goldmünzen (ca. 180 - 200 €). Am 15. April 2013 erscheint der 8. Kursmünzensatz des Pontifikats von Papst Benedikt XVII., natürlich noch mit seinem Abbild.

Das Amt für Philatelie und Numismatik rechnet - wenn die Papstwahl nur wenige Tage erfordert - bereits zum 5.4.2013 mit der Ausgabe eines ersten 4-Marken-Satzes zum neugewählten Papst. Im Juni 2013 erscheint dann auch eine 100 €-Goldmünze mit dem Abbild des neuen Papstes.

 Auch beim Stand der Deutschen Post bildeten sich kleine Schlangen zum Erwerb der neuen Marken und zu deren Abstempelung.

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Kaum besucht die anderen Postanstalten und die Arbeitsgemeinschaften.

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Bei den Vorträgen im Forum - hier bei einem der drei Beiträge des Schwaneberger Verlags - mangelte es teilweise sehr an Besuchern. Sehr gut besucht war allerdings der Vertrag “Die Stiftung zur Förderung der Philatelie und Postgeschichte - Aufgaben und aktuelle Situation” von Rüdiger Krenkel, Geschäftsführer Stiftung Philatelie und Postgeschichte (Bonn) sowie die philatelistischen Informationen  zu einzelnen Sammelgebieten. Wenig informativ war die Vorstellung einer gemeinnützigen GmbH durch ihren Geschäftsführer Norbert Geisler, die sich Stiftung Deutsche Philatelie (München) nennt.

Sie betreibt neben ihrer eigenen Webseite www.stiftung-philatelie.de das Forum www.bund-forum.de. Das sich die GmbH im Namen als Stiftung bezeichnet, wohl weil sie sich als Förderer der Philatelie und der Philatelistischen Jugend versteht, führte bei den Besuchern zu etlichen Gerüchten und der Frage, wer wohl als Gesellschafter fungiert und ihr vor allem ca. 80% ihrer Mittel zur Verfügung stellt. Der Vortrag von Rechtsanwalt Christopher Boening, Stiftung Deutsche Philatelie (München) “Rechtsprobleme für Verbraucher beim Kauf von Briefmarken” konnte nicht überzeugen, da er nur einen Teilbereich streifte und das Gebiet des gerade bei Sammlern mittlerweile stark benutzten Online-Handels völlig außen vor ließ. Ich bin überzeugt, dass der Vortrag “Rechte beim Kauf und Tausch: Praxishinweise, Ratschläge, Informationen” von Rechtsanwalt Dr. Heiko Übler (Sulzbach-Rosenberg) am dritten Tag sicher so informativ war wie bereits in den letzten Jahren.

S. Fleischhacker